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Das Zeichen des Passahfestes von Moses

Wir haben uns vorher mit Abrahams Opfer beschäftigt, als er seinen Sohn Isaak opfern sollte, und dieses mit dem Opfer Jesu verglichen und damit auf dem Ort hingewiesen. Etwa 500 Jahre sind seit dem vergangen, und es ist jetzt um 1500 v.C. Nach Abrahams Tod, sind die Nachkommen durch den Sohn Isaak zu dem Volk der Israeliten geworden. Sie sind aber auch Sklaven in Ägypten geworden. Dieses geschah als Joseph, der Urenkel Abrahams, in die Sklaverei nach Ägypten verkauft wurde. Diesem folgte dann die Familie, darüber wird im 1. Mose  45 – 46 berichtet.

Der Auszug aus Ägypten

Wir kommen jetzt zu einem interessanten Drama, das im 2. Mose beschrieben wird.  Moses bekam den Auftrag von Gott, den Pharaoh von Ägypten zu bitten, die Israeliten zu befreien.

Pharao ließ das nicht zu, und so entstand ein Machtkampf zwischen den beiden Männern, der in neun Plagen gegen Pharaoh endete. Noch immer gab Pharaoh nicht die Erlaubnis. die Israeliten zu befreien, Deshalb soll nun die zehnte vernichtende Plage von Gott kommen. Bitte lesen Sie unter dem folgenden link nach; Sie werden dann das Folgende besser verstehen.

Diese 10. Plage, von Gott eingestzt, bedeudete, daß jedes erstgeborene Kind in der Nacht sterben würde, es sei denn, daß die Einwohner des Hauses ein Lamm geschlachtet haben und mit dem Blut des Lammes die Türpfosten bestrichen haben. Pharaoh würde auch einen Sohn und Tronfolger verlieren, wenn er diesem Gebot nicht gehorchte. Jede Familie in Ägypten würde den erstgeborenen Sohn verlieren, wenn sie nicht ein Lamm schlachten würden und mit dem Blut des Lammes die Türpfosten besteichen und zeichnen würden. Also stand Ägypten vor einer großen Krise.

Aber in den Häusern, in denen ein Lamm geschlachtet wurde und das Blut des Lammes an den Türpfosten war, in solchen Häusern waren die Bewohner sicher. Der Tod würde vorübergehen.

 Wem gilt dieses Zeichen?

 Viele, die mit dieser Geschichte bekannt sind, sind der Meinung, daß das Blut an den Türpfosten für den Todesengel bestimmt war. Doch bemerken Sie dieses Detail:

„Der Herr sprach zu Moses……“Ich bin der Herr. Das Blut aber an euren Häusern, darin ihr euch befindet, soll für euch ein Schutzzeichen sein. Wenn ich dies Blut sehe, dann gehe ich an euch vorüber. “ (2. Mose 12; 13)

Obwohl der Herr nach dem Blut an der Tür suchte, und an dem Haus vorüber gehen würde, wenn er es sah, so war es doch nicht ein Zeichen für ihn. Es steht ganz klar, daß es ein „Schutzzeichen für euch“ ist. d.h. für die Menschen. Also für uns alle, die wir diesen Bericht lesen.

Doch wie sollen wir das verstehen? Nach diesem Ereignis befahl der Herr; „Ihr sollt  dieses Gebot  als eine feste Ordnung für euch und eure Kinder…… wenn ihr in das Land kommt, …..

Diesen heiligen Brauch stets beobachten. …..Es ist das Passahopfer für den Herrn ( 2. Mose 12, 24 – 27)

Der bemerkenswerte Kalender für Passah

Am Anfang dieses Abschnittes sehen wir den Anfang des Jüdischen Kalenders.

