Fische (Pisces) im Zodiak der Antike

Fische (lat. Pisces) ist die siebte Konstellation im Zodiak. Diese Zodiakeinheit weist auf die Segnungen hin, die uns aus dem Sieg des kommenden Erlösers zufließen. Fische (Pisces) ist ein Bild von zwei mit einem langen Band verbundenen Fischen. Nach dem heutigen Horoskop gilt als Fisch, wer zwischen dem 20. Februar und 20. März geboren wurde. In der modernen astrologischen Horoskoplesung des Zodiaks der Antike folgen viele deren Rat, um Liebe, Glück, Wohlstand und Gesundheit sowie Einblick in die eigene Persönlichkeit zu gewinnen. 

Was aber bedeutete dies für die Sternkundigen der Antike?

Warum handelte es sich bei den Fischen (Pisces) von altersher um zwei mit einem langen Band verbundenen Fische?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Beim Sternbild Jungfrau (Virgo) sahen wir, dass die Bibel Gott als den Schöpfer der Zodiakkonstellationen nennt. Sie wurden als Zeichen gegeben und gehen zurück auf den Anfang der Menschheitsgeschichte. In der Astrologie der Antike war jedes Kapitel der Geschichte für alle Menschen gedacht. Das heißt, selbst wenn du im Sinne des modernen Horoskops kein Fisch (Piscis) bist, lohnt sich das Wissen um diese uralte Geschichte, aufgezeichnet in den Sternen.

Die Sternenkonstellation der Fische (Pisces)

Hier ein Bild der Sterne, das die Fische (Pisces) darstellen soll. Kann man wirklich so etwas wie zwei durch ein langes Band verbundene Fische in diesem Foto erkennen?

Ein Foto der Sterne, die die Fische (Pisces) darstellen sollen.

Selbst wenn man Verbindungslinien zwischen den Sternen zieht, ist es immer noch schier unmöglich, Fische zu entdecken. Wie kamen die Sternkundigen der Antike darauf, in diesen Sternen zwei Fische zu sehen?

Die Fischekonstellation (Pisces) mit Verbindungslinien

Dennoch ist dies das Fischesternzeichen seit Menschengedenken. Nachstehend ein über 2000 Jahre altes Bild des Zodiaks aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris). Das Bild der Fische (Pisces) ist rot umrandet. Auf dieser Darstellung kann man auch das Band sehen, das sie verbindet.

Fische (Pisces) rot umrandet im altägyptischen Zodiak von Dendera

Nachstehend eine traditionelle Abbildung der Fische (Pisces), wie sie seit Menschengedenken in der Astrologie verwendet wurde.

Astrologisches Abbild der Fische (Pisces)

Was bedeuten die beiden Fische?

Was hat es mit dem Band auf sich, das die Fischschwänze verbindet?

Was ist deren Bedeutung für dich und mich?

Die urspüngliche Bedeutung der Fische (Pisces)

Im Sternbild Steinbock (Capricornus) sahen wir, dass der Fischschwanz durch den Steinbock, dessen Kopf im Sterben geneigt war, Leben erhielt. Beim Wassermann (Aquarius) sahen wir, dass Wasser auf den Südlichen Fisch – Piscis Austrinus – ausströmte. Der Fisch stellt die Menschenmengen dar, die das lebendige Wasser erhalten sollten. Dies wurde zu Zeiten Abrahams vorausgesehen, als Gott ihm verhieß:

            … in dir sollen gesegnet werden

                        alle Geschlechter auf Erden.          

1. Mose 12,3 (Luther 2017)

            … durch deine Nachkommen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden,

                        weil du meiner Stimme gehorcht hast.

1. Mose 22,18 (Luther 2017)

            Diese Vision der durch den kommenden Knecht erlösten Menschenmengen war in zwei Gruppen unterteilt worden:

            … ja, er spricht:

            »Es ist zu gering, daß du mein Knecht bist,

                        um die Stämme Jakobs aufzurichten

                        und die Bewahrten aus Israel wiederzubringen;

            sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt,

                        damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!«      

Jesaja 49,6 (Schlachter 2000)

Jesaja schrieb über die Stämme Jakobs wie auch über die Heiden (d.h., die nichtjüdischen Völker). Dabei handelt es sich um die beiden Fische (Pisces). Als Jesus seine Jünger in die Nachfolge rief, sagte er zu ihnen:

            „Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.         

  Matthäus 4,19

Die allerersten Nachfolger Jesu benutzten das Symbol des Fisches als Zeichen, dass sie zu ihm gehörten. Hier einige Fotos von Katakomben aus der Frühzeit des Christentums:

Fisch Symbol mit griechischen Buchstaben (ἸΧΘΥΣ – ICHTHUS) in alten Gräbern
Fischsymbol auf alten römischen Gräbern
Zwei auf einem Felsen eingravierte Fische

Die beiden Fische aus dem Sternbild (Pisces), die Stämme Jakobs und Nachfolger Jesu aus anderen Völkern haben alle gleichermaßen das Leben, das Jesus ihnen gibt. Zudem werden sie alle gleichermaßen durch das Band zusammengehalten.

Das Band – vorübergehende Knechtschaft

Die zwei Fische des Sternzeichens (Pisces) erhalten zwar ein neues geistliches Leben, sind aber durch die Bandkonstellation gemeinsam ver- und gebunden. Das Band symbolisiert die Gebundenheit der beiden Fische. Wir sehen jedoch den Huf des Widders (Aries) im Begriff, auf das Band zu treten. Das weist auf den Tag hin, an dem die Fische durch den Widder (Aries) befreit werden.

Fische (Pisces) mit dem Widder (Aries) im Zodiak. Der Huf des Widders (Aries) wird das Band zertreten.

Dies spiegelt die Erfahrung aller Nachfolger Jesu wider. Die Bibel beschreibt unsere gegenwärtige Knechtschaft unter Leiden, Vergänglichkeit und Tod – gleichwohl mit dem Blick der Hoffnung auf den Tag der Befreiung von dieser Knechtschaft (dargestellt im Sternzeichen der Fische [Pisces] durch das Band).

    18 Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen   gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. 19 Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden. 20 Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit – ohne ihren  Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat –, doch auf Hoffnung; 21 denn    auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. 22 Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in Wehen liegt 23 Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als  Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. 24 Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? 25 Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.

  Römer 8,18-25

          

Wir warten auf die Erlösung unseres Leibes vom Tod. Wie es weiter heißt:

      50 Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; 52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten   werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn  dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss   anziehen die Unsterblichkeit. 54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann  wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht

Jesaja 25,8; Hosea 13,14

    »Der Tod ist verschlungen in den Sieg. 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein             Stachel?«

56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das  Gesetz. 57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

  1. Korinther 15,50-57 (Luther 2017)

  Das Band zwischen den Fischen (Pisces) stellt unsere gegenwärtige Situation dar. Wir warten jedoch in Geduld auf das Kommen des Widders (Aries), der uns endgültig befreien wird. Diese Befreiung aus der Knechtschaft des Todes wird allen Menschen angeboten. Im ursprünglichen Zodiak waren die Fische (Pisces) nicht dazu gedacht, unsere täglichen Entscheidungen zu Glück, Liebe und besserer Gesundheit aufgrund unseres Geburtsdatums zu beeinflussen. Das Sternzeichen wies vielmehr darauf hin, dass der Sieg Jesu uns das Wasser des Lebens bringt, aber auch, dass wir eines Tages aus der Knechtschaft der jetzigen Vergänglichkeit, der Not und des Todes befreit werden.

Deine Fische-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

„Horoskop” ist vom griechischen „hora” (Stunde) abgeleitet, und die prophetischen Schriften kennzeichnen diese besonderen Stunden für uns; so auch die „Stunde” der Fische (Pisces). Die Hora-Lesung der Fische (Pisces) betrifft die Fische im Wasser, die zwar lebendig, aber durch das Band gebunden sind. Wahres Leben, doch im Warten auf die endgültige Offenbarung der Freiheit.

