Archiv für den Monat: März 2013

-9. Das Zeichen des Passahfestes von Moses

Wir haben uns vorher mit Abrahams Opfer beschäftigt, als er seinen Sohn Isaak opfern sollte, und dieses mit dem Opfer Jesu verglichen und damit auf dem Ort hingewiesen. Etwa 500 Jahre sind seit dem vergangen, und es ist jetzt um 1500 v.C. Nach Abrahams Tod, sind die Nachkommen durch den Sohn Isaak zu dem Volk der Israeliten geworden. Sie sind aber auch Sklaven in Ägypten geworden. Dieses geschah als Joseph, der Urenkel Abrahams, in die Sklaverei nach Ägypten verkauft wurde. Diesem folgte dann die Familie, darüber wird im 1. Mose  45 – 46 berichtet.

Der Auszug aus Ägypten

Wir kommen jetzt zu einem interessanten Drama, das im 2. Mose beschrieben wird.  Moses bekam den Auftrag von Gott, den Pharaoh von Ägypten zu bitten, die Israeliten zu befreien.

Pharao ließ das nicht zu, und so entstand ein Machtkampf zwischen den beiden Männern, der in neun Plagen gegen Pharaoh endete. Noch immer gab Pharaoh nicht die Erlaubnis. die Israeliten zu befreien, Deshalb soll nun die zehnte vernichtende Plage von Gott kommen. Bitte lesen Sie unter dem folgenden link nach; Sie werden dann das Folgende besser verstehen.

Diese 10. Plage, von Gott eingestzt, bedeudete, daß jedes erstgeborene Kind in der Nacht sterben würde, es sei denn, daß die Einwohner des Hauses ein Lamm geschlachtet haben und mit dem Blut des Lammes die Türpfosten bestrichen haben. Pharaoh würde auch einen Sohn und Tronfolger verlieren, wenn er diesem Gebot nicht gehorchte. Jede Familie in Ägypten würde den erstgeborenen Sohn verlieren, wenn sie nicht ein Lamm schlachten würden und mit dem Blut des Lammes die Türpfosten besteichen und zeichnen würden. Also stand Ägypten vor einer großen Krise.

Aber in den Häusern, in denen ein Lamm geschlachtet wurde und das Blut des Lammes an den Türpfosten war, in solchen Häusern waren die Bewohner sicher. Der Tod würde vorübergehen.

 Wem gilt dieses Zeichen?

 Viele, die mit dieser Geschichte bekannt sind, sind der Meinung, daß das Blut an den Türpfosten für den Todesengel bestimmt war. Doch bemerken Sie dieses Detail:

„Der Herr sprach zu Moses……“Ich bin der Herr. Das Blut aber an euren Häusern, darin ihr euch befindet, soll für euch ein Schutzzeichen sein. Wenn ich dies Blut sehe, dann gehe ich an euch vorüber. “ (2. Mose 12; 13)

Obwohl der Herr nach dem Blut an der Tür suchte, und an dem Haus vorüber gehen würde, wenn er es sah, so war es doch nicht ein Zeichen für ihn. Es steht ganz klar, daß es ein „Schutzzeichen für euch“ ist. d.h. für die Menschen. Also für uns alle, die wir diesen Bericht lesen.

Doch wie sollen wir das verstehen? Nach diesem Ereignis befahl der Herr; „Ihr sollt  dieses Gebot  als eine feste Ordnung für euch und eure Kinder…… wenn ihr in das Land kommt, …..

Diesen heiligen Brauch stets beobachten. …..Es ist das Passahopfer für den Herrn ( 2. Mose 12, 24 – 27)

Der bemerkenswerte Kalender für Passah

Am Anfang dieses Abschnittes sehen wir den Anfang des Jüdischen Kalenders.

„Darauf gebot der Herr dem Mose und Aaron  im Lande Ägypten folgendes: Dieser Monat soll für euch der erse Monat sein. Von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen“. (2.Mose 12:1-2)

Also ist es den Israeliten geboten, das Passahfest jedes Jahr an demselben Tag zu feiern. Da der jüdische Kalender etwas anders als der des Westens ist, fällt das Passahfest nicht immer auf denselben Tag nach dem westlichen Kalender.

dead sheep

Bis auf den heutigen Tag – nach 3500 Jahren – wird das Passahfest jedes Jahr an demselben Tag in dem jüdischen Kalender gefeiert wie es damals geboten wurde

Nach diesem gegenwärtigen Brauch feiern die Juden das Passahfest als Erinnerung an das erste Passahfest vor 3500 Jahren.

Wenn wir diese Feier durch die Jahrtausende verfolgen, stellen wir etwas ganz Außergewöhnliches fest. In dem Evangellium lesen wir die Einzelheiten über die Verhaftung und den Prozess Jesu.

„Nun führten sie Jesus….zu dem Palast des römischen Statthalters (Pilatus). Die Juden allerdings betraten den Palast nicht, sie wollten sich nicht verunreinigen sondern (mit gutem Gewissen) das Passahfest feiern können. Pilatus kam zu ihnen (den jüdischen Anführern) und sagte: „..aber es ist ja ein Brauch bei euch, daß ich euch zum Passahfest einen Gefangenen freigebe. Wollt ihr den König der Juden haben?“ Sie schrieen ihm entgegen: „nein, nicht diesen…“  (Joh. 18; 28, 39 – 40)

Der Zusammenhang zwischen der Kreuzigung Jesu und dem Passahfest ist in den  Schriften des Talmud bestätigt. Das sind feindliche Zeugen und haben also keinen Nutzen von dem Übereinstimmen mit den Schriften der Evangelien, sondern sie bestätigen daß

„Jesus am Abend vor dem Passahfest gehängt wurde“ (Sanhedrin 43a, Babylonian Talmud, Jesus and Christian Origins outside the New Testament, F. F. Bruce, Seite 56. 1974 215 Seiten).

Mit anderen Worten gesagt: Jesus wurde verhaftet und hingerichtet an dem Tag des Passahfestes nach dem jüdischen Kalender – dem Tag, an dem die Juden ein Lamm schlachten sollten zur Erinnerung an die Lämmer, die 1500 v.C. so viele vor dem Tod beschützte.