„Darauf gebot der Herr dem Mose und Aaron  im Lande Ägypten folgendes: Dieser Monat soll für euch der erse Monat sein. Von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen“. (2.Mose 12;1 – 2)

Also ist es den Israeliten geboten, das Passahfest jedes Jahr an demselben Tag zu feiern. Da der jüdische Kalender etwas anders als der des Westens ist, fällt das Passahfest nicht immer auf denselben Tag nach dem westlichen Kalender.

dead sheep

Bis auf den heutigen Tag – nach 3500 Jahren – wird das Passahfest jedes Jahr an demselben Tag in dem jüdischen Kalender gefeiert wie es damals geboten wurde.

Nach diesem gegenwärtigen Brauch feiern die Juden das Passahfest als Erinnerung an das erste Passahfest vor 3500 Jahren.

Wenn wir diese Feier durch die Jahrtausende verfolgen, stellen wir etwas ganz Außergewöhnliches fest. In dem Evangellium lesen wir die Einzelheiten über die Verhaftung und den Prozess Jesu.

„Nun führten sie Jesus….zu dem Palast des römischen Statthalters (Pilatus). Die Juden allerdings betraten den Palast nicht, sie wollten sich nicht verunreinigen sondern (mit gutem Gewissen) das Passahfest feiern können. Pilatus kam zu ihnen (den jüdischen Anführern) und sagte: „..aber es ist ja ein Brauch bei euch, daß ich euch zum Passahfest einen Gefangenen freigebe. Wollt ihr den König der Juden haben?“ Sie schrieen ihm entgegen: „nein, nicht diesen…“  (Joh. 18; 28, 39 – 40)

Der Zusammenhang zwischen der Kreuzigung Jesu und dem Passahfest ist in den  Schriften des Talmud bestätigt. Das sind feindliche Zeugen und haben also keinen Nutzen von dem Übereinstimmen mit den Schriften der Evangelien, sondern sie bestätigen daß

„Jesus am Abend vor dem Passahfest gehängt wurde“ (Sanhedrin 43a, Babylonian Talmud, Jesus and Christian Origins outside the New Testament, F. F. Bruce, Seite 56. 1974 215 Seiten).

Mit anderen Worten gesagt: Jesus wurde verhaftet und hingerichtet an dem Tag des Passahfestes nach dem jüdischen Kalender – dem Tag, an dem die Juden ein Lamm schlachten sollten zur Erinnerung an die Lämmer, die 1500 v.C. so viele vor dem Tod beschützte.

Wenn wir jetzt an den Artikel „Die Zeichen von Abrahams Opfer“ denken, können wir uns erinnern, daß ein Titel Jesu wie folgt war: „Tags darauf sieht er (Johannes, der Täufer) Jesus zu sich kommen. Da sagte er: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegträgt!“ (Joh. 1;29)

Und hier sehen wir das Drama dieses Zeichens. Jesus, das „Lamm Gottes“ wurde an demselben Tag gekreuzigt (d.h. geopfert), an dem alle damals lebenden Juden ein Lamm zur Erinnerung an das erste Passahfest zu schlachten hatten; dieses Fest wurde der Anfang deren Kalenders.

Nun verstehen wir, wie die zwei Feiertage jedes Jahr um die gleiche Zeit gefeiert werden., – eine Parallele, die sehr wenige von uns bemerkt haben und noch weniger Menschen die Frage stellen:

„Wie kommt es, daß… ?“  Das jüdische Passahfest wird um die gleiche Zeit gefeiert wie das Fest der Ostern (es handelt sich normalerweise Jahr um dieselbe Woche, aber nicht immer denselben Tag.  In einigen Jahren wegen des jüdischen Sprung Monats-Zyklus können sie einen Monat auseinander  Der Karfreitag wurde als der Freitag vor Ostern bestimmt, während das jüdische Passahfest immer am 14. des Monats Nisan ist. Aus diesem  Grund kann es sich normalerweise um ein paar Tage handeln, daß das Passahfest und Ostern mal nicht zusammenfallen). Aus diesem Grund ist Ostern jedes Jahr an einem anderen Tag, weil es mit dem Passahfest zusammenfällt, und das Passahfes wird nach dem jüdischen ˚alender bestimmt, der ewas anders ist als der Gregorianische.