  2 Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, dass,   wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst. 3 Und das werden sie tun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen. 4 Aber dies habe ich zu euch  geredet, damit, wenn ihre Stunde kommen wird, ihr daran denkt, dass ich’s euch gesagt habe. Zu Anfang aber habe ich es euch nicht gesagt, denn ich war bei       euch.

     Johannes 16,2-4 (Luther 2017)

       

     11 Wenn sie euch aber führen werden in die Synagogen und vor die Machthaber   und die Obrigkeiten, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt; 12 denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.

Lukas 12,11-12 (Luther 2017)

   Wir leben in der „Stunde” des Wassermanns (Aquarius) und gleichfalls in der „Stunde” der Fische (Pisces). Der  Wassermann (Aquarius) brachte das Wasser (es steht für den Geist Gottes), um den Fischen das Leben zu bringen. Wir befinden uns jedoch erst in der Mitte der Zodiakgeschichte, und die endgültige Sichtbarwerdung des Sieges des Schützen (Sagittarius) steht noch aus. Wir sind, wie Jesus uns gewarnt hat, in dieser Stunde Nöten, schweren Zeiten und dem leiblichen Tod ausgesetzt. Die Bande, die die Fische gebunden halten, sind Realität. Doch trotz der Bande haben wir das Leben. Der Heilige Geist wohnt in uns und lehrt und führt uns – selbst angesichts des Todes. Willkommen in der „Stunde” der Fische (Pisces)!

Du und ich dürfen die Fische-Horoskoplesung heute wie folgt auf uns anwenden:

Das Horoskop der Fische (Pisces) erklärt, dass du viele Härten durchmachen musst, um in das Reich Gottes einzugehen. Tatsache ist, dass dein Pfad zum Reich Gottes allgemein von Nöten, schweren Zeiten, Anfechtungen und sogar dem Tod gekennzeichnet sein werden. Lass dich dadurch nicht entmutigen. Diese Dinge sind in der Tat zu deinem Nutzen, denn sie dienen dazu, drei Wesensmerkmale in dir zu entwickeln: Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Bande der Fische (Pisces) können dies in dir bewirken – wenn du nicht den Mut verlierst. Denn wenn auch dein äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch dein innerer Tag für Tag erneuert (s. 2. Korinther 4,16); und zwar deswegen, weil du die Erstlingsfrüchte des Geistes in dir trägst (s. Römer 8,23). Also selbst wenn du innerlich stöhnst, wartest du doch geduldig auf die Erlösung deines Leibes. Du darfst wissen, dass diese wirklichen Probleme zu deinem Guten wirken, weil du dadurch immer harmonischer mit dem König und seinem Reich übereinstimmst. Lebe beharrlich weiter mit dieser Wahrheit: In seiner großen Gnade hat der König dir die Wiedergeburt geschenkt zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten,zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für dich,der du in der Kraft Gottes bewahrt wirst durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit. Dann wirst du dich jubelnd freuen, der du jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig bist in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung deines Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung des Königs Jesus Christus

s. 1. Petrus 1,3-7

Zur Vertiefung ins Sternbild der Fische (Pisces) und Weiterführung in der Geschichte des Zodiaks

Die Geschichte des Zodiaks der Antike beginnt mit dem Sternbild Jungfrau (Virgo). Zur Fortsetzung der antiken Zodiakerzählung siehe das Sternbild Widder (Aries). Weitere Artikel in Bezug auf das Sternbild Fische (Pisces) sind:

Das Geschenk des L

Wassermann (Aquarius) im Zodiak der Antike

Wassermann (oder auch Wasserträger; Lateinisch Aquarius) ist die sechste Zodiakkonstellation und Teil der Zodiakeinheit, die die uns betreffenden Segnungen aus dem Sieg des kommenden Erlösers offenbart. Wassermann (Aquarius) ist das Sternbild eines Mannes, der Wasser wie Flüsse aus einem himmlischen Krug ausströmen lässt. Nach dem heutigen Horoskop gilt als Wassermann, wer zwischen dem 21. Januar und dem 19. Februar geboren wurde. In der modernen astrologischen Horoskoplesung des Zodiaks der Antike folgen viele deren Rat, um Liebe, Glück, Gesundheit sowie Einblick in die eigene Persönlichkeit zu gewinnen.

Wassermann (Aquarius) zeigt auf, wie unzureichend unser Wunsch nach Glück, Wohlstand und Liebe Erfüllung findet. Allein der Wassermann in diesem Sternbild kann das Wasser schenken, das unseren Durst stillt. Im Zodiak der Antike bietet er dieses Wasser allen Menschen an. Das heißt, selbst wenn du im Sinne des modernen Horoskops kein Wassermann (Aquarius) bist, lohnt sich das Wissen um die uralte astrologische Geschichte, aufgezeichnet in den Sternen des Wassermanns, damit du selbst entscheiden kannst, ob du von seinem Wasser trinkst oder nicht.

Die Sternenkonstellation des Wassermanns (Aquarius)

Hier ein Bild der Sterne, die den Wassermann (Aquarius) darstellen sollen. Kann man wirklich irgendwie einen Mann in diesem Foto entdecken, der Wasser aus einem Krug fließen lässt?

Ein Foto der Wassermannkonstellation (Aquarius)

Selbst wenn man Verbindungslinien zwischen den Sternen zieht, ist es immer noch schier unmöglich, ein solches Bild zu „sehen”. Wie sollte irgendjemand auf den Gedanken kommen, dass hier ein Mann Wasser auf Fische strömen lässt?

Das Sternbild Wassermann (Aquarius) mit Verbindungslinien

Dennoch ist dies das Wassermann-Sternzeichen seit Menschengedenken. 

Nachstehend ein über 2000 Jahre altes Bild des Zodiaks aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris). Das Bild des Wassermanns (Aquarius) ist rot umrandet. Auf der rechten Seite sieht man zudem, wie das Wasser auf die Fische fließt.

Wassermann (Aquarius) rot umrandet im ägyptischen Zodiak von Dendera

Das nachstehende Zodiak-Plakat aus dem Magazin „National Geographic” zeigt das  Wassermann-Sternbild (Aquarius) von der südlichen Erdhalbkugel aus gesehen.

Wassermann (Aquarius; rot umrandet) im Konstellationsatlas von National Geographic

Selbst mit den Verbindungslinien ist es kaum möglich, in dieser Konstellation des Wassermanns irgendwie eine Person, einen Krug und fließendes Wasser zu „sehen”. Untenstehend jedoch einige Abbilder des Wassermanns (Aquarius), wie sie in der Astrologie allgemein zu sehen sind.

Wassermann (Aquarius) und Wasserströme

Traditionelles Zodiakbild des Wassermanns (Aquarius), wie er Wasser auf die Fische gießt (Piscis Australis oder Austrinus – „Südlicher Fisch”)

Der Wassermann (Aquarius) gießt Wasser auf den „Südlichen Fisch” – Piscis Australis

.Wie bei den anderen Konstellationen ist das Bild eines Wassermanns auch in dieser Konstellation nicht immanent enthalten. Der Gedanke des Wasserträgers  existierte vielmehr zuerst in anderen Quellen als den Sternen selbst und wurde dann auf die Sterne übertragen.

Aber warum?