Wenn wir jetzt an den Artikel „Die Zeichen von Abrahams Opfer“ denken, können wir uns erinnern, daß ein Titel Jesu wie folgt war: „Tags darauf sieht er (Johannes, der Täufer) Jesus zu sich kommen. Da sagte er: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegträgt!“ (Joh. 1;29)

Und hier sehen wir das Drama dieses Zeichens. Jesus, das „Lamm Gottes“ wurde an demselben Tag gekreuzigt (d.h. geopfert), an dem alle damals lebenden Juden ein Lamm zur Erinnerung an das erste Passahfest zu schlachten hatten; dieses Fest wurde der Anfang deren Kalenders.

Nun verstehen wir, wie die zwei Feiertage jedes Jahr um die gleiche Zeit gefeiert werden., – eine Parallele, die sehr wenige von uns bemerkt haben und noch weniger Menschen die Frage stellen:

„Wie kommt es, daß… ?“  Das jüdische Passahfest wird um die gleiche Zeit gefeiert wie das Fest der Ostern (es handelt sich normalerweise Jahr um dieselbe Woche, aber nicht immer denselben Tag.  In einigen Jahren wegen des jüdischen Sprung Monats-Zyklus können sie einen Monat auseinander  Der Karfreitag wurde als der Freitag vor Ostern bestimmt, während das jüdische Passahfest immer am 14. des Monats Nisan ist. Aus diesem  Grund kann es sich normalerweise um ein paar Tage handeln, daß das Passahfest und Ostern mal nicht zusammenfallen). Aus diesem Grund ist Ostern jedes Jahr an einem anderen Tag, weil es mit dem Passahfest zusammenfällt, und das Passahfes wird nach dem jüdischen ˚alender bestimmt, der ewas anders ist als der Gregorianische.

 Zeichen, Zeichen, überall sind Zeichen

Signs

Zeichen sind Hinweise für unseren Verstand, daß wir uns mit gewissen Dingen beschäftigen sollen, die uns die Hinweise zeigen

 Gehen wir nun zurück zu dem ersen Passahfest zu Moses Zeiten, als das Blut ein Zeichen war, nicht für Gott, sondern für die Menschen.  Nun wollen wir kurz darüber nachdenken was Zeichen bedeuten:
Wenn wir das Zeichen des Totenkopfes sehen, denken wir an den Tod und Gefahren. Das Zeichen der goldenen Bogen erinnert uns an McDonalds. Das Zeichen „P“  an dem Stirnband des Tennisspielers Nadal ist das Zeichen für Nike. Nike will, daß wir an diese Firma denken, wenn wir das Zeichen an Nadal sehen. Mit anderen Worten gesagt: Zeichen sollen unser Denken nicht auf das Zeichen selbst sondern auf etwas anderes lenken.

In der Geschichte vom ersten Passahfest steht ausdrücklich, daß das ein Zeichen für die Menschen war, nicht für Gott, – aber es ist von ihm eingesetzt worden.  Wie es also mit so vielen Zeichen ist: woran sollte unser Verstand denken, wenn wir diese Zeichen sehen? Es ist ein bemerkenswerter Zeitpunkt, zu dem die Lämmer geschlachtet werden sollten und Jesus, der den Titel „Lamm Gottes“ schon hatte,  an demselben Tag geopfert werden sollte. Es muß ein Zeichen sein, das auf den kommenden Opfertod  Jesu weist.

Wie das funktioniert habe ich in dem Diagram aufgezeichnet.

Rag thinking

Das Passahfest ist ein Zeichen, das durch die bemerkenswerte Zeitbestimmung des Passahfestes und Jesu Kreuzigung auf Jesus hinweist

Dieses Zeichen hat mich auf Jesu Tod hingewiesen. Bei dem ersten Passahfest wurden Lämmer geopfert und deren Blut vergossen, damit die Menschen leben konnten. Folglich, da dieses Zeichen auf Jesus weist, sehe ich es so, daß er, „das Lamm Gottes“, auch dem Tod übergeben wurde und sein Blut vergossen wurde, damit ich lebe.

Wir sprachen über Abrahams Zeichen, als ein Widder in Morija gestorben ist damit Isaac leben konnte. In derselben Gegend wurde Jesus später geopfert. Nun sehen wir die Verbindung seines Todes und dem Passahfest. Hier stellen wir fest, daß das Passahfest auf dasselbe Geschehnis hinweist, aber ein anderes Zeichen gebraucht wird, in dem derselbe Tag im Kalender festgesetzt ist – ein Kalender, der mit diesem Geschehnis angefangen hat.

Und wieder wird ein Lamm geopfert. Das zeigt uns, daß es nicht ein bloßer Zufall war, daß Jesus an demselben Tag und an derselben Stelle geopfert wurde.

Durch zwei verschiedene Möglichkeiten (durch den Ort und durch die Zeitbestimmung) weisen zwei der wichtigsten Geschehnisse im Alten Testament direct auf Jesu Tod.

Ich kann mich an keine andere Person in der Geschichte erinnern, deren Tod (oder wichtige Errungenschaft) durch zwei Parallele in einer so dramatischen Art seine Schatten vorausgeworfen hat. Wüssten Sie einen solchen Menschen?

Zusammengefaßt:  diese Voraussicht sollte uns ein Signal sein, daß es einen annehmbaren        Grund gibt zu überlegen, ob Jesus der Eckstein eines Göttlichen Planes war,  als Sklaven in ssen wire Fragen eine Antwort zu bekommenbedeuted es fGrund mu, daß es einen         Grund gibt, zu Ägypten  ihren neuen Kalender gegründet haben, als das Blut eines Lammes an deren Türen gestrichen wurde.

Doch aus welchem Grund hat Gott diese Zeichen angekündigt und die Kreuzigung vorausgesagt?