 Zeichen, Zeichen, überall sind Zeichen

Signs

Zeichen sind Hinweise für unseren Verstand, daß wir uns mit gewissen Dingen beschäftigen sollen, die uns die Hinweise zeigen

 Gehen wir nun zurück zu dem ersen Passahfest zu Moses Zeiten, als das Blut ein Zeichen war, nicht für Gott, sondern für die Menschen.  Nun wollen wir kurz darüber nachdenken was Zeichen bedeuten:
Wenn wir das Zeichen des Totenkopfes sehen, denken wir an den Tod und Gefahren. Das Zeichen der goldenen Bogen erinnert uns an McDonalds. Das Zeichen „P“  an dem Stirnband des Tennisspielers Nadal ist das Zeichen für Nike. Nike will, daß wir an diese Firma denken, wenn wir das Zeichen an Nadal sehen. Mit anderen Worten gesagt: Zeichen sollen unser Denken nicht auf das Zeichen selbst sondern auf etwas anderes lenken.

In der Geschichte vom ersten Passahfest steht ausdrücklich, daß das ein Zeichen für die Menschen war, nicht für Gott, – aber es ist von ihm eingesetzt worden.  Wie es also mit so vielen Zeichen ist: woran sollte unser Verstand denken, wenn wir diese Zeichen sehen? Es ist ein bemerkenswerter Zeitpunkt, zu dem die Lämmer geschlachtet werden sollten und Jesus, der den Titel „Lamm Gottes“ schon hatte,  an demselben Tag geopfert werden sollte. Es muß ein Zeichen sein, das auf den kommenden Opfertod  Jesu weist.

Wie das funktioniert habe ich in dem Diagram aufgezeichnet.

Rag thinking

Das Passahfest ist ein Zeichen, das durch die bemerkenswerte Zeitbestimmung des Passahfestes und Jesu Kreuzigung auf Jesus hinweist

Dieses Zeichen hat mich auf Jesu Tod hingewiesen. Bei dem ersten Passahfest wurden Lämmer geopfert und deren Blut vergossen, damit die Menschen leben konnten. Folglich, da dieses Zeichen auf Jesus weist, sehe ich es so, daß er, „das Lamm Gottes“, auch dem Tod übergeben wurde und sein Blut vergossen wurde, damit ich lebe.

Wir sprachen über Abrahams Zeichen. als ein Widder in Morija gestorben ist damit Isaac leben konnte. In derselben Gegend wurde Jesus später geopfert. Nun sehen wir die Verbindung seines Todes und dem Passahfest. Hier stellen wir fest, daß das Passahfest auf dasselbe Geschehnis hinweist, aber ein anderes Zeichen gebraucht wird, in dem derselbe Tag im Kalender festgesetzt ist – ein Kalender, der mit diesem Geschehnis angefangen hat.

Und wieder wird ein Lamm geopfert. Das zeigt uns, daß es nicht ein bloßer Zufall war, daß Jesus an demselben Tag und an derselben Stelle geopfert wurde.

Durch zwei verschiedene Möglichkeiten (durch den Ort und durch die Zeitbestimmung) weisen zwei der wichtigsten Geschehnisse im Alten Testament direct auf Jesu Tod.

Ich kann mich an keine andere Person in der Geschichte erinnern, deren Tod (oder wichtige Errungenschaft) durch zwei Parallele in einer so dramatischen Art seine Schatten vorausgeworfen hat. Wüssten Sie einen solchen Menschen?

Zusammengefaßt:  diese Voraussicht sollte uns ein Signal sein, daß es einen annehmbaren        Grund gibt zu überlegen, ob Jesus der Eckstein eines Göttlichen Planes war,  als Sklaven in ssen wire Fragen eine Antwort zu bekommenbedeuted es fGrund mu, daß es einen         Grund gibt, zu Ägypten  ihren neuen Kalender gegründet haben, als das Blut eines Lammes an deren Türen gestrichen wurde.

