Beweise für Gott: 5. Die Feinabstimmung für das Betreiben der Wissenschaft

Guillermo Gonzalez

In diesem Video werde ich eine dritte und letzte Art der Feinabstimmung vorstellen. Im Jahr 1999 publizierte der amerikanische Astrophysiker Guillermo Gonzalez den Artikel „Wonderful Eclipses“ (Wunderbare Sonnenfinsternisse). Er deutet darauf hin, dass Sonnenfinsternisse nicht nur spektakuläre Naturphänomene sind, sondern auch immens wichtig für das Betreiben der Naturwissenschaft. Seit tausenden von Jahren sehen sich Menschen dieses Phänomen an. Dennoch haben nur wenige darüber nachgedacht, was dieses Phänomen zu bedeuten hat, und wie unwahrscheinlich es ist, dass so etwas überhaupt geschehen kann. Manch einer denkt, dass eine Sonnenfinsternis ganz selbstverständlich ist. Aber dem ist nicht so. Anhand der Geometrie können wir leicht erkennen, wie unwahrscheinlich es ist, dass dieses Ereignis durch Zufall zustandegekommen ist.
Die Sonne ist ungefähr 400-mal grösser als der Mond, sowie 400-mal weiter entfernt von der Erde als diese zum Mond, und daher bietet diese Kombination die Grundlage für eine nahezu perfekt Sonnenfinsternis. Das hört sich eigentlich ganz einfach an. Aber bei diesem Verhältnis muss man berücksichtigen, dass die Anziehungskraft und Rotation der Himmelskörper genau richtig abgestimmt sein muss, um dieses Verhältnis zwischen Größe und Distanz zu erreichen.  Derzeit ist uns kein anderer Planet bekannt, welcher dieses exakte Verhältnis zwischen seinem Mond und Stern aufweist. Wir halten also fest, dass genau unsere Erde, nicht nur die richtigen Eigenschaften hat um Leben zu ermöglichen und zu erhalten, sondern auch der Planet ist, von dem aus man eine nahezu perfekte Sonnenfinsternis beobachten kann.

Aber vielleicht fragst du dich jetzt, was denn nur so besonders an einer Sonnenfinsternis ist, abgesehen vom optischen Spektakel? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, welche nur durch die Sonnenfinsternis ermöglicht wurden, haben eine Art Tür in unser heutiges, wissenschaftliches Zeitalter geöffnet – vor allem in der Physik und der Chemie.
Jedes Kind stellt fest, dass die Sonne sehr hell ist. So hell, dass man sie nicht direkt anschauen kann ohne sich die Augen zu verletzen. Aber während einer Sonnenfinsternis kann man genau das ohne Schaden machen. Der Mond verdeckt die Sonne so exakt, dass man die Chromosphäre der Sonne betrachten kann (die Gashülle im obigen Bild). Physiker können dadurch feststellen, wie das Sonnenlicht und dessen Atmosphäre produziert wird. Aber das ist noch nicht alles. Während einer Sonnenfinsternis wird so viel Sonnenlicht blockiert, dass Wissenschaftler in der Lage waren, das Blitzspektrum zu entdecken (siehe im unteren Bild welches vier Zeitabschnitte einer Sonnenfinsternis zeigt: Links: der Stand des Mondes zur Sonne, Mitte: die verschiedenen Zeitpunke, Rechts: das Blitzspektrum, welches eine Sekunde nach der Sonnenfinsternis sichtbar wird). Im Jahre 1870 führte diese Erkenntnis zur Entdeckung von bestimmten chemischen Elementen, wie zum Beispiel Helium. Wäre unser Mond nur ein bisschen grösser, dann würde er zu viel Sonnenlicht verdecken, und dann hätten Wissenschaftler das Blitzspektrum nie entdeckt. Ähnliches gilt, wenn unser Mond nur ein bisschen kleiner wäre, dann würde er zu viel Sonnenlicht vorbeilassen, und daher wäre es zu hell, um das Blitzspektrum zu sehen.

Außerdem ist es Wissenschaftlern gelungen, Albert Einsteins Theorie der generellen Relativität während einer Sonnenfinsternis zu prüfen und zu bestätigen. An Hand der Sonnenfinsternis können wir also feststellen, dass die Erde nicht nur für das Leben, sondern auch zum Betreiben der Wissenschaft fein abgestimmt scheint.