Weshalb ist dieses Geschehnis so wichtig? Aus welchem Grund müssen in der Welt solche blutigen Opfer gebracht werden? Und was bedeutet es für Sie? Um auf diese Fragen eine Antwort zu bekommen, müssen wir an den Anfang der Bibel gehen, um zu verstehen, was seit Anfang der Zeit geschehen ist. Wir beginnen diese Reise in unserem nächsten Artikel.

Gab es einen Adam? – Das Zeugnis der alten Chinesen

Die Bibel ist ein bemerkenswertes Buch. Um nur eine Sache zu nennen: sie beansprucht, göttlich inspiriert zu sein und somit Gottes Wirken in ihrer gesamten Geschichte präzise aufgezeichnet zu haben. Nachdem ich mich lange Zeit mit dem Problem beschäftigt hatte, stellte ich insbesondere diesen Anspruch in Bezug auf die ersten Kapitel des ersten Bibelbuchs – Genesis oder 1. Mose – in Frage.  Da steht der Bericht über Adam und Eva, das Paradies, die verbotene Frucht, einen Versucher, gefolgt von Berichten über Noah, wie er eine weltweite Flut überlebte. Wie so viele andere Menschen von heute, tat ich diese Geschichten als bloße dichterische Metaphern ab, die auf andere Ereignisse hinwiesen. Schließlich hatten doch die „erwiesenen Tasachen” der Wissenschaft den Beweis erbracht, dass die Genesisberichte einfach nicht so geschehen sein konnten, wie es in den biblischen Berichten zu lesen stand.

Beim näheren Hinsehen aber erkannte ich, dass es nicht so einfach war, wie ich ursprünglich gedacht hatte. Ich lernte, dass die wissenschaftlich „erwiesenen Tatsachen” gar keine Tatsachen sind, sondern lediglich Interpretationen, die auf kontroversen Annahmen beruhen.Und dann entdeckte ich Hinweise aus verschiedenen Quellen, die nachdrücklich darauf schließen lassen, dass die Genesisberichte doch Tatsachenberichte sein könnten.

Eine der interessantesten Entdeckungen befindet sich in der chinesischen Kalligrafie. Um die Bedeutung dieser Entdeckungen überhaupt zu begreifen, musste ich zuerst etwas über den Hintergrund des Chinesischen lernen. Chinesische Schriftzeichen stammen aus den Anfängen der chinesischen Zivilisation vor ungefähr 4.200 Jahren. Das heißt, dass die chinesische Schrift zirka 700 Jahre vor der Zeit entwickelt wurde, als Mose das 1. Buch Mose zusammenstellte (ca. 1,500 v.Chr.). Man erkennt chinesische Kalligrafie wohl sofort an ihrem Aussehen. Was viele von uns jedoch nicht wissen, ist die Tatsache, dass die Ideogramme oder andere Bildzeichen der chinesischen „Wörter” aus einfacheren Bildzeichen namens „Radikale” zusammengesetzt sind. In ähnlicher Weise werden so auch im Deutschen Wortzusammensetzungen (Komposita) erstellt, indem man, z.B., „Feuer” und „Wehr” zu dem Kompositum „Feuerwehr” verbindet. Chinesische Kalligrafie hat sich über Tausende von Jahren kaum verändert. Das wissen wir von antiken Töpferwaren und Artefakten aus Bein. Erst im 20. Jahrhundert, mit der Machtübernahme durch die kommunistische Partei, wurden die Schriftzeichen vereinfacht.

Nehmen wir, z.B., das chinesische Ideogramm für den abstrakten Begriff “(der, die, das) Erste”.  Wir sehen es hier:

   (der, die, das) Erste        lebendigStaub          Mann, Mensch          (oder: erst-) (oder: er)

(der, die, das) Erste             =                    lebendig         +            Staub        +             Mann, Mensch
   (oder: erst-)                                                                                                                           (oder: er)

Dies Ideogramm ist eigentlich ein Kompositum aus einfacheren Radikalen, wie hier illustriert.  Man sieht, wie alle Radikale im Ideogramm „erst-” kombiniert sind. Die Bedeutung eines jeden Radikals ist ebenfalls ersichtlich. Das heißt demnach, dass vor langer Zeit (vor ungefähr 4.000 Jahren), als die ersten chinesischen Schriftgelehrten die chinesische Kalligrafie entwickelten, der Begriff „(der, die, das) Erste (oder: erst-)” von ihnen mit den Radikalen „lebendig” + „Staub” + „Mann (oder: er)” gebildet wurde. Aber warum? Welche innewohnende Beziehung besteht denn zwischen „Staub” und „erst-”? Doch wohl kaum eine. Wenn man jedoch den biblischen Schöpfungsbericht parallel dazu in Betracht zieht, fällt einem die Beziehung gleich auf:

„Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele” (1. Mose 2:7).

Der „erste” Mensch (Adam) wurde aus Staub zu einer lebendigen Seele gemacht! Woher aber wussten die alten Chinesen um diese Beziehung 700 Jahre vor der Niederschrift der Genesis? Beachten wir Folgendes:

       Staub    +    Odem (Mundatem)   +     lebendig =    reden, sprechen

Staub            +           Odem (Mundatem)           +              lebendig               =             reden, sprechen

Die Radikalen für „Staub” + „Atem (des Mundes)” + „lebendig” wurden zu dem Ideogramm für “reden (oder: sprechen)” kombiniert. Aber „reden” selbst, kombiniert mit „gehen”, ergibt „(er)schaffen”.

    reden        +      gehen      =     (er)schaffen

reden                      +                        gehen                        =                        (er)schaffen

Was wäre aber die innewohnende Beziehung zwischen „Staub”, „Atem” (oder „Odem”), „lebendig“, „gehen” und „(er)schaffen”, die die alten Chinesen dazu veranlasste, diese Konstruktion zu benutzen?  Hier haben wir ebenfalls eine auffallende Parallele zu 1. Mose 2,7, wie oben zitiert.

Diese Parallele wird fortgeführt. Beachten wir, wie der Begriff „Teufel” aus „Mann, der heimlich im Garten existiert (lebt)” gebildet wurde. Worin besteht die innewohnende Beziehung zwischen Garten und Teufel? Es gibt überhaupt keine.