Doch aus welchem Grund hat Gott diese Zeichen angekündigt und die Kreuzigung vorausgesagt?

Weshalb ist dieses Geschehnis so wichtig? Aus welchem Grund müssen in der Welt solche blutigen Opfer gebracht werden? Und was bedeutet es für Sie? Um auf diese Fragen eine Antwort zu bekommen, müssen wir an den Anfang der Bibel gehen, um zu verstehen, was seit Anfang der Zeit geschehen ist. Wir beginnen diese Reise in unserem nächsten Artikel.

Hat Gott die Bibel inspiriert? Jesus in dem Auszug, Moses und Jesus, Passahfest und Jesus, die Bedeutung das Passahfestes, was war das Passahfest? Warum fallen das Passsahfest und Ostern in dieselbe Zeit? Warum wird Ostern zu derselben Zeit gefeiert wie das Passahfest? Welches Verhältnis ist zwichen O

Die Auferstehung – Boulevardpresse oder Geschichte?

Als Kind hörte ich viele “wundersame” Geschichten über unsere religiösen Feiertage. Man erzählte mir von einem vergnügten, pausbackigen Mann im roten Anzug, der am Nordpol lebt, mit Rentieren um die Welt fliegt und durch Schornsteine in die Häuser klettert, um artigen Kindern Weihnachtsgeschenke zu bringen. Auch hörte ich vom Osterhasen, der denselben guten Kindern zu Ostern Eeier und Schokolade schenkt. Mit zunehmendem Alter erkannte ich, dass diese Geschichten zwar niedlich, aber nicht wahr sind. Ich konnte lächelnd auf sie als Märchen zurückblicken, ihnen aber auch entwachsen.

Doch es gab auch andere „Geschichten” über die religiösen Feiertage. Diese Geschichten handelten von Hirten, denen Engel erschienen, von Weisen, die einem Stern folgten, von einem Kind in der Krippe – Geschichten, die der Weihnachtsfeier zu Grunde liegen. Am dramatischsten war wohl die Geschichte über den Tod Jesu am Kreuz und wie er drei Tage später wieder lebendig wurde – Geschichten, die die Grundlage für Ostern bilden.

Diese zweite Sammlung von Geschichten klingt fast so märchenhaft wie die erste. Die Frage, die sich mir stellte, als ich älter wurde und erkannte, dass die ersteren Geschichten nicht „wirklich” wahr waren, lautete: „Wie kann ich denn wissen, ob die zweite Geschichtensammlung wirklich wahr ist?” Sind denn nicht beide Sammlungen mit religösen Feiertagen verbunden und bringen uns ins Wundern – und sind nicht beide gleichermaßen „unglaublich”?! Das trifft doch besonders auf die Ostergeschichte zu, in der es heißt, dass Jesus drei Tage nach seinem Tod leiblich auferstanden ist. Dies ist wahrscheinlich die verwegenste aller religiösen Geschichten, vielleicht am besten für die Boulevardpresse geeignet: „Ein Toter kehrt ins Leben zurück!” Sollte das wahr sein? Oder sogar glaubhaft? Gab es irgendwelche vernünftigen Beweise, die diese Geschichte untermauerten?

Dise Fragen mögen sehr wohl schwer zu beantworten sein. Trotzdem lohnt es sich, darüber ersnthaft nachzudenken, da sie unser eigenes Leben direkt betreffen. Letztendlich sterben ja sogar die Gescheitesten, Stärksten, Mächtigsten und Berühmtesten von uns; und dasselbe gilt ja für Sie und mich. Wenn jemand den Tod besiegt hat, so hat das doch Auswirkungen, die unser Interesse erwecken sollten. An dieser Stelle möchte ich gern mitteilen, was ich beim Studieren und Durchdenken dieser Frage entdeckt habe.