Was bedeutete dies für die Sternkundigen der Antike? Warum wurde der Wasserman von altersher mit der Konstellation des „Südlichen Fisches” verbunden, so dass sein ausgegossenes Wasser auf den Fisch fließt?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Der Zodiakzyklus der Antike

Beim Sternbild Jungfrau (Virgo) sahen wir, dass die Bibel Gott als den Schöpfer der Konstellationen nennt. Sie wurden als Zeichen gegeben, als Geschichte, die die Menschheit führen sollte, bis Gottes Offenbarung aufgeschrieben wurden. So wurden sie von Adam und seinen Söhnen an deren Nachkommen weitergegeben, um sie mit dem Plan Gottes vertraut zu machen. Jungfrau (Virgo) sagte das Kommen des Sohnes der Jungfrau – Jesus Christus – voraus. Wir betrachteten eingehend die Geschichte des Großen Kampfes und befinden uns jetzt in der zweiten Einheit, die uns die Segnungen seines Sieges für uns offenbart.

Die ursprüngliche Bedeutung des Wassermanns (Aquarius)

Wassermann (Aquarius) verkündete den alten Sternkundigen zwei große Wahrheiten, die für uns heute zur Weisheit gehören; nämlich erstens, dass wir geistig durstige Menschen sind (symbolisiert durch den „Südlichen Fisch”, der das Wasser trinkt) und zweitens, dass letztendlich nur das Wasser des Wassermanns unseren Durst zu stillen vermag. Beide Wahrheiten wurden auch durch die Propheten der Antike verkündet.

Wir sind geistlich Durstige

Die alten Propheten beschrieben unseren geistlichen Durst auf verschiedene Weise. Die Psalmen drücken es wie folgt aus:

                2 Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser,

            so schreit meine Seele, Gott, zu dir.

                3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

            Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

Psalm 42,2-3 (Luther 2017)

            Gott, du bist mein Gott, den ich suche.

            Es dürstet meine Seele nach dir,

            mein Leib verlangt nach dir

            aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist.

  Psalm 63,2 (Luther 2017)

          Doch Probleme tauchen auf, sobald wir versuchen, unseren Durst durch andere „Wasser” zu löschen. Jeremiah lehrte, dass dies die Wurzel all unserer Sünde sei:

            Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen:

            Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen,

            um sich Zisternen zu graben,

            löchrige Zisternen, die kein Wasser halten!

Jeremiah 2,13 (Schlachter 2000)

            Zisternen ohne lebendiges Wasser, die wir suchen, gibt es viele: Geld, Sex, Vergnügen, Arbeit, Familie, Ehe, Sozialstatus. Aber diese können uns nicht befriedigen, und so bekommen wir nur noch mehr „Durst”. Salomo, der für seine Weisheit berühmte große König, schrieb darüber. Was können wir tun, um unseren Durst zu stillen?

Lebendiges Wasser, das unseren Durst stillt

Die alten Propheten sahen eine Zeit vorher, in der unser Durst gestillt sein würde. Schon zu Zeiten Moses schauten sie auf diese Zeit voraus:

            Sein Eimer fließt von Wasser über,

            und seine Saat hat Wasser die Fülle.

            Sein König wird höher werden als Agag,

            und sein Reich wird erhoben werden.

   4. Mose 24,7 (Luther 2017)

Später verkündete der Prophet Jesaja folgende Botschaften:

                1 Siehe, in Gerechtigkeit wird ein König regieren,

            und Fürsten werden herrschen, wie es recht ist,

                2 dass ein jeder von ihnen sein wird wie eine Zuflucht vor dem Wind

            und wie ein Schutz vor dem Platzregen,

            wie Wasserbäche am dürren Ort,

            wie der Schatten eines großen Felsens im trockenen Lande.  

     Jesaja 32,1-2 (Luther 2017)

            Die Elenden und Armen suchen Wasser

            und es ist nichts da,

            ihre Zunge verdorrt vor Durst.

            Aber ich, der HERR, will sie erhören;

            ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen.

    Jesaja 41,17 (Luther 2017)

Wie sollte der Durst gelöscht werden? Jesaja fährt fort:

            Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige

            und Ströme auf das Dürre:

            Ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen

            und meinen Segen auf deine Nachkommen          

Jesaja 44,3 (Luther 2017)

In den Evangelien erklärte Jesus, dass er die Quelle dieses Wassers sei:

   37 Aber am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: Wen da             dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, von dessen Leib      werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. 39 Das sagte er    aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.

     Johannes 7,37-39 (Luther 2017)

   Er sagte ausdrücklich, dass „Wasser” ein Bild des Heiligen Geistes sei, der seit dem ersten Pfingsten in den Gläubigen wohnen werde. Das war eine teilweise Erfüllung, die ihre Vollendung im Reich Gottes finden wird. So heißt es weiter:

   Und er [der Engel] zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall,   der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes.          

Offenbarung 22,1 (Luther 2017)

Wer braucht Wasser mehr als die Fische? So wird der Wassermann (Aquarius) dargestellt, wie er Wasser auf die Fische gießt – auf Piscis Australis – den „Südlichen Fisch”. Dies illustriert die einfache Wahrheit, dass der Sieg und die Segnungen, die der Wassermann – der Same der Jungfrau – erobert hat, in der Tat denen zugute kommt, für die sie gedacht sind.  Um Sieg und Segnungen zu empfangen, gilt uns Folgendes:

                1 Wohlan, alle, die ihr durstig seid,

            kommt her zum Wasser!

            Und die ihr kein Geld habt,

            kommt her, kauft und esst!

            Kommt her und kauft ohne Geld

            und umsonst Wein und Milch!

            2 Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist,

            und euren sauren Verdienst für das, was nicht satt macht?

            Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen

            und euch am Köstlichen laben.

            3 Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir!

            Höret, so werdet ihr leben!

            Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen,

            euch die beständigen Gnaden Davids zu geben        

   Jesaja 55,1-3 (Luther 2017)

Dieses Bild der vielen Menschen, denen diese Segnungen zugute kommen werden, wird noch ausführlicher in den Fischen (Pisces) dargestellt. Das Geschenk seines Wassers des Lebens steht jedem zur Verfügung – du und ich eingeschlossen!

Deine Wassermann-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks 

„Horoskop”ist vom griechischen „hora” (Stunde) abgeleitet, und die Bibel kennzeichnet diese besonderen Stunden für uns. Die prophetischen Schriften markieren die „hora” des Wassermanns (Aquarius). Wassermann (Aquarius) wird vom Propheten Isa al Masih (Bezeichnung für Jesus Christus im Islam) wie folgt gekennzeichnet:

      13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird     wieder dürsten; 14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird       in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt. …

     21 Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf    diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22 Ihr wisst nicht,         was ihr anbetet; wir aber wissen, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den         Juden. 23 Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter     den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater     will solche Anbeter haben.

  Johannes 4,13-14.21-23 (Luther 2017)

 Wir befinden uns jetzt in der „Stunde” des Wassermanns (Aquarius). Doch diese Stunde ist keine kurze und bestimmte Stunde wie beim Steinbock (Capricornus). Stattdessen ist es eine lange und weit offene „Stunde”, die sich seit der Zeit jenes Gesprächs bis heute hinzieht. In dieser Stunde des Wassermanns (Aquarius) bietet Jesus uns das Wasser an, das in uns „in das ewige Leben quillt”.

Das griechische Wort, das der Prophet (Jesus) hier zweimal verwendet, ist „hora”, von dem auch das Wort „Horoskop” abstammt.

