Das Zeichen des Zweiges: der tote Baumstumpf wiedergeboren

Als Jesus einmal mit seinen Kritikern sprach, bezog er folgenden Spruch auf sich :

 „Durchforscht nur die Schriften…..die von mir zeugen (Joh. 5, 39-40)

Mit anderen Worten gesagt: Jesus bezog diesen Spruch, in dem auf sein Leben hingewiesen wird, auf sich, wie es im Alten Testament vor Hunderten von Jahren von hebräichen Propheten vorausgesagt wurde. Diese Propheten bestanden darauf, daß die Prophezeihungen und Schriften von Gott inspiriert waren. Da kein menschlicher Verstand solche Einzelheiten Hunderte von Jahren voraussagen kann, wies Jesus seine Zuhörer auf diesen Vers hin als einen Beweis dafür, daß Jesus durch einen Göttlichen Plan kam, anstatt das ganze Evengelium als ein Produkt menschlichen Denkens zu vermeinen.

Zwei Tausend Jahre später sind die Angaben, die Jesus aus dem Alten Testament nannte, für uns noch immer geltend zur Begutachtung.   Wollen wir zuerst wiederholen. Jesus kommen würde zu noch ganz am Anfang des Alten Testaments vorausgesagt. Wir sahen dann daß Abrahams Opfer auf bemerkenswerte Weise die Stelle nannte, an der Jesus geopfert wurde, und das Passahfest prophezeihte das Jahr, in dem es geschehen würde. Diese Angaben wurden etwa 1500 v.C. gemacht. Wir sehen, daß in Psalm 2 das erste Mal das Wort „Christus“ als ein Titel für eine Person gebraucht wurde.

Psalm 2 ist etwa 100 v.C. geschrieben worden. Der ganze Ton in diesen Schriften weist auf die Zukunft hin. Es wurde jemand erwartet. Aber es hat hier nicht geendet. Noch viel mehr Prophezeihungen wurden in anderen Schriften und Themen behandelt. Jesaja (750 v.C.) fing damit an, von einem neuen Titel zu sprechen, der auch von anderen Schreibern des Alten Testaments aufgegriffen wurde: die Neugeburt eines Zweiges.

 Jesaja und der Zweig

Die folgende Darstellung zeigt Jesaja in der historischen Linie mit anderen Schreibern des Alten Testaments (siehe: Wie sieht die Geschichte der Juden aus?).

Historische Zeitlinie mit Jesaja und anderen Propheten des Alten Testaments

Historische Zeitlinie mit Jesaja und anderen Propheten des Alten Testaments. Wie oben angeführt, lebte Jesaja während der Regierung der davidischen Könige.

Sie ersehen aus den farbigen Linien, daß Jesajas Buch in der Davidischen Zeit (1000 – 600 v.C.) geschrieben wurde. In dieser Zeit, etwa um 750 v.C. war die Dynastie und das Königreich verdorben und bestechlich. Jesaja schrieb sein Buch unter dem Vorwand, daß er das Volk anklagte und zur Umkehr zu Gott leiten wollte und das Gesetz Moses wieder anzunehmen. Aber Jesaja wußte, daß diese Umkehr nicht stattfinden würde, und deshalb prophezeihte er die Zerstörung des Landes und der königlichen Dynastie.

Jesaja gebrauchte den Baum als Beispiel für die Dynastie.

Jesaja gebrauchte den Baum als Beispiel für die Dynastie.

Er gebrauchte eine bestimmte Verwandlung – den Baum, für die Darstellung der königlichen Dynastie. Dieser Baum hat seine Wurzeln in Isai, dem Vater des Königs David. Durch Isai fing die Dynastie mit David an und durch seinen Nachfolger Salomo gedieh und entfaltete sich der Baum.