Ein weiters Merkmal, welches diese Tendenz bestätigt, sehen wir in der Erdatmosphäre. Diese besteht aus einer speziellen Zusammensetzung von chemischen Elementen. Sie ist eine von sieben Atmosphären in unserem Solarsystem, aber die einzige die komplexes Leben ermöglicht. Außerdem ist unsere Atmosphäre die einzige, die transparent ist. In allen anderen Planeten unseres Solarsystems ist der Kohlenstoffanteil in deren Atmosphäre so groß, dass sie nebelig ist.
Warum ist es wichtig, dass die Atmosphäre transparent ist? Die Erde wird ständig von Strahlung getroffen. Diese kommen als Gamma-, Röntgen-, Ultraviolette-, Sichtbare-, Infrarote-, Mikrowellen-, und Radio Strahlung an. Wir bezeichnen sie als das elektromagnetisches Spektrum. Da unsere Atmosphäre transparent ist, ist ein schmales Band dieser Strahlung sichtbar. Und genau diese Strahlung erweist sich als unentbehrlich für das Leben auf der Erde.

Es sind diese Strahlen, die Pflanzen durch Photosynthese in chemische Energie umwandeln und somit Leben auf der Erde ermöglichen. Es ist bemerkenswert, dass die Zusammensetzung unserer Atmosphäre nicht nur genau richtig ist um Leben zu ermöglichen, sondern, da sie für bestimmte Strahlung durchsichtig ist, ist sie zur gleichen Zeit auch ideal um Naturwissenschaft zu betreiben.

Im letzten Video hatte ich angedeutet, dass die Position unseres Solarsystems in unserer Galaxie, die Milchstraße, nicht  ohne ist. Unsere Galaxie ist eine Spiralgalaxie. Sie besitzt eine kugelförmige Mitte mit spiralförmigen Armen. Die Mitte der Milchstraße ist sehr ungünstig, gar feindlich fürs Leben, denn dort befinden sich viele Super Novas (explodierende Sterne) und schwarze Löcher. In den äußeren Gebieten der Spiralarme hingegen befinden sich nur wenige schwere chemische Elemente. Dort befinden sich daher nur Planeten und Sterne, die zum Großteil aus Gasen bestehen.

Ähnlich wie in unserem Sonnensystem gibt es auch in unserer Galaxie eine bewohnbare Zone. Diese Zone befindet sich ungefähr in der Mitte der Spiralarme. In dieser bewohnbaren Zone gibt es wiederrum bessere und schlechtere Gegenden. Die Spiralarme sind sehr dicht besiedelt und in ihnen sehen wir viele Sterngeburten und Sternexplosionen. Daher erweisen sich diese Spiralarme als sehr feindlich für das Leben. Glücklicherweise befindet sich unser Solarsystem in einem der Zwischenräume. Diese Position erweist sich nicht nur als günstig um Leben zu ermöglichen. Es stellt sich aber auch heraus, dass hier die beste Position ist, um wissenschaftliche Entdeckungen zu machen. Im Gegensatz zu den Spiralarmen haben die Zwischenräume niedrige Gas und Kohlenstoff Luftverschmutzung. Dadurch haben wir klare Sicht um in die Weiten des Universums schauen zu können. Außerdem ermöglicht es uns auch unsere Galaxie als flache Scheibe sehen zu können und daraus wiederrum wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Wenn du also das nächste Mal, in einer klaren Nacht den Himmel betrachtest und etwas wie weißen Staub siehst weißt Du, dass Du in die Seite eines Spiralarms unserer Milchstraße schaust.

Picture of Albert Einstein

Und das bringt mich zum letzten Punkt, den ich hier erwähnen möchte. Albert Einstein sagte: „Das ewig Unbegreifliche an der Welt ist ihre Begreiflichkeit.“ Einstein wunderte sich, dass er die Naturwissenschaften überhaupt betreiben konnte, und dass man deren Gesetze in relativ einfachen mathematischen Formeln ausdrücken kann, wie z. B. E = mc^2.  Höchst wahrscheinlich glaubte Einstein nicht an einen Gott in dem Sinne, wie es zum Beispiel die Christen tun. Nichts desto trotz vermerkte er, dass er es sich nicht vorstellen kann, dass es Wissenschaftler gibt, „ohne diesen Glauben“, d.h. Wissenschaftler, die nicht glauben, dass das Universum und dessen Naturgesetze auffindbar und regelmäßig sind. Wir sehen also, dass der Glaube nicht nur ein religiöses Konzept ist, sondern auch fundamental zum Betreiben der Naturwissenschaften ist. Und es war genau dieser Glaube, der die modernen Naturwissenschaften ankurbelte. Die Pioniere der Naturwissenschaften Issak Newton, Galileo, Kepler, Pascal, Mendel, Kelvin und Maxwell glaubten allesamt, dass das Universum von einem intelligenten Wesen erschaffen war.

