Wenn Gott… warum das Virus und die Pandemie?

Wir leben in einer beispiellosen Zeit. Das Coronavirus wütet über alle belebten Kontinente, tausende Menschen wurden schon von diesem Virus infiziert, viele sind wieder genesen, aber manche auch an den Folgen des Virus gestorben. Es ist wahrlich eine globale Pandemie…

Es ist nicht meine Absicht über die Maßnahmen zu richten, welche verschiedene Länder als notwendig halten, um das Virus unter Kontrolle zu bringen. Sollten wir alle zu Hause bleiben mit dem Risiko, dass die Wirtschaften unserer Länder erheblichen Schaden erleiden? Oder sollten wir lieber wieder auf Arbeit gehen, um ein wirtschaftlich gutes Leben nach dem Coronavirus zu ermöglichen? Gute Argumente können wir für beide Seiten vorbringen. Anstatt dem, will ich erklären wie man inmitten des Coronavirus an Gott glauben kann (und vielleicht auch sollte). Einem können wir sicherlich alle zustimmen: Die Präsenz des Coronavirus und die ständige Erinnerung an diesen durch die Nachrichtenagentur erinnert uns an eine grundlegende Tatsache, an die wir in den letzten 30 Jahren nur sehr wenig erinnert wurden. Nein ich spreche nicht davon, dass wir Steuern bezahlen müssen, sondern dass jeder Mensch geboren ist und daher irgendwann sterben muss. Dies viel mir am deutlichsten auf, als ich mit meiner Großmutter sprach. Sie kam zum Anfang des 2. Weltkrieges auf die Welt und lebte den Großteil ihres Lebens hinter dem eisernen Vorhang. Sie war sich stehts bewusst, dass der morgige Tag nicht garantiert ist. Also was ist heute anders? Ist das Coronavirus eine Gefahr wie sich die Menschheit noch nie zuvor erlebt hat? Und in alle dem, gibt es eine Quelle, von der wir Hoffnung schöpfen können?

Wenn Gott warum das Coronavirus
Quelle: https://www.webmd.com/lung/news/20200124/coronavirus-2020-outbreak-latest-updates

Das Coronavirus erweckt in uns die Erkenntnis vom Guten und dem Bösen

Es sagt sich leicht, dass die Gengenwart eines Virus wie das Coronavirus, die Existenz Gottes wiederlegt. Mit Sicherheit würde, könnte und sollte ein guter Gott nicht so eine Katastrophe zulassen. Daraus folgt, entweder es gibt keinen guten Gott, oder es gibt einen Gott, aber er ist nicht gut. Ich gebe zu, dass Menschen, die viel Leid erlitten haben, gute Gründe haben nicht an Gott zu glauben. Aber wenn nicht Gott, was bleibt einem dann übrig? Wie kann man dann über das Coronavirus denken. Kann man sagen, dass das Coronavirus böse ist? Wenn wir Gott aus der Gleichung streichen, dann bleibt uns nur die Natur, welche durch Zufall (und eine große Portion Glück) entstanden ist. Wenn also das Coronavirus etwas Schlechtes oder gar Böses ist, bedeutet dies dann nicht, dass die Natur falsch verlaufen ist? Wenn sie aber falsch verlaufen ist, dann folgt, dass dieses Virus nichts Natürliches ist. Aber wie kann es sein, dass die Natur sich unnatürlich verhält. Ein bisschen einfache Logik zeigt uns, dass wir hier ein Problem haben. Wenn die Natur die Basis der Realität darstellt, dann ist sie so wie sie ist, mit oder ohne Coronavirus. Und alles was in der Natur geschieht ist so wie es ist. Es gibt keine guten oder bösen Dinge. Alles was geschieht ist natürlich. Biologen behaupten, dass Viren für die Erhaltung unseres Lebens nötig sind. Wenn es keine Viren gäbe, würden Bakterien die Natur überbevölkern, und komplizierte Lebensformen wie uns Menschen, hätten sich nie entwickelt.
Aber bedeutet das dann nicht, dass das Coronavirus ein natürliches Phänomen ist, und damit etwas ganz Normales, vielleicht sogar etwas Gutes ist? Aber sicherlich denkt keiner, dass dem so sei.