Erst ein Baum….dann ein Stumpf…dann ein Zweig

Jesaja schrieb, daß dieser Baum der Dynastie bald abgehauen würde, daß nur ein Stumpf übrigbleiben würde. Er began seine Ausführung mit dem Beispiel des Baumes, der dann ein Rätsel für den Stumpf und den Zweig

„Es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stumpf Isais. Ein Zweig wird aus seinen Wurzeln hervorbrechen. Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn“ (Jesaja 11, 1-2)

Der Baum wurde etwa 150 Jahre nach Jesaja abgeschlagen – ca. 600 v.C. als die the stump of isaiah-germanBabylonier Jerusalem besiegten und die Einwohner mitsamt dem König ins Exil nach Babylon abschleppten (angezeigt durch die rote Linie im Diagram). Isai war der Vater des Königs David und dadurch die Wurzel der davidischen Dynastie. Der „Stumpf Isais“ war daher, ein Hinweis auf die zerschmetterte und gebrochene Dynastie des Königs David.

Der Zweig: ein „Er“ aus dem Hause Davids mit viel Weisheit

Dieses Rätsel hat weiter in die Zukunft gesehen als nur das Abschlagen des Baumes. Jesaja ha genauestens vorhergesagt, daß, obwohl „der Stumpf“ (die Stammeslinie Davids von Isai) allem Anschein nach tot ist (wie alle Stumpfen aussehen), daß eines Tages in weiter Ferne sich ein kleiner Stiel zeigen würde, der dann zum Zweig wird, so wie ein neuer Stiel aus einem richtigen Baumstumpf wachsen kann.

the shoot of isaiah-germanDieser Zweig wird im Buch Jesaja „Er“ genannt. Also spricht Jesaja von einem zukünftigen Mann, der aus dem Hause Davids kommen wird, nachdem die Dynastie abgeschlagen war. Dieser Mann wird Qualitäten haben wie Weisheit, Kraft und die Gewißheit, daß der Geist Gottes auf ihm ruhen wird.

Jesus – ein „Er“ aus Davids Haus mit Weisheit ausgestattet

Jesus paßt in die Beschreibung des zukünftigen Zweiges vom „Stumpf des Isai“, weil Isai und David seine Vorfahren waren. Bewundernswert ist die Erwähnung der Weisheit und des Verstehens Jesu in den Evangelien. Sein

Scharfsinn und Klugheit, mit der er seinen Gegnern begegnete, beeindruckte damals die Menschen sowie auch heute. Seine Kraft bei Wundern ist nicht zu leugnen. Man kann wählen, sie nicht zu glauben, aber man kann sie nicht abstreiten. So wie seine Herkunft aus Davids Haus ist, so ist Jesus auch mit

den außergewöhnlichen Qualitäten, wie Weisheit und Kraft, die Jesaja vorhergesagt hatte, ausgestattet, und kann daher als der neue Zweig von einem Stumpf bezeichnet werden.

Jeremia und der Zweig

Es ist ein Wegweiser, den Jesaja in der Geschichte aufgestellt hat. Aber das war nicht das Ende. Dieser Wegweiser ist das erste Zeichen. Jeremia, der 150 Jahre nach Jesaja gelebt (Siehe in der Zeitleiste oben) und buchstäblich den Umschlag des Baumes mit angesehen hatte, schrieb:

“ Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Sproß erstehen lassen. Er wird als König herrschen, weise regieren und Recht und Gerechtigkeit üben im Lande. In jenen Tagen wird Juda geholfen werden, und Israel wird in Sicherheit wohnen. Das ist der Name, den man ihm gibt: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit!“  (Jeremia 23, 5-6)

Jeremia erklärt genau das Thema über den Zweig aus der davidischen Dynastie, die mit Isai viel früher angefangen hat. Der Zweig wird ein regierender König sein. Und genau das wird in Psalm 2 vorhergesagt, daß ein Sohn Gottes erscheinen wird, Chrisus, Messias. Könnte es sein, daß der Zweig und der Sohn Gottes dasselbe bedeuten?

Der Zweig: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit

Doch wie wird dieser Zweig genannt? Weshalb wird also kein anderer Name gebraucht als der Herr, der auch unsere (der menschliche) Gerechtigkeit ist? Wie wir schon bei Abraham gesehen haben, ist das schwerwiegende Problem, daß die Menschheit verdorben ist, und daher unbedingt die Gerechtigkeit braucht. Hier sehen wir einen Wink in der Beschreibung des Zweiges, daß die Menschen in Jeremias Zukunft die nötige Gerechtigkeit bekommen werden, bestätigt durch den Herrn Javeh (der Name für Gott im Alten Tetament).