Jesu historischer Hintergrund – in außerbiblischer Sicht

Diese Frage lässt sich vielleicht am besten beantworten, wenn man alle möglichen Alternativen untersucht, um zu sehen, welche am sinnvollsten ist – ohne ein „Glaubensvorurteil” in Bezug auf übernatürliche Erklärungen zu fällen. Die Tatsache, dass Jesu Leben und öffentliches Sterben den Lauf der Geschichte verändert hat, steht absolut fest. Man muss zu dieser Feststellung nicht erst zur Bibel greifen. Es gibt mehrere Hinweise auf Jesus und seinen Einfluss auf die Welt seiner Zeit in der Profangeschichte. Schauen wir uns zwei davon an. Der römische Senator-Historiker Tacitus gab einen faszinierenden Hinsweis auf Jesus, als er beschrieb, wie Nero Christen des ersten Jahrhunderts (um 65 n. Chr.) als Sündenböcke für den Brand Roms zu Märtyrern machte. Im Jahre 112 n.Chr. schrieb Tacitus:

„Nero … verhängte über diejenigen, die wegen ihrer Schandtaten allgemein verhasst und Christen genannt wurden, die ausgesuchtesten Strafen. Christus, der Begründer dieses Namens, war von Pontius Pilatus, dem Prokurator der Juden in der Regierungszeit des Tiberius, hingerichtet worden; aber der verwerfliche Aberglaube, der zwar eine Zeit lang im Zaum gehalten wurde, brach wieder hervor, nicht nur durch ganz Judäa, wo dieser Unfug herstammte, sondern auch durch ganz Rom” (Tacitus. Annales XV,44).

Das Interessante an dieser Aussage ist, dass Tacitus Folgendes über Jesus Christus bestätigt: 1.) Er war eine historische Person. 2.) Er wurde unter Pontius Pilatus hingerichtet. Und 3.) Um 65 n.Chr. (zur Zeit Neros) hatte sich der christliche Glaube über den Mittelmeerraum von Judäa nach Rom so intensiv verbreitet, dass der römische Kaiser sich veranlasst sah, damit aufzuräumen. Beachten wir auch, dass Cornelius Tacitus diese Dinge als gegnerischer Zeuge berichtet, da er die von Jesus begründete Bewegung als “verwerflichen Aberglauben” bezeichnete.

Josephus war ein jüdischer Militärkommandeur und Historiker, der für eine römische Leserschaft schrieb. In seinen Schriften fasst er die jüdische Geschichte von ihren Anfängen bis zu seiner Zeit zusammen. Die Zeit und den Lebenslauf Jesu beschreibt er (um 90 n.Chr.) mit folgenden Worten:

„Zu dieser Zeit lebte ein weiser Mensch … Jesus … gut und … tugendhaft. Und viele Menschen aus den Juden und den anderen Volksgruppen wurden seine Jünger. Obschon Pilatus ihn zum Tode durch Kreuzigung verurteilte, gaben dennoch jene, die seine Jünger geworden waren, seine Jüngerschaft nicht auf. Sie berichteten, dass Er ihnen drei Tage nach Seiner Kreuzigung lebendig erschienen sei.” ((Jüdische Altertümer XVIII 3,3; §63f.)

Aus diesen Rückblicken in die Vergangenheit wird ersichtlich, dass der Tod Christi eine allgemein bekannte Begebenheit war und dass die Frage seiner Auferstehung der römischen Welt durch seine Jünger quasi aufgezwungen wurde.

Jesu historischer Hintergrund – in biblischer Sicht

Lukas, ein Arzt und Historiker, legt uns im Einzelnen dar, wie sein Glaube sich in der Welt der Antike ausbreitete. Hier ein Auszug aus seiner Apostelgeschichte:

“(Da) kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels … auf [Petrus und Johannes] zu. Sie waren aufgebracht darüber, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten. Und sie legten Hand an sie und brachten sie ins Gefängnis … Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich; … Was sollen wir mit diesen Menschen tun?” (Apg. 4,1-16; um 63 n.Chr.)