Du und ich dürfen die Horoskoplesung des Wassermanns (Aquarius) heute unter folgender Anleitung auf uns anwenden:

Wassermann (Aquarius) sagt uns: Erkenne dich selbst! Was steckt tief in dir, wonach dich dürstet? Wie zeigt sich dieser Durst als Wesenseigenschaft, die andere um dich her bei dir erkennen können? Vielleicht bist du dir irgendwie nur vage bewusst, dass du nach „etwas mehr” im Leben Durst hast, egal ob es sich um Geld, längeres Leben, Sex, Ehe, romatische Beziehungen oder besseres Essen und Trinken handelt. Dieser Durst könnte dich von denen absondern, die dir bereits nahe stehen und in einigen tieferen Beziehungen Frust auslösen, sei es bei Mitarbeitern, Familienangehörigen oder in Liebebeziehungen. Gib acht, dass dein Durst nicht dazu führt, das zu verlieren, was du doch bereits hast. Jetzt wäre ein günstiger Zeitpunkt, dich zu fragen, was „lebendiges Wasser” bedeutet. Was sind seine Wesensmerkmale? Worte wie „ewiges Leben”, „Quelle”, „Geist” und „Wahrheit” beschreiben das Angebot des Wassermanns (Aquarius). Sie vergegenwärtigen uns Eigenschaften wie „Überfluss”, „Genüge”, „Erfrischung”. Das könnte deine Beziehungen umwandeln, so dass du ein „Geber” bist, anstatt ein „Nehmer” zu sein. Aber das alles beginnt damit, dass du deinen Durst kennst und ehrlich zugibst, was dich treibt. Folge doch dem Beispiel der Frau in diesem Gespräch am Brunnen, um zu sehen, wie sie das Angebot annahm. Wenn du so dein Herz prüfst, führt das zu einem Leben, das sich lohnt!

Zur Vertiefung ins Sternbild des Wassermanns (Aquarius) und Weiterführung in der Geschichte des Zodiaks

Das Sternzeichen des Wassermanns (Aquarius) war ursprünglich nicht dazu gedacht, nur denjenigen zu Gesundheit, Liebe und Wohlstand zu verhelfen, die zwischen dem 21. Januar und 19. Februar geboren wurden. Es wurde in die Sterne gesetzt, damit wir alle daran erinnert werden, dass es uns nach mehr in diesem Leben dürstet. Das Zeichen, dass der Sohnder Jungfrau kommen werde, um diesen Durst in uns zu stillen, wurde bereits vor langer Zeit in die Sternen gesetzt. Für den Anfang der Zodiakgeschichte siehe Jungfrau (Virgo). Fische (Pisces) setzt die Zodiakgeschichte fort. Zum besseren Verständnis der schriftlich festgehaltenen Botschaft des Wassermanns (Aquarius) und seines „lebendigen Wassers” siehe:

Steinbock (Capricornus) im Zodiak der Antike

Im heutigen Horoskop ist man ein „Steinbock” (lat. Capricornus), wenn man zwischen dem 22. Dezember und dem 20. Januar geboren wurde. Das moderne Hosroskop soll uns anhand unseres Geburtsdatums mittels der zwölf Sternzeichen des Zodiaks zu Liebe, Glück, Reichtum und Gesundheit führen sowie Einblick in unsere Persönlichkeit gewähren.

Was aber bedeutete es ursprünglich?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Im Zodiak der Antike war Steinbock (Capricornus) die fünfte der zwölf astrologischen Konstellationen, die insgesamt eine großartige Geschichte erzählen. Wir sahen, dass die ersten vier Konstellationen eine astrologische Einheit bildeten, und zwar im Hinblick auf einen großen Erlöser und seinen Kampf auf Leben und Tod mit seinem Feind.

Mit Steinbock (Capricornus) beginnt die zweite Einheit im Hinblick auf das Werk des Erlösers, wie es uns betrifft. In dieser Einheit sehen wir die Auswirkungen – die Segnungen für uns – durch den Sieg des Erlösers über seinen Feind. Diese Einheit beginnt mit einer Ziege (oder einem Ziegenbock) und ended mit einem Widder (Aries), und die beiden mittleren Zeichen betreffen Fische (s. Wassermann – Aquarius , und Fische – Pisces). Aus diesem Grund wurde Steinbock (Capricornus) stets mit dem Vorderteil einer Ziege und dem Hinterteil eines Fisches dargestellt.

Im ursprünmglichen Zodiak galt Steinbock (Capricornus) für alle Menschen, da das Sternbild positive Auswirkungen für alle Menschen voraussagte. Also selbst, wenn du gemäß dem modernen Horoskop kein Steinbock bist, lohnt es sich, über die im Sternbild des Steinbocks (Capricornus)dargestellte Geschichte der ursprünglichen Astrologie Bescheid zu wissen.

Die Steinbock-Konstellation (Capricornus) in der Astrologie

Steinbock (Capricornus) ist eine Sternenkonstellation in Gestalt einer Ziegenbocks mit einem Fischschwanz. Nachfolgend die Sterne in der Capricornus-Konstellation mit Verbindungslinien. Kann man irgendwie einen Ziegenfisch in diesem Sternenfoto entdecken? Wie bei den vorherigen Konstellationsen ist das kaum zu sehen. Wie sollte sich irgendjemand in diesen Sternen das Bild einer mit einem Fisch verwachsenen Ziege vorstellen?

Die Sternenkonstellation  Steinbock (Capricornus)

Ziegen und Fische sind in der Natur nicht einmal entfernt miteinander verwandt. Aber dieses Sternzeichen geht in der Menschheitsgeschichte so weit zurück wie unser Wissen. Nachstehend der über 2000 Jahre alte Zodiak im ägyptischen Dendera-Tempel (heute im Louvre Museum, Paris). Das Sternbild des Ziegenfisches (Capricornus) ist rot umrandet.

Dendera-Zodiak – Steinbock (Capricornus) rot umrandet

Wie bei den vorherigen Konstellationen ist das Capricornus-Bild des Ziegenfisches (Steinbock) auch in dieser Konstellation nicht immanent enthalten. Der Gedanke eines Ziegenfisches existierte vielmehr zuerst in anderen Quelle als den Sternen selbst und wurde dann auf die Sterne übertragen. Was bedeutete dies für die Menschen der Antike?

Der Ziegenfisch Capricornus (Steinbock)

Das Bild des Capricornus zeigt den Ziegenbock mit gesenktem Kopf und dem rechten Bein umgebogen unter seinem Körper. Er scheint unfähig zu sein, sich mit dem linken Bein zu erheben. Es sieht ganz danach aus, als liege der Ziegenbock im Sterben. Der Fischschwanz jedoch ist biegsam, gewunden und voller Spannkraft und Leben.

Capricornus – als sterbender Steinbock, doch mit lebendigem Fischschwanz

Von Anfang der Menschheitsgeschichte an waren Ziege und Schaf für Gott akzeptable Opfertiere.  Die Bibel sagt uns, dass Abel, der Sohn von Adam und Eva, dem Herrn Opfer aus seiner Herde darbrachte. Seine Opfer waren Gott angenehm, aber die seines Bruders Kain nicht. Abraham opferte einen Widder (männliches Lamm), wodurch Isaak erlöst wurde. Moses wurde angewiesen, den Israeliten zu sagen, dass sie zum Passahfest ein Lamm opfern sollten. Das waren alles Zeichen, die uns lehren, dass die Aufopferung eines stellvertretenden Lebens notwendig war, um uns vom Verdammungsurteil der Waage (Libra) (der göttlichen Gerechtigkeit) zu erlösen. Jesus gab sich freiwillig in seinem Opfertod am Kreuz zu unserer Erlösung hin.

Der im Sterben gebeugte Ziegenbock (Steinbock, Capricornus) war das astrologische Zeichen der Sternkundigen der Antike zur Erinnerung an die Verheißung eines Erlösers, der sich selbst als Opfer dahingeben sollte. Jesus war die Erfüllung dieses Sternzeichens.

Der Fischteil des Steinbocks (Capricornus)

Was aber bedeutete der Fischschwanz des Steinbocks (Capricornus)? Zur Illustration schauen wir uns eine weitere antike Kultur an – nämlich die chinesische. Das chinesische Neujahrsfest fällt auf ein Datum im Januar oder Februar,(um die gleiche Zeit wie das Sternbild Steinbock) und ist eine Tradition, die auf Tausende von Jahren zurückgeht. Die Chinesen feiern das Fest mit Dekorationen an den Türen (s. nachstehende Beispiele).