Doch wie soll das geschehen? Sacharja gibt uns mehr Einzelheiten über den kommenden Zweig, in dem er sogar den Namen Jesus erwähnt.

Diese Tatsachen werden wir im nächsten Artikel verarbeiten.

6 Gedanken zu „Das Zeichen des Zweiges: der tote Baumstumpf wiedergeboren

  1. Jasna

    Hallo,
    das reich Gottes ist eingetreten, alles ist so wie es vorhergesagt wurde.
    Das kommen des Menschensohnes ist da.
    Jasna

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    1. ragnar

      Ja. der Sohn des Menschen ist gekommen. Aber um seine Mission zu erfüllen, nach der Bibel, er wird wieder kommen.

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  2. Hubert Popp

    Nun die meisten Prophezeihungen sind von den Evangelienschreiber erfunden worden , sie erfanden also am Schreibtisch Geschichten , die im Alten Testament vorhergesagt wurden ! Die Theologen nennen so etwas :: Eine erlaubte Rückwärtsprophetie zu Ehren Gottes ! So lesen wir zum Beispiel bei Lukas, dass ein Engel der jugendlichen Maria die Geburt eines Kindes ankündigten (Lk 1,31): „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Das entsprach aber nicht der Prophezeiung, denn der Prophet Jesaja hatte im Alten Testament vorausgesagt (Jes 7,14): „Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“
    Um einen Text zu verstehen und beurteilen zu können, sollte man immer nach dem Autor hinter den Zeilen fragen. Wer also war dieser Prophet Jesaja, der das Kommen des Messias vorausgesehen haben will? Jesaja hatte seine Weissagungen etwa um das Jahr 540 v. Chr. niedergeschrieben. Er predigte und prophezeite wild durcheinander, verfasste eine seitenlange Verfluchung Nichtgläubiger und kündigte unter anderem eine Überflutung des ganzen Landes Judäa an (Jes 8,7-8): „Siehe, so wird der Herr über sie kommen lassen die starken und vielen Wasser des Stromes, (…) sie werden einbrechen in Juda und sie wegschwemmen und überfluten, bis sie an den Hals reichen.“
    Bis heute ist so ein Unwetter nicht eingetroffen.
    Dem Volk Israel prophezeite er ewigen Frieden (Jes 9,6): „Des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich.“ Stattdessen herrscht bis zum heutigen Tag fast pausenlos Krieg. Jesaja kündigte vieles an, was nie eintreffen sollte. …. Eine Anmerkung : Es ist auch eine Unverschämtheit der Schreiber Matthäus und Lukas , ihre Ahnentafeln bis auf David zurückzuführen , wohlwissend der Tatsache , daß dieser David einer der größten Menschenmetzelmeister des Alten Testamentes war . bei dem er bei über 200 vorher umgebrachten Philistern , lustig und blutdrünstig noch die Vorhaut des Männlichen Gliedes nach allen Regeln jüdischer Metzelkunst entfernte ! Nun die Frage :: Wollte Jesus von solch einem Menschen wohl abstammen ?
    Der Prophet Daniel wiederum sah den Messias kommen mit weltlicher Macht wie einen König (Da 7,14): „Der (Gott) gab ihm Macht, Ehre und Reich, daß ihm alle Völker (…) dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.“
    Daniel sah keinen barmherzigen Prediger auf einem Esel reitend, sondern einen mächtigen Herrscher (Da 7,27): „Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.“ ……..Was nun ist daraus geworden ? Es gibt über Zwanzig Vorhersagen zum damaligen nahen Weltende mit Jesu Wiederkehr als Weltenherrscher ! …….. Nun ist Jesus nicht wiedergekommen , er hat sozusagen seine damaligen Freunde in Stich gelassen , nicht uns , denn uns dürfte es gar nicht geben , wenn sich auch nur eine Vorhersage erfüllt hätte ! Deshalb müssen wir auch katholisch besehen , davon ausgehen , daß sämtliche Schriften nicht für uns Nachkömmler bestimmt sind ! Denn für Menschen die es nicht geben dürfte , brauch auch schriftlich nichts hinterlassen werden ! Wunschdenken und Selbsttäuschung hindern uns häufig daran , an diese Weissagungen zu denken , hier sind sie noch einmal :::
    Wann kommt Jesus wieder?
    Wann wird Jesus wiederkommen? Wann wird er das Reich Gottes endlich ausrufen? Dies ist eine der wenigen Fragen, die in der Bibel unmiss- verständlich und immer wieder einhellig beantwortet wird. Wir lesen dort ganz klar und unverschlüsselt, geschrieben im Jahre 80 oder 90:
    (Mt 10,7): „Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“
    Jesus hätte also schon vor 2000 Jahren sein Reich errichten sollen. Leider warten wir noch immer vergebens und beten inbrünstig: „Komm, Herr Jesus! Komm!“ Die ganze Sprache der Evangelien deutet zweifellos auf die Naherwartung des „Reich Gottes“ hin.
    Jesus versprach seinen Jüngern (Mt 10,23): „Wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet (mit eurer Mission) mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis der Menschensohn kommt.“
    Er wurde nicht müde, auf seine baldige Wiederkehr hinzuweisen (Mt 16,28 und Lk 9,27): „Es stehen einige hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.“
    Auch Markus zitierte Jesus‘ Versprechen (Mk 13,30): „Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.“
    (Mk 9,1): „Und er sprach zu ihnen (den Jüngern): Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie sehen das Reich Gottes kommen mit Kraft.“