(ins)geheim +        Mann       +    Garten          +    [lebendig]    =      Teufel

(ins)geheim    +               Garten             +            Mann           +    [lebendig]               =           Teufel

Darüber hinaus kombinierten die alten Chinesen dann den Begriff für „Versucher” aus den Wörtern für „Teufel” und „zwei Bäume”!

 Teufel     + (2) Bäume + verdecken =  Versucher

Teufel               +            (2) Bäume               +                 verdecken                =              Versucher

Somit ist der „Teufel” der unter „zwei Bäumen” verdeckte „Versucher (oder: Verführer)”. Wenn es an mir läge, eine innere Vebindung zu „Versuchung” herzustellen, würde ich es auf eine verführerische Frau oder ein verführerisches Laster beziehen. Warum aber zwei Bäume? Was haben „Garten” und „Bäume” mit „Teufel” und „Versucher (Verführer)” zu tun? Vergleichen wir dazu den Genesisbericht:

Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden, im Osten, und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte. Und Gott der Herr ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1. Mose 2,8-9)

Aber die Schlange war listiger … und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, …? (1. Mose 3,1)

„Begehren” wird wiederum mit einer „Frau” und „zwei Bäume” in Verbindung gebracht. Warum nicht „begehren” in sexuelle Beziehung zur „Frau” bringen? Das wäre doch eine natürliche Folgerung. Die Chinesen jedoch sahen es anders:

    (2) Bäume           +                 Frau                  =           begehren

begehren                    =                         (2) Bäume                              +                          Frau

Auch diese Beziehung zwischen „begehren”, „zwei Bäume” und „Frau” finden wir im Genesisbericht:

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, … (1. Mose 3,6)

    (großes) Boot

(großes) Boot

Kommen wir nun zu einer weiteren bemerkenswerten Parallele. Das chinesische Ideogramm für „großes Boot (oder: Schiff)” sieht wie folgt aus:

Die Radikalen, aus denen dieses Ideogramm besteht, sehen wir hier:

    (großes) Boot     =            acht     +          Mund oder Person    +   Boot

(großes) Boot               =                  acht              +               Mund oder Person     +        Boot

Es sind demnach „acht” „Personen” in einem großen „Boot”. Wenn ich ein großes Boot darstellen sollte, wieso dann nicht ein Schiff mit 3000 Menschen an Bord? Warum acht? Interessanterweise befinden sich, dem biblischen Bericht nach, acht Personen in Noahs Arche (Noah, seine drei Söhne und die jeweiligen Ehefrauen).

Die Parallelen zwischen den ersten Genesiskapiteln und der chinesischen Kalligrafie sind beachtlich. Man sollte sogar meinen, die Chinesen hätten das 1. Buch Mose gelesen und Ideen daraus entliehen. Doch der Ursprung ihrer Schriftsprache ist um 700 Jahre vor Mose zu datieren. Zudem liegen China und der Nahe Osten ziemlich weit von einander entfernt. Zufall? Mag sein. Aber wie kommt es zu so vielen „zufälligen” Übereinstimmungen? Und warum gibt es keine solchen Parallelen zwischen dem Chinesischen und den späteren Geschichten von Abraham, Isaak und Jakob?

Wie aber, wenn das erste Buch Mose tatsächliche historische Ereignisse aufzeichnet, einschließlich der ersten Genesiskapitel? Dann entstammen die Chinesen – als Volks- und Sprachgruppe – dem Völkergemisch von Babel (1. Mose 11), wie alle anderen Sprach- und Volksgruppen der Antike. Der Babelbericht beschreibt, wie die Sprache der Nachkommen der Sintflutüberlebenden von Gott verwirrt wurde, so dass sie einander nicht mehr verstehen konnten. Die Folge davon war die Völkerwanderung aus dem so genannten „fruchtbaren Halbmond” (im Norden der arabischen Halbinsel) und begrenzte die Mischehen auf die eigene Sprach- und Volksgruppe. Daraus erklärt sich der Ursprung der verschiedenen Menschenrassen. Die Chinesen waren demnach eine der Volksgruppen, die von Babal aus zerstreut wurden; und zur Zeit der Entstehung ihrer Kalligrafie waren die Schöpfungs- und Sintflutberichte für sie noch neuere Geschichte, an die sie sich gut erinnern konnten. Schriftzeichen für abstrakte Begriffe  wie „begehren”, „Versucher” usw. wurden somit den geschichtlichen Berichten entnommen, die ihnen gut verständlich waren. Ähnliches gilt für die Entstehung von beschriebenen Wörtern wie „großes Boot” – den Beschreibungen in Berichten gemäß, an die sie sich erinnerten. Somit befinden sich die Schöpfungs- und Sintflutberichte vom Anbruch ihrer Zivilisation her in ihrer Sprache eingebettet. Im Laufe der Jahrhunderte vergaßen sie den ursprünglichen Grund, wie das so oft der Fall ist. Wenn dies allerdings als Grund zustrifft, dann beruhen die Genesisberichte auf tatsächlichen Geschichtsereignissen anstatt auf bloßen dichterischen Sinnbildern.

Die Chinesen hatten zudem eine der vielleicht ältesten zeremoniellen Traditionen, die jemals auf der Welt befolgt wurden. Von Anbeginn der chinesischen Zivilisation (um 2200 v.Chr.) opferte der chinesische Kaiser am Tag der Wintersonnenwende dem Gott Shang-ti (dem „Kaiser des Himmels”, d.h. dem höchsten Gott) jeweils einen Bullen. Dieses Ritual wurde durch alle Dynastien der chinesichen Zivilisation hindurch eingehalten. In der Tat wurde es erst vor etwas über 100 Jahren, also 1911, abgeschafft, als General Sun Yat-sen den letzten Kaiser der Qing-Dynastie stürzte und in China die Republik errichtete. Diese Zeremonie wurde alljährlich im „Himmelstempel” abgehalten, der heute eine der meistbesuchten Touristenattraktionen in Peking ist. Somit wurde über 4.000 Jahr hinweg von den Chinesen dem „himmlischen Kaiser” jedes Jahr jeweils ein Bulle geopfert. Aber warum? Konfuzius (551-479 v.Chr.) stellte auch eben diese Frage. Er sagte:

„Wer die zeremoniellen Opferungen an Himmel und Erde verstehen kann… wird das Regieren über ein Reich ebenso leicht finden wie einen Blick auf seine Handfläche!”