Picture of C.S. Lewis

Der Britische Professor und Schriftsteller C.S Lewis einst sagte, „Die Menschen wurden zu Wissenschaftlern, weil sie erwarteten, dass es in der Natur ein Gesetz gäbe; und sie erwarteten ein Gesetz der Natur, weil sie an einen Gesetzgeber glaubten.“
Man könnte jetzt ganz einfach annehmen, dass dieser Glaube nichts mit der Erkenntnis Gottes zu tun hat, sondern dass diese Annahme universell gegeben ist, d. h. alle Menschen haben schon immer an diese Naturgesetzte geglaubt. Aber dem ist nicht der Fall. Im 18. Jahrhundert bemerkte der britische Biochemiker Joseph Needham, welcher ein strenger Atheist und Marxist war, dass die Chinesen eine ganz andere Auffassung hatten. Als christliche Missionare ihnen über die wissenschaftlichen Fortschritte in der westlichen Welt berichteten, verspotteten sie diese Idee, dass das Universum durch relativ einfache Gesetze bestimmt ist, als Dummheit. Obwohl China für verschiedene Erfindungen bekannt war, hatte sich dort keine systematische Naturwissenschaft entwickelt, denn wie der Atheist Needham selbst schilderte „Es fehlte der Glaube an einen Schöpfer.“


Paulus schrieb folgendes im Römerbrief des Neuen Testamentes Kapitel 1 Vers 20 „Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen.“ Nun schauen wir uns hier das Wort „Werke“, welches vom griechischen „poiema“ übersetzt wird, näher an. Im Englischen wird die Bedeutung dieses griechischen Wortes sehr deutlich, denn von „poiema“ wurde das Wort „poem“ abgeleitet (auf Deutsch: Gedicht).

Denn genau das ist die Idee, welche sich hinter diesem Wort versteckt. Paulus schrieb also, dass „seit der Erschaffung der Welt, seine [Gedichte] ein sichtbarer Hinweis auf [den Schöpfer] sind.“ Wissenschaftler besagen, dass die Naturgesetzte in der „hervorragenden Sprache der Mathematik“ geschrieben wurden. Aber nicht nur die Naturgesetzte, sondern auch die Natur selbst wie Landschaften, Wasserfälle, Tiere und Pflanzen, deren sorgfältige Konstruktion und natürlich auch der Blick in die Sterne, haben Menschen seit tausenden von Jahren dazu inspiriert, dessen Schönheit in Worte und Gedichte auszudrücken. „Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe zeigt, dass es das Werk seiner Hände ist.“ schrieb der Psalmist im Kaptiel 19.

Zum Ende unserer Exkursion durch die Astronomie halten wir also fest, dass das Weltall einen Anfang hatte. Es ist sehr sorgfältig abgestimmt damit es Leben ermöglicht. Außerdem sahen wir auch, dass unser Planet, die Erde, sorgfältig abgestimmt ist: zum Einem um Leben zu behausen, und zum Anderem, um systematische Naturwissenschaften betreiben zu können. Aber was bedeutet das? Kam es durch Zufall so, oder war es Absicht? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Dabei sollte man sich die Frage nach dem „Warum“ stellen und diese hierbei nicht aussen vorlassen. Von Erfahrung her wissen wir, dass jede Erfindung oder Entdeckung einen Zweck hat. Zum Beispiel Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern öffnete die Tür für die schnelle und massenhafte Verbreitung von Wissen.

Im Römerbrief lesen wir, dass „was man von Gott erkennen kann, für [uns] deutlich sichtbar [ist]; er selbst hat es [uns] vor Augen gestellt.“ Und „seine Werke [sind] ein sichtbarer Hinweis auf ihn.“ Das Neue Testament behauptet, dass das Betreiben der Naturwissenschaften, uns zur Erkenntnis eines hoch intelligenten Wesens leitet. Ganz im Gegensatz zur Aussage des Richard Dawkins, welcher sagte, dass die Naturwissenschaften Gott begraben haben, besagt das Neue Testament, dass die Naturwissenschaften uns zur Erkenntnis von Gott bringen soll. Die Bibel lehnt die Naturwissenschaften also nicht ab. Ganz im Gegensatz, sie spornt uns dazu an die Naturwissenschaften zu betreiben.
Astronomisch gesehen, kann ich nachvollziehen, wenn jemand zu dem Entschluss kommt, dass all diese Indizien – die Entstehungen des Universums, die Feinabstimmung des Universums, die Feinabstimmung unserer Erde um Leben zu ermöglichen, und schlussendlich auch die Feinabstimmung der Erde im Universum um hochkomplizierte Naturwissenschaft zu betreiben – auf ein intelligentes Wesen hinweist. Die einzige Alternative zu dem ist, dass alles durch Zufall entstanden ist. Diese Entscheidung müssen wir jeder selbst treffen.

3 Gedanken zu „Beweise für Gott: 5. Die Feinabstimmung für das Betreiben der Wissenschaft

  1. Gianina

    Shalom

    darf ich Sie darum bitten, dass Sie wieder den Text zu Ihrem gesagten hinzufügen?
    Ich habe keine Geduld für Videos schauen 🙈

    Gott segne Sie für Ihre Arbeit an diese Hompage. und ich bedanke mich herzlichst

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