Chinesische Neujahrsgrußkarte
Chinesische Neujahrsdekorationen
Chinesisches Neujahrsfest – Fische

Wie man sieht, sind durchweg Fische abgebildet. Die Chinesen haben Fische in den Neujahrsgrüßen, weil sie bei ihnen von alters her als Symbole des Lebens, des Überflusses und des Wohlstands galten.

Gleichermaßen stellten Fische im Zodiak der Antike die Vielzahl der lebenden Menschenmengen dar, für die Opfer dargebracht wurden.

Jesus gebrauchte dasselbe Bild der Fische, als er verkündete, dass sein Opfertod vielen Menschen zugute kommen würde:

47 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen wurde  und Fische aller Art fing. 48 Als es voll war, zogen sie es heraus an das Ufer, setzten sich und lasen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten   warfen sie weg.” 

   Matthäus 13,47-48 (Luther 2017)

        Als Jesus über das zukünftige Wirken seiner Jünger sprach, heißt es:

    „18 Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins    Meer; denn sie waren Fischer. 19 Und er sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach!     Ich will euch zu Menschenfischern machen.”

Matthäus 4,18-19 (Luther 2017)

 Beide Male stellten die Fische die vielen Menschen dar, die das Gnadengeschenk des Himmelreichs empfangen würden. Solltest du nicht auch zu ihnen gehören?

Deine Steinbock-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

„Horoskop” ist vom griechischen „hora” (Stunde)abgeleitet, und die Bibel kennzeichnet diese Stunden für uns. Die prophetischen Schriften markieren die „Stunde” des Steinbocks (Capricornus) in lebendiger Weise. Weil es sich dabei um ein doppeltes Bild handelt (Ziegenbock und Fisch), ist auch die „hora”-Lesung des Steinbocks zweifach: die „Stunde” des Opfers und „Stunde” der Menschenmenge. Jesus kennzeichnete die erste dieser Stunden wie folgt:

14 Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm. 15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu    essen, ehe ich leide. 16 Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde,    bis es erfüllt wird im Reich Gottes. … 20 Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!”

    Lukas 22,14-16.20 (Luther 2017)

       Das betrifft die „Stunde” des Ziegen- oder Steinbocks (Capricornus). Sie hatte ihren Vorausschatten im Passah-Exodus über 1500 Jahre zuvor, als die Israeliten die Türpfosten ihrer Häuser mit dem Blut des Opferlammes bestrichen, damit der Tod an ihnen vorüberginge. In genau jener Stunde offenbarte Jesus die volle Bedeutung des Passahfestes, dass nämlich sein Blut in ähnlicher Weise für sie wie für uns vergossen werde. Er würde sterben, damit wir das Leben erhielten, genau wie es bei Mūsā (der Name Moses im Koran, oftmals gefolgt von den Worten: „Friede sei mit ihm!”) der Fall gewesen war.. und genau wie beim Steinbock (Capricornus). Jene Stunde führt zu der nächsten Stunde – Menschenmengen mit Leben erfüllt:

    „14 Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der   glich einem Sohn des Menschen; er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone   und in seiner Hand eine scharfe Sichel. 15 Und ein weiterer Engel kam aus dem  Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Sende deine Sichel und ernte; denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil  die Ernte der Erde überreif geworden ist! 16 Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.”

Offenbarung 14,14-16 (Schlachter 2000)

 Die prophetische Schrift sagt, dass diese Stunde kommen wird, wenn alle, die Jesu Opfertod für sich in Anspruch genomen haben, am Ende dieses Zeitalters an der Ernte für den Himmel beteiligt sein werden. Das betrifft die Stunde im Gleichnis Jesu, als die Fische ins Netz gebracht werden. Beide Stunden – die des Steinbocks und die des Fisches – ergänzen und erfüllen sich gegenseitig. Beide Stunden betreffen das Steinbock-Sternbild (Capricornus) im astrologischen Horoskop der Antike.

Du und ich dürfen die Horoskoplesung des Steinbocks (Capricornus) heute unter folgender Anleitung auf uns anwenden:

Das Sternbil des Steinbocks (Capricornus) sagt uns, dass hinter diesem Leben mehr steckt als wir denken. Wenn du oder ich das Sagen über den Lauf des Universums hätten, wären alle seine Eigenschaften vielleicht ganz unkompliziert und offenkundig. Aber wir müssen wohl der Tatsache ins Auge sehen, dass weder du noch ich das Sagen haben. So wie es physikalische Gesetze gibt, die die Laufbahnen der Planeten bestimmen, gibt es geistliche Gesetze, die uns regieren. Es ist besser, diese Realität zu akzeptieren, als degegen anzukämpfen oder zu versuchen, sie zu umgehen. Sonst würden wir schon bald herausfinden, dass es genauso schmerzhaft ist, gegen diese Gesetze anzugehen wie gegen physikalische Gesetze. Ganz gewiss wirst du doch wohl nicht mit der fundamentalen geistlichen hora uneins sein wollen. Da wäre es vielleicht ein guter Anfang zur Übereinstimmung mit diesen geistlichen Gesetzen zu gelangen, indem du deine Dankbarkeit zum Ausdruck bringst, anstatt erst einmal alles verstehen zu wollen. Wenn es denn letzten Endes Jemanden gibt, der sich so sehr um dich kümmert, dass er sein eigenes Blut um deinetwegen vergießt – warum solltest du da nicht “Danke” sagen? Dankbarkeit ist ein Wesenszug, der viele Probleme in einer Beziehung glätten kann. Und Danksagung kann aus einfachem Herzen geschehen, jederzeit und an jedem Tag. Vielleicht kommen dann alle verwirrenden Stücke wie bei einem Puzzle zusammen und ergeben einen Sinn in deinem Leben. Sei mutig, schlage eine neue Richtung ein und sage dem Steinbock (Capricornus) “Danke”!

Fortführung im Zodiak und Vertiefung ins Sternbild des Steinbocks (Capricornus)

Im Ziegen- oder Steinbock des Capricornus sehen wir den Opfertod des ErIösers dargestellt. Im Fischteil sehen wir die vielen Menschen, denen sein Opfertod das Leben bringt. Da Fische ja im Wasser leben, ist der Fischschwanz des Steinbocks eine Vorbereitung auf das nächste Kapitel im Zodiakzyklus der Antike – Wassermann (Aquarius) – der Mann, der Ströme lebendigen Wassers bringt. Für den Anfang der Zodiakgeschichte siehe Waage (Virgo).

Zur Viertiefung in die biblische Geschichte vom Sternbild Steinbock (Capricornus) siehe:

Schütze (Sagittarius) im Zodiak der Antike

Schütze (lat. Sagittarius) ist die vierte Zodiak-Konstellation. Das Sternzeichen zeigt einen berittenen Bogenschützen. Im heutigen Horoskop ist man ein „Schütze”, wenn man zwischen dem 23. November und dem 21. Dezember geboren wurde. Heutzutage soll das Hosroskop uns anhand unseres Geburtsdatums mittels der zwölf Sternzeichen des Zodiaks zu Liebe, Glück und Gesundheit führen sowie Einblick in unsere Persönlichkeit gewähren.

War das jedoch seine ursprüngliche Bedeutung?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Der Ursprung der Schütze-Konstellation (Sagittarius)

Schütze (Sagittarius) ist eine Sternenkonstellation in Gestalt eines berittenen Bogenschützen, oftmals auch als Zentaur (auch Kentaur) dargestellt. Nachstehend die Sterne in der Sagittarius-Konstellation. Kann man irgendwie einen Zentaur, ein Pferd oder einen Bogenschützen in diesem Sternenfoto entdecken?