Mit anderen Worten, Konfuzius sagte, dass jeder, der dieses Geheimnis lüften könnte, auch weise genug wäre, über ein Kaiserreich zu herrschen. Seit Beginn des Grenzopfers (wie es genannt wurde; d.h ca. 2200 v.Chr.) bis zur Zeit des Konfuzius (ca. 500 v.Chr.) verlor sich jedoch die Bedeutung des Opfers für die Chinesen – obgleich sie die Tradition noch weitere 2400 Jahre bis 1911 n.Chr. aufrecht erhielten.

Vielleicht, wenn die unter der Konstruktion der Kalligrafie verborgene Bedeutung nicht in Vergessenheit geraten wäre, hätte Konfuzius die Antwort auf seine Frage finden können. Betrachten wir in dieser Hinsicht die Radikalen in der Zusammensetzung des Begriffs für „Gerechtigkeit”:

          Hand         +        Lanze            =          mir             +           Schaf         =Gerechtigkeit                                                               (ich, mich, meiner)

Hand      +         Lanze            =         mir            +            Schaf         =                 Gerechtigkeit
                                              (ich, mich, meiner)

 

Gerechtigkeit ist zusammengesetz aus „Schaf” über „mir”; wobei „mir” ein Kompositum aus „Hand” und „Lanze” bzw. „Dolch” oder „Schlachtmesser” ist.  Das vermittelt den Gedanken, dass meine Hand ein Lamm tötet, woraus sich Gerechtigkeit (für mich) ergibt: Das Opfer oder der Tod des Lammes an meiner Statt verschafft mir Gerechtigkeit.

Beim Lesen der Genesis fällt einem auf, dass Tieropfer bereits lange Zeit vor Einsetzung des jüdischen Opfersystems erfolgten. So bringen z.B. Abel (Adams Sohn) und Noah Opfer dar (1. Mose 4,4 und 8,20).  Es scheint als hätten alle Menschen die Vorstellung, dass Tieropfer dem Verständnis dienten, dass ein stellvertretender Tod zur Erlangung der Gerechtkeit notwendig ist. Einer der bekanntesten Titel Jesu war „Lamm Gottes” (Johannes 1,29). Sein Tod war das wirkliche Opfer, das uns Gerechtigkeit verschafft – wovon die Tieropfer, einschließIlich der chinesischen Grenzopfer der Antike, nur ein Bild waren. Interessanterweise hatten die alten Chinesen anfangs dieses Verständnis, das sie dann aber zur Zeit des Konfuzius verloren hatten.

Bei meinen Nachforschungen erkannte ich dies deutlich als einen Hinweis darauf, dass die Genesisberichte nicht nur historisch belegt sind, sondern dass der Opfertod Jesu zu unserer Gerechtkeit bereits seit der Dämmerung der menschlichen Zivilisation als solcher verstanden wurde. Jesu Leben, Tod und Auferstehung waren das Vorhaben Gottes, das uns in Zeichen im voraus offenart wurde, damit wir von Anbeginn der Zeit diese Erkenntnis haben sollten.

Dies geht uns natürlich gegen den instinktiven Strich. Beim Gespräch mit Menschen jeglichen religiösen und kulturellen Hintergunds fällt mir immer wieder auf, dass wir in Bezug auf Gerechtigkeit entweder an Gottes Barmherzigkeit oder an eigene Werke denken. Mit anderen Worten, viele sind der Meinung, dass Sündenschuld nicht bezahlt zu werden braucht. Bei vielen von uns herrscht die Vorstellung, dass Gottes Gerechtigkeit – die Bezahlung oder Vergeltung fordert – durch Gottes Barmherzigkleit zuifrieden gestellt wird. Viele andere Menschen sind der Meinung, dass eine gewisse „Entgeltung” zwar notwendig sei, die wir jedoch selber durch Gutestun bewerkstelligen können. So versuchen wir, gut oder religiös zu sein und hoffen, dass sich das irgendwie auszahlt. Das steht jedoch im Gegensatz zur Evangeliusmbotschaft, in der es heißt:

Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, …  nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. (Römer 3,21-22)

Und warum kann uns diese Gerchtigkeit durch den Tod und die Auferstehung Jesu zugerechnet werden? Weil sie Gottes Forderung nach Bezahlung oder Vergeltung der Sünde befriedigt. Vielleicht waren sich die Menschen der Antike dieser Wahrheit bewusst, die wir heute – gleichwie sie damals – so leicht aus den Augen verlieren. Lassen Sie uns auf dieser Internetseite erforschen und untersuchen, was die Chinesen vergessen haben.

Quellenangaben

The Discovery of Genesis.  C.H. Kang & Ethel Nelson.  1979

Genesis and the Mystery Confucius Couldn’t Solve.  Ethel Nelson & Richard Broadberry. 1994

Sämtliche Bibelstellen sind der Schlachter-Übersetzung 2000 entnommen.

Die Auferstehung – Boulevardpresse oder Geschichte?

Als Kind hörte ich viele “wundersame” Geschichten über unsere religiösen Feiertage. Man erzählte mir von einem vergnügten, pausbackigen Mann im roten Anzug, der am Nordpol lebt, mit Rentieren um die Welt fliegt und durch Schornsteine in die Häuser klettert, um artigen Kindern Weihnachtsgeschenke zu bringen. Auch hörte ich vom Osterhasen, der denselben guten Kindern zu Ostern Eeier und Schokolade schenkt. Mit zunehmendem Alter erkannte ich, dass diese Geschichten zwar niedlich, aber nicht wahr sind. Ich konnte lächelnd auf sie als Märchen zurückblicken, ihnen aber auch entwachsen.