“… der Hohepriester und sein ganzer Anhang … legten ihre Hände an die Apostel und brachten sie in öffentlichen Gewahrsam. … sie [waren] tief getroffen und fassten den Beschluss, sie umzubringen. … riefen die Apostel herbei und gaben ihnen Schläge und verboten ihnen, in dem Namen Jesu zu reden, und entließen sie” (Apg. 5,17-40)

Dieser Bericht macht deutlich, dass die Zivilbehörden sich alle Mühe gaben, diesen “verwerflichen Aberglauben” (wie Tacitus das Christentum nannte) auszumerzen. Beachten wir zudem, dass diese Ereignisse sich in Jerusalem zutrugen – in derselben Stadt, in der Jesus erst einige Wochen zuvor öffentlich hingerichtet und begraben worden war.

Konnte der Leichnam Jesu noch im Grab liegen?

Nachdem wir die entsprechenden historischen Angaben untersucht haben, können wir uns nun auch mit den möglichen Erklärungen zu der geltend gemachten Auferstehung Jesu Christi beschäftigen. Zunächst stellen wir fest, dass wir zwei (und nur zwei) mögliche Alternativen in Bezug auf den Leichnam Jesu haben: Entweder war das Grab leer an jenem Ostermorgen oder es enthielt seinen Leichnam noch. Dies sind die einzigen beiden Alternativen – es gibt keine anderen Möglichkeiten.

Nehmen wir an, sein Leib sei noch im Grab gewesen. Wenn wir über die Entwicklung der geschichtlich belegten Ereignisse nachdenken, sehen wir uns sofort mit Schwierigkeiten konfrontiert. Warum wohl mustten sich die römischen und jüdischen Führer in Jerusalem so extrem viel Mühe machen, mit den Übertreibungen einer angeblichen Auferstehung aufzuräumen, wenn doch der Leichnam noch im Grab lag – nur wenige Minuten zu Fuß von der Stelle entfernt, an der die Jünger öffentlich seine Auferstehung verkündeten? Wenn ich einer dieser Führer gewesen wäre, hätte ich gewartet, bis die Jünger den Höhepunkt ihrer Ausführungen zur Auferstehung erreicht hätten, um dann öffentlich den Leichnam Jesu zur Schau zu stellen. Ich hätte diese Bewegung in den Kinderschuhen diskreditiert, ohne ihre Anhänger ins Gefängnis zu stecken, sie zu foltern und schließlich zu Märtyrern zu machen! Und bedenken wir zudem – Tausende bekehrten sich zu dieser Zeit in Jerusalem zum Glauben an die leibliche Auferstehung Jesu. Wäre ich einer von der Menschenmenge gewesen – hätte ich Petrus zugehört, das Gesagte überlegt und mich gewundert, ob ich dieser unerhörten Botschaft Glauben schenken sollte (denn schließlich war ein solcher Glaube ja mit Verfolgung verbunden), so hätte ich wenigstens meine Mittagspause dazu benutzt, um selber nachzusehen, ob der Leichnam noch vorhanden war. Falls der Leib Christi noch im Grab gewesen wäre, hätte diese Bewegung in einem so feindseligen Umfeld und mit so belastenden Gegenbeweisen gar keine Anhänger gewinnen können. Somit blieben nichts als absurde Umstände, wenn der Leib Jesu noch im Grab gelegen hätte. Diese Alternative kann also nicht ernsthaft in Betracht kommen.

Hatten die Jünger den Leichnam gestohlen?

Doch das eben Erwähnte beweist noch keine Auferstehung – es gibt andere gute Erklärungen für ein leeres Grab, auch ohne Auferstehung. Dennoch muss jede Erklärung für den fehlenden Leichnam die gegebene Situation mit einbeziehen: das römische Siegel am Grab, die römische Grabwache, den großen (1-2 Tonnen schwere) Grabstein vor dem Eingang zum Grab, sowie die 40 kg an Balsamiermitteln für den Leichnam. Die Liste geht weiter. Es gibt nicht genug Platz für alle Faktoren und Szenarien, die für einen abwesenden Leichnam in Frage kommen. Aber die am meisten vorgebrachte Erklärung war schon immer, dass die Jünger selbst den Leib aus dem Grab gestohlen hätten, um ihn irgendwo zu verbergen und die Menschen in die Irre zu führen.