    Die Jünger werden also noch zu Lebzeiten Jesus‘ Wiederkehr erleben.

    (Mk 13,30): „Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.“
    (Mt 10,23): „Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich, ich sage euch (den Jüngern): Ihr werdet (mit eurer Mission) mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis der Menschensohn kommt.“
    (Mt 16,28): „Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich.“
    Die Evangelienschreiber Markus, Matthäus und Lukas behaupten also einhellig, zu wissen, wann Jesus Reich errichtet werden wird. Alles eine Lüge?
    (Offb 1,3): „Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.“
    Offb 3,11): „Siehe, ich komme bald; …“
    (1. Jh 2,18): „Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.“
    (Phil 4,5): „Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!“
    Hebr 1,2): „… hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, …“
    (Hebr 10,37): „Denn nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben. …“
    (Jak 5,8): „Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.“
    (1. Petr 4,7): „Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.“
    Auch Paulus versprach seinen Gemeinden immer wieder, dass sie die Wiederkehr noch persönlich miterleben werden (1. Thes. 4,15): „Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.“
    Wenn wir in der Bibel auch immer wieder Unklares oder Missverständliches lesen, in dieser Frage scheint Einigkeit zu herrschen. – Nur gut, dass wir heute wissen, dass sie alle Unrecht hatten. ………….Unser Dank gilt Johannes Maria Lehner für die Sammlung dieser Prognosen zu Jesu Wiederkehr …. Einen herzlichen Gruß zu Ihnen !

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    1. Hendrik

      Hallo Hubert,
      das sind sehr berechtigte Fragen die du hier stellst. Ragnar hat schon einige beantwortet…Ich moechte gerne auf eine Stelle eingehen die mir aufgefallen ist, auf welche Ragnar nicht kommentiert hat.