Doch es gab auch andere „Geschichten” über die religiösen Feiertage. Diese Geschichten handelten von Hirten, denen Engel erschienen, von Weisen, die einem Stern folgten, von einem Kind in der Krippe – Geschichten, die der Weihnachtsfeier zu Grunde liegen. Am dramatischsten war wohl die Geschichte über den Tod Jesu am Kreuz und wie er drei Tage später wieder lebendig wurde – Geschichten, die die Grundlage für Ostern bilden.

Diese zweite Sammlung von Geschichten klingt fast so märchenhaft wie die erste. Die Frage, die sich mir stellte, als ich älter wurde und erkannte, dass die ersteren Geschichten nicht „wirklich” wahr waren, lautete: „Wie kann ich denn wissen, ob die zweite Geschichtensammlung wirklich wahr ist?” Sind denn nicht beide Sammlungen mit religösen Feiertagen verbunden und bringen uns ins Wundern – und sind nicht beide gleichermaßen „unglaublich”?! Das trifft doch besonders auf die Ostergeschichte zu, in der es heißt, dass Jesus drei Tage nach seinem Tod leiblich auferstanden ist. Dies ist wahrscheinlich die verwegenste aller religiösen Geschichten, vielleicht am besten für die Boulevardpresse geeignet: „Ein Toter kehrt ins Leben zurück!” Sollte das wahr sein? Oder sogar glaubhaft? Gab es irgendwelche vernünftigen Beweise, die diese Geschichte untermauerten?

Dise Fragen mögen sehr wohl schwer zu beantworten sein. Trotzdem lohnt es sich, darüber ersnthaft nachzudenken, da sie unser eigenes Leben direkt betreffen. Letztendlich sterben ja sogar die Gescheitesten, Stärksten, Mächtigsten und Berühmtesten von uns; und dasselbe gilt ja für Sie und mich. Wenn jemand den Tod besiegt hat, so hat das doch Auswirkungen, die unser Interesse erwecken sollten. An dieser Stelle möchte ich gern mitteilen, was ich beim Studieren und Durchdenken dieser Frage entdeckt habe.

Jesu historischer Hintergrund – in außerbiblischer Sicht

Diese Frage lässt sich vielleicht am besten beantworten, wenn man alle möglichen Alternativen untersucht, um zu sehen, welche am sinnvollsten ist – ohne ein „Glaubensvorurteil” in Bezug auf übernatürliche Erklärungen zu fällen. Die Tatsache, dass Jesu Leben und öffentliches Sterben den Lauf der Geschichte verändert hat, steht absolut fest. Man muss zu dieser Feststellung nicht erst zur Bibel greifen. Es gibt mehrere Hinweise auf Jesus und seinen Einfluss auf die Welt seiner Zeit in der Profangeschichte. Schauen wir uns zwei davon an. Der römische Senator-Historiker Tacitus gab einen faszinierenden Hinsweis auf Jesus, als er beschrieb, wie Nero Christen des ersten Jahrhunderts (um 65 n. Chr.) als Sündenböcke für den Brand Roms zu Märtyrern machte. Im Jahre 112 n.Chr. schrieb Tacitus:

„Nero … verhängte über diejenigen, die wegen ihrer Schandtaten allgemein verhasst und Christen genannt wurden, die ausgesuchtesten Strafen. Christus, der Begründer dieses Namens, war von Pontius Pilatus, dem Prokurator der Juden in der Regierungszeit des Tiberius, hingerichtet worden; aber der verwerfliche Aberglaube, der zwar eine Zeit lang im Zaum gehalten wurde, brach wieder hervor, nicht nur durch ganz Judäa, wo dieser Unfug herstammte, sondern auch durch ganz Rom” (Tacitus. Annales XV,44).

Das Interessante an dieser Aussage ist, dass Tacitus Folgendes über Jesus Christus bestätigt: 1.) Er war eine historische Person. 2.) Er wurde unter Pontius Pilatus hingerichtet. Und 3.) Um 65 n.Chr. (zur Zeit Neros) hatte sich der christliche Glaube über den Mittelmeerraum von Judäa nach Rom so intensiv verbreitet, dass der römische Kaiser sich veranlasst sah, damit aufzuräumen. Beachten wir auch, dass Cornelius Tacitus diese Dinge als gegnerischer Zeuge berichtet, da er die von Jesus begründete Bewegung als “verwerflichen Aberglauben” bezeichnete.

Josephus war ein jüdischer Militärkommandeur und Historiker, der für eine römische Leserschaft schrieb. In seinen Schriften fasst er die jüdische Geschichte von ihren Anfängen bis zu seiner Zeit zusammen. Die Zeit und den Lebenslauf Jesu beschreibt er (um 90 n.Chr.) mit folgenden Worten:

„Zu dieser Zeit lebte ein weiser Mensch … Jesus … gut und … tugendhaft. Und viele Menschen aus den Juden und den anderen Volksgruppen wurden seine Jünger. Obschon Pilatus ihn zum Tode durch Kreuzigung verurteilte, gaben dennoch jene, die seine Jünger geworden waren, seine Jüngerschaft nicht auf. Sie berichteten, dass Er ihnen drei Tage nach Seiner Kreuzigung lebendig erschienen sei.” ((Jüdische Altertümer XVIII 3,3; §63f.)

Aus diesen Rückblicken in die Vergangenheit wird ersichtlich, dass der Tod Christi eine allgemein bekannte Begebenheit war und dass die Frage seiner Auferstehung der römischen Welt durch seine Jünger quasi aufgezwungen wurde.

Jesu historischer Hintergrund – in biblischer Sicht

Lukas, ein Arzt und Historiker, legt uns im Einzelnen dar, wie sein Glaube sich in der Welt der Antike ausbreitete. Hier ein Auszug aus seiner Apostelgeschichte:

“(Da) kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels … auf [Petrus und Johannes] zu. Sie waren aufgebracht darüber, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten. Und sie legten Hand an sie und brachten sie ins Gefängnis … Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich; … Was sollen wir mit diesen Menschen tun?” (Apg. 4,1-16; um 63 n.Chr.)