Wenn Gott warum das Coronavirus
Quelle: https://stopandpraytv.files.wordpress.com/2015/11/good-and-evil.jpg

Gut und Böse – Hinweise auf Gott

Wenn man annimmt, dass es böse Dinge gibt, dann muss man auch zugeben, dass es gute Dinge gibt. Wenn man aber zugibt, dass es gute Dinge gibt, dann gibt man auch zu, dass es einen Maßstab gibt, an Hand dem wir Gutes von Bösen unterscheiden können. Wenn es aber diesen Maßstab gibt, eine Art Gesetz, dann müssen wir auch annehmen, dass es einen Gesetzgeber gibt. Wenn aber Gott nicht existiert, so gibt es auch kein Gesetz – keinen Maßstab. Und wenn es diesen Maßstab nicht gibt, dann gibt es nichts Gutes und auch nicht Böses. Damit ist die Erkenntnis vom Guten und Bösen auch gleichzeitig die Erkenntnis der Existenz Gottes. Wir verbleiben also mit der uralten Frage, wie ein guter Gott handeln könnte, sollte, oder müsste. Philosophen streiten sich seid tausenden von Jahren über die richtige Antwort zu dieser Frage. Aber in der heutigen Stunde ist das nicht nur eine theoretische Frage, sondern die Realität. Ein Biologe schaut sich ein Virus unter dem Mikroskop an. Wir schauen uns den Virus mit unseren eigenen Augen an, wenn die Nachrichten von weltweit über eine Million Infizierungen berichten, und wenn wir das Leiden der Menschen um uns sehen.

Wenn Gott warum das Coronavirus
Quelle: https://bodydivineyoga.files.wordpress.com/2013/10/handofgod1.jpg

Die Suche nach der Hoffnung

Die vielleicht wichtigste Frage, die wir uns stellen können, ist die, ob es denn Hoffnung gibt. Damit meine ich nicht nur Hoffnung, dass das Virus eingedämmt und beseitigt wird, sondern auch Hoffnung für jegliche Katastrophen, die uns in der Zukunft befallen werden. Wenn wir nicht an Gott glauben, dann gibt es keine Hoffnung. Die Natur ist wie sie ist. Es gibt weder Gutes noch Böses. Schauen wir gen Osten, dann ist es unser Karma: schlechte Dinge geschehen schlechten Menschen. Islam besagt, dass es Allahs Wille ist, denn er kann machen was er will. Es gibt nur eine Person die richtige Hoffnung gibt, Hoffnung für unsere heutige Situation, und auch Hoffnung für unsere Zukunft. Jesus behauptet Gott zu sein – Gott verkörpert als Mensch. Wenn an dem ist, dass Jesus wirklich Gott ist, dann müssen wir uns diese Frage stellen: Wie kann es sein, dass Gott – vor knapp 2000 Jahren – an einem römischen Kreuz hing? Wie ließ er dies nur zu?

Wenn ich dies auch nicht voll verstehen kann. Eins verstehe ich: Gott selbst ist unserem Leiden nicht ferngeblieben, sondern ist selbst gekommen und hat an unserem Leiden teilgenommen. Er versteht wie es sich anfühlt, wenn man verlassen ist. Jesus sagte zu seinen Jüngern kurz vor seiner Kreuzigung: „Seht, die Zeit kommt, ja sie ist schon da, wo ihr davonlaufen werdet, jeder dorthin, wo er herkommt, und mich werdet ihr allein lassen.“ (Johannesevangelium 17,32). Und gleich im nächsten Satz lesen wir folgendes: „Aber ich bin nicht allein; denn der Vater ist bei mir.“ Gott weiß daher genau wie sich mancher heute fühlt, der einsam und verlassen ist. Und er gibt uns Hoffnung, dass wir nie allein sind.