Foto der Schütze-Konstellation (Sagittarius)

Selbst wenn man die Sterne der Schütze-Konstellation (Sagittarius) mit Linien verbindet, ist es immer noch so gut wie vergeblich, den berittenen Bogenschützen zu „sehen”. Dennoch war dies das Sternzeichen des Schützen, seit es in der Menschheitsgeschichte Belege dafür gibt.

Die Schütze-Konstellation (Sagittarius) mit Verbindungslinien

Nachstehend ein über 2000 Jahre altes Bild des Zodiaks aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris). Der Bogenschütze (Sagittarius) ist rot umrandet.

Schütze (Sagittarius, rot umrandet) im Dendera-Zodiak von Ägypten

„Das nachstehende Zodiak-Plakat aus dem Magazin „National Geographic” zeigt das  Schütze-Sternbild (Sagittarius) von der südlichen Erdhalbkugel aus gesehen. Trotz der Verbindungslinien ist es schier unmöglich, hier einen Reiter, ein Pferd oder einen Zentaur zu „sehen”.

Schütze (Sagittarius) im Konstellationsatlas von National Geographic

Wie bei den vorherigen Konstellationen ist das Bild eines Bogenschützen auch in dieser Konstellation nicht immanent enthalten. Der Gedanke eines berittenen Bogenschützen existierte vielmehr zuerst in anderen Quelle als den Sternen selbst und wurde dann auf die Sterne übertragen. Nachstehend sehen wir ein typisches Bild des Schützen (Sagittarius), der für gewöhnlich isoliert dargestellt wird. Erst wenn wir ihn mitsamt den umgebenden Konstellationen sehen, lernen wir seine Bedeutung kennen.

Typische Darstellung der Schützen-Konstellation in der Astrologie

Der ursprüngliche Zodiakzyklus

Der ursprüngliche Zodiak war kein Horoskop, das uns in unseren täglichen Entscheidungen, aufgrund unserer Geburt und der Laufbahn der Sterne, zu Glück, Gesundheit, Liebe und Erfolg verhelfen sollte. Es war vielmehr eine Anleitung Gottes, die uns den geraden Weg zeigen sollte, aufgezeichnet in den zwölf Zodiak-Konstellationen, so dass die Menschen sie jede Nacht sehen und sich daran erinnern konnten. Die ursprüngliche Astrologie betraf das Studium und die Erkenntnis dieser Geschichte in den Sternen. Die Geschichte hat ihren Anfang in der Verheißung des Samens der Jungfrau im Jungfrau-Sternbild (Virgo). Die Fortsetzung sehen wir im Sternbild der Waage (Libra), in der Erklärung, dass das Gewicht unserer guten Werke für das Reich Gottes als für zu leicht befunden wird. Für die zu leicht befundenen Taten und um uns freizukaufen (zu erlösen), musste ein Preis gezahlt werden. Skorpion (Scorpius) zeigt den gewaltigen Kampf zwischen dem Samen der Jungfrau und dem Skorpion. Es ist ein Ringen um das Herrschaftsrecht.

Schütze (Sagittarius) in der Zodiak-Geschichte

Das Schütze-Sternbild (Sagittarius) sagt voraus, wie dieser Kampf enden wird. Das können wir anhand der Konstellationen in seinem Umfeld erkennen. Dieser astrologische Kontext offenbart die Bedeutung des Schützen (Sagittarius).

Schütze (Sagittarius) im Zodiak – die völlige Niederlage des Skorpions (Scorpius)

Der Pfeil des Schützen zielt direkt auf das Herz des Skorpions. Dies zeigt deutlich, wie der berittene Bogenschütze seinen Todfeind vernichtet. Das war die Bedeutung des Schützen (Sagittarius) im Zodiak der Antike. Der Sieg des berittenen Bogenschützen über den Skorpion wird ähnlicherweise im Dendera-Zodiak (s. oben) sowie in allen anderen Abbildungen der Konstellationen miteinander dargestellt.

Ein weiteres Zodiakbild des Schützen (Sagittarius). Sein Pfeil zielt direkt auf den Skorpion.

Das Sagittarius-Kapitel in der Geschichte der Bibel

Der endgültige Sieg Jesu Christi, des Samens der Jungfrau, über seinen Feind wird in der Bibel prophezeit und bildlich im Sternbild des Schützen (Sagittarius) festgehalten. Nachstehend die geschriebene Prophetie von der Wiederkunft Christi auf die Erde.

   11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit  Gerechtigkeit. 12 Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst. 13 Und er war angetan mit einem Gewand, das in Blut getaucht war, und sein Name ist: Das Wort Gottes. 14 Und ihm folgten die Heere im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer, reiner Seide. 15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, 16 und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.

17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit großer Stimme     allen Vögeln zu, die hoch am Himmel fliegen: Kommt, versammelt euch zu dem  großen Mahl Gottes, 18 dass ihr esst das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das   Fleisch aller Freien und Sklaven, der Kleinen und der Großen! 19 Und ich sah das Tier und die Könige auf Erden und ihre Heere versammelt, Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer. 20 Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der vor seinen Augen die Zeichen    getan hatte, durch welche er die verführte, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Bild des Tieres angebetet hatten. Lebendig wurden diese  beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. 21 Und die andern wurden erschlagen mit dem Schwert, das aus dem Munde dessen ging,   der auf dem Pferd saß. Und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.

          Offenbarung 19,11-21 (Luther 2017)

   1 Und ich sah einen Engel vom Himmel herabfahren, der hatte den Schlüssel       zum Abgrund und eine große Kette in seiner Hand. 2 Und er ergriff den Drachen,  die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn für tausend   Jahre 3 und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein Siegel  oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis vollendet würden   die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine kleine Zeit.

Offenbarung 20,1-3 (Luther 2017

   7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden  aus seinem Gefängnis 8 und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier  Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. 9 Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde  und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie. 10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der         falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von    Ewigkeit zu Ewigkeit.

Offenbarung 20,7-10 (Luther 2017)

Diese ersten vier Sternzeichen des antiken Zodiaks – Jungfrau (Virgo), Waage (Libra), Skorpion (Scorpius) und Schütze (Sagittarius) – bilden eine astrologische Einheit in der Zodiakgeschichte von zwölf Kapiteln mit ihrem Blickpunkt auf den kommenden Herrscher und seinen Widersacher. Jungfrau (Virgo) prophezeite sein Kommen aus dem Samen der Jungfrau. Waage (Libra) weissagte, dass es einen Erlösungspreis zu zahlen galt, da unsere Taten unzureichend sind. Skorpion (Scorpio) sagte voraus, wie dieser Preis aussah: der kommende Same werde durch seinen Feind umgebracht werden. Schütze (Sagittarius) sagte seinen endgültigen Sieg voraus, indem der Pfeil des Bogenschützen direkt auf das Herz des Skorpions zielte.

Diese Sternzeichen galten allen Menschen, nicht nur denen, die im Monat der jeweiligen Konstellation geboren wurden. Das Schütze-Sternbild gilt dir, selbst wenn du nicht zwischen dem 23. November und 21. Dezember geboren wurdest. Es wurde uns gegeben, damit wir um den endgültigen Triumph über den Feind wissen dürfen und uns entscheiden sollten, wem wir folgen wollen. Jungfrau (Virgo), Waage (Libra) und Skorpion (Scorpius) fanden ihre Erfüllung im ersten Kommen Jesu Christi. Die Erfüllung des Schütze-Zeichens (Sagittarius) steht noch bis zu seiner Wiederkunft aus. Da sich aber die drei ersten Zeichen dieser Einheit erfüllt haben, gibt es allen Grund, darauf zu vertrauen, dass sich auch das Schütze-Zeichen erfüllen wird.

Deine Schütze-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

„Horoskop” ist vom griechischen „hora” (Stunde)abgeleitet, und die Bibel kennzeichnet diese Stunden für uns, einschließlich der „Stunde” des Schützen (Sagittarius). Die „hora” -Lesung des Schützen finden wir in

      36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im   Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

  44 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.