“… der Hohepriester und sein ganzer Anhang … legten ihre Hände an die Apostel und brachten sie in öffentlichen Gewahrsam. … sie [waren] tief getroffen und fassten den Beschluss, sie umzubringen. … riefen die Apostel herbei und gaben ihnen Schläge und verboten ihnen, in dem Namen Jesu zu reden, und entließen sie” (Apg. 5,17-40)

Dieser Bericht macht deutlich, dass die Zivilbehörden sich alle Mühe gaben, diesen “verwerflichen Aberglauben” (wie Tacitus das Christentum nannte) auszumerzen. Beachten wir zudem, dass diese Ereignisse sich in Jerusalem zutrugen – in derselben Stadt, in der Jesus erst einige Wochen zuvor öffentlich hingerichtet und begraben worden war.

Konnte der Leichnam Jesu noch im Grab liegen?

Nachdem wir die entsprechenden historischen Angaben untersucht haben, können wir uns nun auch mit den möglichen Erklärungen zu der geltend gemachten Auferstehung Jesu Christi beschäftigen. Zunächst stellen wir fest, dass wir zwei (und nur zwei) mögliche Alternativen in Bezug auf den Leichnam Jesu haben: Entweder war das Grab leer an jenem Ostermorgen oder es enthielt seinen Leichnam noch. Dies sind die einzigen beiden Alternativen – es gibt keine anderen Möglichkeiten.

Nehmen wir an, sein Leib sei noch im Grab gewesen. Wenn wir über die Entwicklung der geschichtlich belegten Ereignisse nachdenken, sehen wir uns sofort mit Schwierigkeiten konfrontiert. Warum wohl mustten sich die römischen und jüdischen Führer in Jerusalem so extrem viel Mühe machen, mit den Übertreibungen einer angeblichen Auferstehung aufzuräumen, wenn doch der Leichnam noch im Grab lag – nur wenige Minuten zu Fuß von der Stelle entfernt, an der die Jünger öffentlich seine Auferstehung verkündeten? Wenn ich einer dieser Führer gewesen wäre, hätte ich gewartet, bis die Jünger den Höhepunkt ihrer Ausführungen zur Auferstehung erreicht hätten, um dann öffentlich den Leichnam Jesu zur Schau zu stellen. Ich hätte diese Bewegung in den Kinderschuhen diskreditiert, ohne ihre Anhänger ins Gefängnis zu stecken, sie zu foltern und schließlich zu Märtyrern zu machen! Und bedenken wir zudem – Tausende bekehrten sich zu dieser Zeit in Jerusalem zum Glauben an die leibliche Auferstehung Jesu. Wäre ich einer von der Menschenmenge gewesen – hätte ich Petrus zugehört, das Gesagte überlegt und mich gewundert, ob ich dieser unerhörten Botschaft Glauben schenken sollte (denn schließlich war ein solcher Glaube ja mit Verfolgung verbunden), so hätte ich wenigstens meine Mittagspause dazu benutzt, um selber nachzusehen, ob der Leichnam noch vorhanden war. Falls der Leib Christi noch im Grab gewesen wäre, hätte diese Bewegung in einem so feindseligen Umfeld und mit so belastenden Gegenbeweisen gar keine Anhänger gewinnen können. Somit blieben nichts als absurde Umstände, wenn der Leib Jesu noch im Grab gelegen hätte. Diese Alternative kann also nicht ernsthaft in Betracht kommen.

Hatten die Jünger den Leichnam gestohlen?

Doch das eben Erwähnte beweist noch keine Auferstehung – es gibt andere gute Erklärungen für ein leeres Grab, auch ohne Auferstehung. Dennoch muss jede Erklärung für den fehlenden Leichnam die gegebene Situation mit einbeziehen: das römische Siegel am Grab, die römische Grabwache, den großen (1-2 Tonnen schwere) Grabstein vor dem Eingang zum Grab, sowie die 40 kg an Balsamiermitteln für den Leichnam. Die Liste geht weiter. Es gibt nicht genug Platz für alle Faktoren und Szenarien, die für einen abwesenden Leichnam in Frage kommen. Aber die am meisten vorgebrachte Erklärung war schon immer, dass die Jünger selbst den Leib aus dem Grab gestohlen hätten, um ihn irgendwo zu verbergen und die Menschen in die Irre zu führen.

Nehmen wir an, dieses Szenario trifft zu; wobei wir – um des Arguments willen – einige Schwierigkeiten bei der Erklärung außer Acht lassen, wie denn z.B. die entmutigte Jüngerschar, die nach der Gefangennahme Jesu um ihr Leben geflohen war, sich wieder zusammenfinden und einen Plan zum Leichenraub aushecken konnte, der sogar die römische Wache überlistete. Dann hätten sie das Siegel brechen, den massive Stein wegrollen und sich mit dem einbalsamierten Leichnam davonmachen müssen – und das alles, ohne eine Spur zu hinterlassen. Also nehmen wir an, sie hätten das erfolgreich bewerkstelligt, um dann vor aller Welt einen neuen religiösen Glauben vorzuführen, der auf ihrem Betrug beruhte. Heute sind viele von uns der Meinung, dass die ersten Jünger davon motiviert waren, Bruderschaft und Liebe unter den Menschen zu verkünden – und Christi Tod und (geistliche oder metaphorische) Auferstehung bildeten den Auslöser zu dieser Botschaft. Wenn man sich aber den Bericht von Lukas wie von Josephus ansieht, ging es um den Streitpunkt, dass die Apostel „das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten”. Diese Thema hat in ihren Schriften den höchsten Vorrang. Beachten wir auch, wie Paulus, ein weiterer Apostel, die Frage der Auferstehung Christi als überaus wichtig erachtet:

„Ich habe euch zuallererst das überliefert, … dass Christus gestorben ist … begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, … dass er dem Kephas (Petrus) erschienen ist, danach den Zwölfen. … Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube! … Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen! … Wenn ich als Mensch in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe, was nützt es mir, wenn die Toten nicht auferweckt werden? — »Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« …” (1. Korinther 15,3-32; um 57 n.Chr.)