Nehmen wir an, dieses Szenario trifft zu; wobei wir – um des Arguments willen – einige Schwierigkeiten bei der Erklärung außer Acht lassen, wie denn z.B. die entmutigte Jüngerschar, die nach der Gefangennahme Jesu um ihr Leben geflohen war, sich wieder zusammenfinden und einen Plan zum Leichenraub aushecken konnte, der sogar die römische Wache überlistete. Dann hätten sie das Siegel brechen, den massive Stein wegrollen und sich mit dem einbalsamierten Leichnam davonmachen müssen – und das alles, ohne eine Spur zu hinterlassen. Also nehmen wir an, sie hätten das erfolgreich bewerkstelligt, um dann vor aller Welt einen neuen religiösen Glauben vorzuführen, der auf ihrem Betrug beruhte. Heute sind viele von uns der Meinung, dass die ersten Jünger davon motiviert waren, Bruderschaft und Liebe unter den Menschen zu verkünden – und Christi Tod und (geistliche oder metaphorische) Auferstehung bildeten den Auslöser zu dieser Botschaft. Wenn man sich aber den Bericht von Lukas wie von Josephus ansieht, ging es um den Streitpunkt, dass die Apostel „das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten”. Diese Thema hat in ihren Schriften den höchsten Vorrang. Beachten wir auch, wie Paulus, ein weiterer Apostel, die Frage der Auferstehung Christi als überaus wichtig erachtet:

„Ich habe euch zuallererst das überliefert, … dass Christus gestorben ist … begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, … dass er dem Kephas (Petrus) erschienen ist, danach den Zwölfen. … Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube! … Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen! … Wenn ich als Mensch in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe, was nützt es mir, wenn die Toten nicht auferweckt werden? — »Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« …” (1. Korinther 15,3-32; um 57 n.Chr.)

Die Jünger stellten deutlich (wenigstens in ihrem Denken) die Bedeutung und das Zeugnis von der Auferstehung Jesu in den Brennpunkt ihrer Botschaft. Aber nehmen wir weiterhin an, dass dies alles vorgetäuscht war – dass diese Jünger in Wahrheit den Leichnam gestohlen hatten, damit sie durch keine Gegenbeweise in ihrer neuen Botschaft aufgehalten werden konnten. Sie hätten zwar vielleicht mit Erfolg die Welt täuschen können, wären sich aber selbst bewusst gewesen, dass ihr Predigen, Schreiben und die von ihnen geschaffenen großen gesellschaftlichen Umwälzungen die Unwahrheit waren. Dennoch gaben sie ihre Leben (buchstäblich) für diese Mission dahin. Warum wohl – falls sie wussten, dass alles auf einem falschen Fundament beruhte? Menschen opfern ihr Leben auf für Anliegen (lohnende wie nicht lohnende), weil sie an ihre Sache, für die sie kämpfen, glauben, oder weil sie sich einen Nutzen davon versprechen. Denken wir nur an die Sebstmordbomber im Nahen Osten. Sicherlich ist dies das größte moderne Beispiel extremer Hingabe an eine Sache – die mit dem eigenen Tod (und dem Tod anderer) endet. Wir mögen sehr wohl gegen ihre Ziele sein; aber unter allen Menschen glauben sie selbst an ihre Sache, für die sie sich aufopfern. Sie gehen genau deshalb bis zum Äußersten, weil sie glauben, dass nach ihrem Opfertod das Paradies auf sie wartet. So falsch dieser Glaube auch ist, sie jedenfalls glauben daran, sonst würden sie nicht auf diese drastische Weise ihr Leben riskieren. Der Unterschied zwischen Selbstmordbombern und den ersten Jüngern liegt darin, dass die Selbstmordbomber nicht in der Lage sind, ihren Glauben faktisch zu belegen, wogegen die Jünger es sehr wohl tun konnten. Hätten sie den Leichnam gestohlen und versteckt, wüssten sie ja besser als alle anderen genau, dass die Auferstehung eine Lüge war. Hören wir von ihren eigenen Lippen, welchen Preis die Jünger für die Verbreitung ihrer Botschaft zahlten – und fragen wir uns dann, ob wir selbst bereit wären, einen so hohen persönlichen Preis für eine Sache zu zahlen, die wir für eine Lüge hielten:

„Wir werden überall bedrängt, … kommen in Verlegenheit, … werden verfolgt, … niedergeworfen, … wenn auch unser äußerer Mensch zugrundegeht, … in viel standhaftem Ausharren, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Unruhen, in Mühen, im Wachen, im Fasten; … als Gezüchtigte, … als Betrübte, … als Arme, … als solche, die nichts haben… Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen; dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten … in Gefahren auf Flüssen, … durch Räuber, … vom eigenen Volk, … von Heiden, … in der Stadt, … in der Wüste, … auf dem Meer, … unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst … in Kälte und Blöße … Wer ist schwach, und ich bin nicht auch schwach?” (2. Korinthians 4. 8– 6,10; 11,24-29)

Je mehr ich über das unverzagte Heldentum in ihrem Leben nachdenke (nicht einer zerbrach am bitteren Ende und “beichtete”), umso unmöglicher finde ich die Meinung, sie hätten der von ihnen verkündeten Botschaft nicht wahrhaftig geglaubt. Wenn sie sie aber glaubten, dann hätten sie gewiss nicht selber den Leib Christi stehlen und verschwinden lassen können. Einer der größten Strafrechtler, der Jurastudenten an der Harvard-Universität lehrte, wie man Schwächen in Zeugenaussagen aufdeckt, hatte in dieser Hinsicht Folgendes zu sagen:

„Die Annalen der militärischen Kriegsführung bieten uns kaum ein solches Beipiel an heroischer Beständigkeit, Geduld und unerschrockener Beherztheit. Sie hatten alle möglichen Motive, den Grund ihres Glaubens sowie die Beweislage der großen Gegebenheiten und Wahrheiten, die sie verfochten, sorgfältig zu überprüfen.” Greenleaf. 1874. An examination of the Testimony of the Four Evangelists by the Rules of Evidence Administered in the Courts of Justice. S. 29

Im Zusammenhang damit sehen wir das Schweigen der Feinde der Jünger – Römer wie Juden. Diese feindseligen Zeugen versuchten gar nicht erst im Ernst, die “wahren” Begebenheiten zu berichten, oder aufzuzeigen, dass die Jünger Unrecht hätten. Wie Dr. Montgomery bemerkte:

„Dies unterstreicht die Zuverlässigkeit der Zeugenaussagen in Bezug auf Christi Auferstehung, wie sie zu der Zeit auch in den Synagogen dargelegt wurde – ungeachtet der Opposition, unter feindseligen Kreuzverhören, die dazu dienen sollten, die ganze Angelegenheit zunichte zu machen … wenn die faktische Sachlage nicht anders gewesen wäre.” Montgomery. 1975. Legal Reasoning and Christian Apologetics. S. 88-89

In diesem kurzen Studium haben wir nicht genug Platz, um auf jeden Aspekt der Frage einzugehen. Dennoch, die standhafte Unerschrockenheit der Jünger und das Schweigen der damaligen gegenerischen Zeugen reden Bände darüber, dass Christus wahrhaftig auferstanden ist und dass es sich lohnt, dies ernsthaft und sorgfältig zu untersuchen. Die Auferstehung ist der Höhepunkt des Evangeliums. Das lässt sich sehr gut anhand des biblischen Kontextes durchdenken und verstehen. Als Anfang dazu eignet sich das Zeichen Abrahams sicher am besten. Obgleich er 2000 Jahre vor Jesus lebte, sind seine Erfahrungen prophetische Voraussagen vom späteren Tod und der Aufstehung Jesu.