Matthäus 24,36 und 44

 Jesus sagt uns, dass niemand weder die genaue Stunde (hora) der Wiederkunft des Christus noch die sichtbar vollendete Niederlage seines Feindes kennt – außer Gott der Vater. Dennoch gibt es Hinweise auf die zeitliche Nähe jener Stunde. Es heißt, dass wir  sie wahrscheinlich gar nicht erwarten oder nicht darauf vorbereitet sein werden.

Du und ich können die Skorpion-Horoskolesung heute unter folgender Anleitung auf uns anwenden:

Das Schütze-Sternzeichen (Sagittarius) sagt uns, dass wir mit vielen Ablenkungen rechnen müssen, ehe die Stunde der Wiederkunft Christi und der sichtbaren Niederlage Satans da ist. Tatsache ist, wenn du nicht täglich durch die Erneuerung deines Sinnes verwandelt wirst, passt du dich dem Zeitgeist dieser Welt an (s. Römer 12,1-2) – und jene Stunde wird dich unerwartet überraschen, so dass du gar nicht mit dem Herrn im Einklang bist, wenn er offenbar wird. Wer die Stunde nicht verpassen und die schrecklichen Konsequenzen davon vermeiden will, muss täglich eine bewusste Entscheidung treffen, vorbereitet zu sein. Achte darauf, ob du nicht gedankenlos dem Klatsch und den Intrigen der gesellschaftlichen Prominenz und der Seifenopern folgst. Sollte das der Fall sein, wird es ziemlich wahrscheinlich zu solchen Charaktereigenschaften wie sklavischer Hörigkeitund und dem Verlust einer engen BeziehungsfIähigkeit führen, um schlussendlich die Stunde der Wiederkunft des Herrn samt den meisten Menschen zu verpassen. Deine Persönlichkeit ist von Stärken und Schwächen geprägt; aber der Feind, der dich beständig ablenken will, greift dich gern bei deinen schwachen Wesensmerkmalen an. Sei es unnützes Geschwätz, Pornografie, Habgier oder einfach Zeitverschwendung mit sozialen Medien, er kennt die Versuchungen, die dich zu Fall bringen. Darum bete um Hilfe und Führung, damit du auf der rechten Bahn bleibst und auf jene Stunde vorbereitet sein wirst. Halte es bewusst mit den wenigen, die diese Stunde ebenfalls nicht verpassen wollen; so könnt ihr euch täglich gegenseitig helfen, damit sie euch nicht unerwartet überrascht.

Fortsetzung durch den Zodiak und Vertiefung ins Sternbild des Schützen (Sagittarius)

Die nächsten vier Zodiak-Zeichen bilden ebenfalls eine astrologische Einheit. Sie offenbart, wie das Werk des wiederkommenden Herrn, angefangen mit dem Sternbild Steinbock (Capricornus) sich bei uns auswirkt.

Der gesamte Zodiakzyklus beginnt mit dem Sternbild Jungfrau (Virgo).

Zur Vertiefung in die Geschichte des Schützen (Sagittarius):

Skorpion (Scorpius) im Zodiak der Antike

Skorpion (lat. Scorpius) ist die dritte Konstellation im Zodiak – das Bild eines giftigen Skorpions. Skorpion steht auch in Verbindung mit den kleineren Konstellationen (den Dekanen oder Dekanaten) Ophiuchus (Schlangenträger), Serpens (Schlange, bzw. Serpentingruppe) und Corona Borealis. Im heutigen Horoskop ist man ein „Skorpion”, wenn man zwischen dem 24. Oktober und dem 22. November geboren wurde. Heutzutage soll das Horoskop des Skorpions uns zu Liebe, Glück, Gesundheit und zu einem Einblick in unsere Persönlichkeit verhelfen.

Wurde das jedoch auch ursprünglich so verstanden?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Wo liegt der Ursprung des Skorpions?

Im Folgenden ein Bild der Sterne, die den Skorpion (Scorpius) darstellen. Kannst du einen Skorpion in diesem Sternenfoto entdecken? Es ist überhaupt nicht so offensichtlich, wie „wikipedia” es behauptet!

Ein Foto der Skorpion-Sterne. Kannst du einen Skorpion darin sehen?

Selbst wenn man die Sterne der Skorpion-Konstellation (Scorpius) mit Linien verbindet, ist es immer noch vergeblich, einen Skorpion zu “sehen”. Dennoch war dies das Sternzeichen, seit es in der Menschheitsgeschichte Belege dafür gibt.

Die Skorpion-Konstellation mit Verbindungslinien. Der aufgerichtete Stachel ist zwar klar erkennbar; aber woher soll man wissen, dass es sich um einen Skorpionstachel und nicht etwa um einen Haken handelt?

Nachstehend ein über 2000 Jahre altes Bild des Zodiaks aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris). Der Skorpion ist rot umrandet.

Skorpion/Scorpius (rot umrandet) im altägyptischen Dendera-Zodiak

Das folgende Zodiak-Plakat aus dem Magazin „National Geographic” zeigt das Skorpion-Sternbild von der südlichen Erdhalbkugel aus gesehen. Selbst wenn die Sterne des Skorpions absichtlich durch Linien verbunden werden, ist es immer noch schwierig, in dieser Konstellation einen Skorpion zu “sehen”.

Plakat der Zodiak-Konstellationen von „National Geographic” (Skorpius rot umrandet).

Wie bei den anderen Konstellationen stammt das Sternbild des angreifenden Skorpions nicht von den Sternen selbst her. Der Gedanke existierte vielmehr zuerst und wurde dann durch die frühe Astrologie als dauerhaftes Erinnerungszeichen auf die Sterne übertragen. Die Menschen der Antike konnten somit ihre Nachkommen auf die Konstellation des Skorpions (Scorpius) hinweisen und ihnen die Bedeutung erklären.

Der Zodiakzyklus der Antike

Die Zodiak-Konstellationen insgesamt bilden eine Geschichte – eine atrologische Erzählung, geschrieben in den Sternen. Das Zeichen des Skorpions (Scorpius) ist das dritte von zwölf Kapiteln. Im Sternbild der Jungfrau (Virgo) sahen wir, dass Gott die Konstellationen geschaffen hat. Somit ist es seine Geschichte, erzählt am Anfang der Menschheitsgeschichte. Es ist die astrologische Geschichte, gelesen von den ersten Menschen im heute sogenannten Zodiak (den Stern- oder Tierkreiszeichen).

Der ursprüngliche Zodiak war kein Horoskop, das uns in unseren täglichen Entscheidungen, aufgrund unserer Geburt und der Laufbahn der Sterne, zu Glück, Gesundheit, Liebe und Erfolg verhelfen sollte. Es war vielmehr eine Anleitung Gottes, die uns den geraden Weg zeigen sollte, aufgezeichnet in den Zodiak-Konstellationen, so dass die Menschen sie jede Nacht sehen und sich daran erinnern konnten. Die Geschichte hat ihren Anfang in der Verheißung des Samens der Jungfrau im Jungfrau-Sternbild (Virgo). Die Fortsetzung sehen wir im Sternbild der Waage (Libra), in der Erklärung, dass das Gewicht unserer guten Werke für das Reich Gottes als für zu leicht befunden wird. Für die zu leicht befundenen Taten und um uns freizukaufen (zu erlösen), musste ein Preis gezahlt werden.

Wer aber verlangt diesen Preis der Erlösung? Das Skorpion-Sternbild zeigt es uns und offenbart den himmlischen Konflikt zwischen dem Samen der Jungfrau (Virgo) und dem Skorpion. Wenn wir diesen Kampf verstehen wollen, müssen wir uns das Skorpion-Sternbild samt seinem damit verbundenen Dekan (einer kleineren dazugehörigen Konstellation) ansehen.