Die Jünger stellten deutlich (wenigstens in ihrem Denken) die Bedeutung und das Zeugnis von der Auferstehung Jesu in den Brennpunkt ihrer Botschaft. Aber nehmen wir weiterhin an, dass dies alles vorgetäuscht war – dass diese Jünger in Wahrheit den Leichnam gestohlen hatten, damit sie durch keine Gegenbeweise in ihrer neuen Botschaft aufgehalten werden konnten. Sie hätten zwar vielleicht mit Erfolg die Welt täuschen können, wären sich aber selbst bewusst gewesen, dass ihr Predigen, Schreiben und die von ihnen geschaffenen großen gesellschaftlichen Umwälzungen die Unwahrheit waren. Dennoch gaben sie ihre Leben (buchstäblich) für diese Mission dahin. Warum wohl – falls sie wussten, dass alles auf einem falschen Fundament beruhte? Menschen opfern ihr Leben auf für Anliegen (lohnende wie nicht lohnende), weil sie an ihre Sache, für die sie kämpfen, glauben, oder weil sie sich einen Nutzen davon versprechen. Denken wir nur an die Sebstmordbomber im Nahen Osten. Sicherlich ist dies das größte moderne Beispiel extremer Hingabe an eine Sache – die mit dem eigenen Tod (und dem Tod anderer) endet. Wir mögen sehr wohl gegen ihre Ziele sein; aber unter allen Menschen glauben sie selbst an ihre Sache, für die sie sich aufopfern. Sie gehen genau deshalb bis zum Äußersten, weil sie glauben, dass nach ihrem Opfertod das Paradies auf sie wartet. So falsch dieser Glaube auch ist, sie jedenfalls glauben daran, sonst würden sie nicht auf diese drastische Weise ihr Leben riskieren. Der Unterschied zwischen Selbstmordbombern und den ersten Jüngern liegt darin, dass die Selbstmordbomber nicht in der Lage sind, ihren Glauben faktisch zu belegen, wogegen die Jünger es sehr wohl tun konnten. Hätten sie den Leichnam gestohlen und versteckt, wüssten sie ja besser als alle anderen genau, dass die Auferstehung eine Lüge war. Hören wir von ihren eigenen Lippen, welchen Preis die Jünger für die Verbreitung ihrer Botschaft zahlten – und fragen wir uns dann, ob wir selbst bereit wären, einen so hohen persönlichen Preis für eine Sache zu zahlen, die wir für eine Lüge hielten:

„Wir werden überall bedrängt, … kommen in Verlegenheit, … werden verfolgt, … niedergeworfen, … wenn auch unser äußerer Mensch zugrundegeht, … in viel standhaftem Ausharren, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Unruhen, in Mühen, im Wachen, im Fasten; … als Gezüchtigte, … als Betrübte, … als Arme, … als solche, die nichts haben… Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen; dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten … in Gefahren auf Flüssen, … durch Räuber, … vom eigenen Volk, … von Heiden, … in der Stadt, … in der Wüste, … auf dem Meer, … unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst … in Kälte und Blöße … Wer ist schwach, und ich bin nicht auch schwach?” (2. Korinthians 4. 8– 6,10; 11,24-29)

Je mehr ich über das unverzagte Heldentum in ihrem Leben nachdenke (nicht einer zerbrach am bitteren Ende und “beichtete”), umso unmöglicher finde ich die Meinung, sie hätten der von ihnen verkündeten Botschaft nicht wahrhaftig geglaubt. Wenn sie sie aber glaubten, dann hätten sie gewiss nicht selber den Leib Christi stehlen und verschwinden lassen können. Einer der größten Strafrechtler, der Jurastudenten an der Harvard-Universität lehrte, wie man Schwächen in Zeugenaussagen aufdeckt, hatte in dieser Hinsicht Folgendes zu sagen:

„Die Annalen der militärischen Kriegsführung bieten uns kaum ein solches Beipiel an heroischer Beständigkeit, Geduld und unerschrockener Beherztheit. Sie hatten alle möglichen Motive, den Grund ihres Glaubens sowie die Beweislage der großen Gegebenheiten und Wahrheiten, die sie verfochten, sorgfältig zu überprüfen.” Greenleaf. 1874. An examination of the Testimony of the Four Evangelists by the Rules of Evidence Administered in the Courts of Justice. S. 29

Im Zusammenhang damit sehen wir das Schweigen der Feinde der Jünger – Römer wie Juden. Diese feindseligen Zeugen versuchten gar nicht erst im Ernst, die “wahren” Begebenheiten zu berichten, oder aufzuzeigen, dass die Jünger Unrecht hätten. Wie Dr. Montgomery bemerkte:

„Dies unterstreicht die Zuverlässigkeit der Zeugenaussagen in Bezug auf Christi Auferstehung, wie sie zu der Zeit auch in den Synagogen dargelegt wurde – ungeachtet der Opposition, unter feindseligen Kreuzverhören, die dazu dienen sollten, die ganze Angelegenheit zunichte zu machen … wenn die faktische Sachlage nicht anders gewesen wäre.” Montgomery. 1975. Legal Reasoning and Christian Apologetics. S. 88-89

In diesem kurzen Studium haben wir nicht genug Platz, um auf jeden Aspekt der Frage einzugehen. Dennoch, die standhafte Unerschrockenheit der Jünger und das Schweigen der damaligen gegenerischen Zeugen reden Bände darüber, dass Christus wahrhaftig auferstanden ist und dass es sich lohnt, dies ernsthaft und sorgfältig zu untersuchen. Die Auferstehung ist der Höhepunkt des Evangeliums. Das lässt sich sehr gut anhand des biblischen Kontextes durchdenken und verstehen. Als Anfang dazu eignet sich das Zeichen Abrahams sicher am besten. Obgleich er 2000 Jahre vor Jesus lebte, sind seine Erfahrungen prophetische Voraussagen vom späteren Tod und der Aufstehung Jesu.