Manch einer schwebt in Angst. Angst was passieren wird, wenn er (sie) vom Coronavirus infiziert wird. Im Lukasevangelium Kapitel 22,34 lesen wir über die letzten Stunden Jesu, dass er „betete mit solcher Anspannung, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte.“  Es ist verwunderlich, dass Lukas, welcher selbst ein Mediziner war, dieses Detail schilderte. Für lange Zeit waren sich die Gelehrten nicht einig, ob er dies wörtlich gemeint hatte, oder ob man dieses Detail später zum Text hinzugefügt hatte. Aber spätestens seit den grausamen Menschenversuchen in Auschwitz wissen wir, dass Menschen unter extremer Todesangst Blut ausschwitzen können. Jesus weiß wie sich unsere Angst anfühlt. Die Augenzeugenberichte des Matthäus, Markus, Lukas und Johannes beschreiben diese Person, Jesus, als Person, die sich auf uns in allen Umständen beziehen kann.

In ein paar Wochen ist Ostern. Und wie wir wissen, endet Ostern nicht am Karfreitag. Ostern endet nicht mit der Kreuzigung Jesu, sondern mit der Auferstehung Jesu am Ostersonntag. Dieser Jesus verspricht uns nicht nur Gemeinschaft in allen Lagen des Lebens, sondern auch Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern wirkliche nur der Anfang.

Wenn Gott warum das Coronavirus
Quelle: https://preachthewordatheartland.com/2018/10/25/the-drawing-power-of-the-cross/

Für wen ist diese Hoffnung?

Das Evangelium wird als gute Nachricht bezeichnet. Und wie wir uns nach guten Nachrichten in der jetzigen Zeit sehnen! Es ist die gute Nachricht, weil es für jedermann ist. So wie das Coronavirus keinen Unterschied zwischen reich und arm macht, zwischen begabt und unbegabt, so macht auch Gott keinen Unterschied zwischen uns. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an. (1. Samuel 16,7) Wir sind alle zu dieser Hoffnung eingeladen, egal wie unsere Vergangenheit aussieht. Jesus stellt uns allen die folgende Frage: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt (physisch). Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben (geistlich). Glaubst du das?“ Er lädt jeden von uns ein an ihn zu glauben, versprich ewiges Leben, und bewies seine Rechtschaffenheit durch seine Auferstehung. Wäre er ein Lügner gewesen, hätte er gesagt, dass er geistlich auferstehen wird. Aber Jesus hat gesagt, dass er leiblich auferstehen wird, und dass ist ein Fakt der Geschichtlich nachvollziehbar ist.

„Deshalb wollen wir mit ungeteilter Hingabe und voller Vertrauen und Zuversicht vor Gott treten. Wir sind ja in unserem Innersten ´mit dem Blut Jesu` besprengt und dadurch von unserem schuldbeladenen Gewissen befreit; wir sind – ´bildlich gesprochen` – am ganzen Körper mit reinem Wasser gewaschen. Ferner wollen wir unbeirrbar an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen; denn Gott ist treu und hält, was er zugesagt hat. Und weil wir auch füreinander verantwortlich sind, wollen wir uns gegenseitig dazu anspornen, einander Liebe zu erweisen und Gutes zu tun.“ (Hebräer 10,22-24)

P.S. Ein Weg in die Zukunft

Der Schriftsteller C.S. Lewis lebte zur Zeit der Tuberkulose Epidemie in England und auch zur Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges. Er rang mit der Frage, mit der viele von uns heute auch ringen: Was sollen wir in so einer Zeit tun, wenn man nicht weiß was morgen ist. „Das menschliche Leben wurde immer am Rande eines Abgrunds gelebt. Die menschliche Kultur musste immer im Schatten von etwas existieren, das unendlich wichtiger ist als sie selbst. Wenn Männer die Suche nach Wissen und Schönheit verschoben hätten, bis sie sicher waren, hätte die Suche nie begonnen.“

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