      Mk 13,30): „Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.“

      Du vergisst den vorhergehenden Satz: Mk 13,29): „Wenn nun all diese Ereignisse eintreffen, könnt ihr sicher sein: Das Kommen des Menschensohnes steht unmittelbar bevor.“ Bis vor kurzem hatte ich auch einige Fragen ueber diese Passage. Ich habe bemerkt (und das Selbe will ich dir jetzt euch unterstellen), dass ich die Passage nicht im Zusammenhang des Textes gelesen hatte. So lass uns mal zurueck gehen zu

      Mk 13,2 Jesus erwiderte: »Ja, sieh es dir genau an! Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben. Alles wird nur noch ein großer Trümmerhaufen sein.«

      So wir sehen hier, dass Jesus von der Zerstoerung des Tempels spricht.
      In Mk 13,4 fragen ihn seine Juenger: »Wann wird das alles geschehen? An welchen Ereignissen werden wir das Ende erkennen?«

      Hier kannst due sehen, dass die Juenger ihm zwei Fragen stellen, 1. ueber die Zerstoerung des Tempels, 2. seine Wiederkunft.
      In den folgenden Paragrafen erklaert er dann beides Mk 13,5-23…

      Mk 13,29-30 Wenn nun all diese Ereignisse eintreffen, könnt ihr sicher sein: Das Kommen des Menschensohnes steht unmittelbar bevor. Ja, ich sage euch: Dieses Volk wird nicht untergehen, bevor das alles geschieht! Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber gelten für immer.«

      In seinen Schlussfolgernden Worten koennen wir Folgendes sehen: 1. diese Dinge werden alle eintreffen bevor seiner Wiederkunft 2. dass diese Generation nicht vergehen wird bevor diese Dinge eingetreten sind….
      In 70n.Chr. ist dann der Tempel von Roemern zerstoert worden, genau wie es Jesus prophezeit hatte („Dieses Volk wird nicht untergehen…“). Demnach ist seine Vorraussagung genau so eingetroffen wie gesagt. Jedoch hat er nie gesagt wie lange nach der Zerstoerung des Tempels/Jerusalem er zurueck kommen wird. Er hat nur gesagt „Das Kommen des Menschensohnes steht unmittelbar bevor“ nachdem diese ereignisse geschehen sind.

      Ich hoffe das hilft ein Bisschen.
      Schoenen Tag noch!

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      1. Hubert Popp

        Ja , Hendrik , es wird in diesen Schriften eine unbestimmte aber erlebensfähige Zeitangabe gemacht ::: Ich komme bald —– ihr werdet den Tod nicht schmecken —- die Zeit ist nahe und eben auch der wichtigste Satz ::: Wahrlich , wahrlich ich sage euch , diese Generation wird nicht vergehen , bis all `dieses geschieht ! Diese Sätze sagen mit hoher Genauigkeit an ::. Seine Freunde werden das Ende der Welt , und nicht nur die Zerstörung Jerusalems , mit seiner Wiederkehr erleben ! Nun diese Aussagen sind so eindeutig , daß selbst die hartherzigsten römischen Lehrer hier passen müssen ! Und noch einmal , wenn nur eine dieser weltumfassenden Prophezeihungen sich erfüllt hätte , so gäbe es uns heute nicht ! Ein Glück für uns , denn was sollte unser jüdischer Bruder Jesus auch hier in der großen Welt , zumal sein geplantes Reich nur das heutige Palästina umfassen sollte ! Wie lauteten noch seine mehrfachen Bekundungen ::: Gehet nicht den Weg zu den Heiden und Samaritern , sondern nur zu den verlorenen Schafen aus dem Stalle Israels ! Nun einige Schriftpäckchen weiter steht bei Matthäus : Gehet hin in alle Welt , und verkündet das Evangelium und machet zu Jüngern alle Völker ! Es sollte also ein Evangelium verkündet werden , daß es zu dieser Zeit noch gar nicht gab und erst in 40 bis 80 Jahren geschrieben wird ! Hier haben nun die Schriftkundigen eindeutig festgestellt ::: Es ist ein späterer Einschub um die Gründung der Kirche zu rechtfertigen ! Also eine heilige Schummelei vom Allergröbsten ! Mein Ergebnis ::: Alle alttestamentlichen Vorhersagen zu unserem Bruder Jesus sind Rückwärtsprophetien der Evangelienschreiber , also eine überhöhte christliche Theologie , verbunden mit Wunschdenken und einer gewaltigen Portion Selbsttäuschung !

        Einen herzlichen Gruß zu Dir , Hendrik !

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