Kontellationen Scorpius (Skorpion) und der Schlangenträger (Ophiuchus; aus dem Buch Moses and Geology von Samuel Kinns, London; Ausgabe von 1886).

Die Konstellation zeigt das Bild eines gigantischen Skorpions (Scorpius), der den mächtigen Schlangenträger (Ophiuchus) in die Ferse stechen will, während der Schlangenträger den Skorpion zertritt und gleichzeitig mit einer sich windenden Schlange ringt. Dieser riesige Skorpion hat in seiner Wut schon den Stachel aufgerichtet, um den Mann in die Ferse zu stechen. Dieses Zeichen sagt uns, dass es sich um einen Kampf auf Leben und Tod handelt. Am Skorpion-Sternbild beginnen wir das Wesen des Erlösungspreises für uns zu begreifen, wie er uns durch die Waage der göttlichen Gerechtigkeit (Libra) aufgezeigt wird. Skorpion und Schlange (Serpens) sind zwei Sternbilder desselben Widersachers – Satan.

Dieses Sternbild wiederholt das Adam gegebene Zeichen der Verheißung im Garten (Eden) des Paradieses, aufgezeichnet in 1. Mose, als der HERR der Schlange das Kommen des Samens der Jungfrau (Virgo) ankündigte:

„Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.”

   1. Mose 3,15 (Luther 2017)

         Der Skorpion stach Jesus in die Ferse, als dieser gekreuzigt wurde; aber der Skorpion erlitt den Todesstoß, als der Prophet (d.h. Jesus) drei Tage später von den Toten auferstand. Das war von jeher von Sternkundigen in den Konstellationen Skorpion (Scrorpius), Schlangenträger (Ophiuchus) und Schlange (Serpens) durch den Schöpfer der Sterne und ihrer Laufbahnen am Himmel vorausgesagt worden.

Konflikt mit Skorpion (Scorpius) auch anderweitig bekannt

Dieser angekündigte Konflikt, der im Garten Eden seinen Anfang nahm und am Kreuz seinen Höhepunkt erreichte, war auch anderen Kulturen der Antike bekannt.

Babylonisches Siegel von 2200 v.Chr. im Britisch Museum, zeigt die Versuchung von Adam und Eva.
Zerschmetterung des Kopfes der Schlange im Buch der Toten, Altägypten

Beide Abbildungen zeigen, dass sowohl die Ägypter wie auch die Baylonier der Antike von Adam und Eva im Paradies wussten, ebenso von der Verheißung, dass der Schlange der Kopf zerschmettert werde. Die Altgriechen hielten dies durch das Skorpionsternbild (Scorpius) in Erinnerung.

  „… man kann den sternerleuchteten Ophiuchus selbst erkennen: so hell    strahlend unter seinem Haupt erscheinen seine schimmernden Schultern… seine   Hände… ergreifen fest die Schlange, die die Hüfte des Ophiuchus umschlingt; er jedoch, standfest auf beiden Füßen, zertritt ein riesiges Ungeheuer, nämlich den Skorpion, wobei er aufrecht auf dessen Auge und Brust steht.”

Aratus (griech. Dichter im 4. Jh. v.Chr.) zitiert Euxodus

Serpens und die Krone in der Corona Borealis

Das dritte mit Skorpius assoziierte Dekan ist die Corona Borealis (Nördliche Krone) – eine Krone, die über dem Schlangenträger (Ophiuchus) und der Schlange (Serpens) platziert ist. Im Folgenden ein typisch astrologisches Gesamtbild der drei Scorpius-Dekane:

Ophiuchus und Serpens mit Blick auf die Corona Borealis – die Nördliche Krone

Sowohl der Schlangenträger (Ophiuchus) wie auch die Schlange (Serpens) blicken auf die Nördliche Krone. Dies ist die als Corona Borealis bekannte Konstellation. In der Tat kämpfen diese beiden um die Krone; und wir sehen, wie die Schlange (Serpens) versucht, die Corona Borealis zu ergreifen.

The Die Schlange (Serpens-Konstellation in Nahansicht) schnappt nach der Nördlichen Krone – der Corona Borealis.

Serpens (die Schlange) trachtet nach der Krone. Das illustriert das Wesen des Konflikts zwischen den Kontrahenten. Es ist nicht nur ein Kampf auf Leben und Tod, sondern mehr noch ein Ringen um Herrschaft und Macht. Die Schlange und Ophiuchus kämpfen entschlossen um die Krone.

Skorpion (Scorpius) – Eine Geschichte für dich und mich

Scorpius ist für alle Menschen gedacht, nicht nur für solche, die zwischen dem 14. Oktober und 22. November geboren wurden. Scorpius ist zudem kein Leitfaden zu vermehrtem Reichtum oder tieferer Liebe. Es handelt sich vielmehr um eine astrologische Illustration von altersher, wobei das Sternbild uns wissen lässt, dass unser Schöpfer keine Mühe gescheut hat, um uns von unseren als zu leicht befundenen Taten freizukaufen (zu erlösen). Dies erforderte ein Ringen auf Leben und Tod sowie das Recht des Siegers auf die Herrschaft. „Herrscher” ist auch die eigentliche Bedeutung von „Christus” (Messias – ein Hoheitstitel).

Deine Scorpion-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

Da Horoskop” sich von „hora” (Stunde) ableitet, und die prophetischen Schriften uns auf die für uns wichtigen Stunden hinweisen, sind wir in der Lage, ihre Skorpion- (oder Scorpius-) Stunde” zu erkennen. Die Lesung der Skorpion-Stunde finden wir in:

   12,31 Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt  hinausgestoßen werden. 32 Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. 33 Das sagte er aber, um anzuzeigen, welchen Todes er   sterben würde.

  14,30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Fürst dieser     Welt. Er hat keine Macht über mich.

Johannes 12,31-33; 14,30

Mit der Aussage Jesu über „diese Stunde” (Johannes 12,27) kennzeichnet Jesus die „hora” f‘ür uns. Scorpius verkündet uns, wer nach dem Konflikt herrschen wird. Jesus bezeichnet zudem Satan als den „Fürst dieser Welt”; und in jener „Stunde” war der Herr gekommen, um den Konflikt mit Satan auszutragen. Satan hält uns alle in der Gewalt, da das Gewicht unserer guten Taten als zu leicht befunden wird. Jesus konnte jedoch überzeugt von sich behaupten: „Er (Satan) hat keine Macht über mich” (so Luther in Johannes 14,30; Schlachter 2000: „… in mir hat er nichts.”). Das heißt, dass Sünde und Tod keine Macht über ihn haben. Jene hora sollte diese Aussage auf die Probe stellen, als die beiden Kontrahenten sich gegenüberstanden.

Du und ich können die Skorpion-Horoskolesung heute unter folgender Anleitung auf uns anwenden:

Scorpius (Skorpion) sagt uns, dass wir jemandem dienen müssen. Irgendjemand erhebt immer Anspruch auf die Krone deines Herzens. Es ist aber weder ein Liebhaber, Ehepartner oder jemand in sonst einer irdischen Beziehung zu dir, der letztendlich auf den Thron deines Herzens prätendieren kann. Es ist entweder Satan, der „Fürst dieser Welt”, oder der „Christus” – der Herrscher über das Reich Gottes. Verschaffe dir Klarheit darüber, wer gegenwärtig deine Krone besitzt. Wenn du danach trachtest, dein eigenes Leben zu bewahren, dann hast du deine Krone dem „Fürsten dieser Welt” überlassen und wirst dein Leben verlieren (s. Matthäus 16,25). Die Wesensmerkmale des Scorpius sind Töten, Stehlen und Zerstören; darum verträgt er sich nicht mit dir, wenn er deine Krone besitzt. Prüfe dich selbst, ob du nicht Buße tun (zu Gott umkehren) musst, wie Jesus es so deutlich gelehrt hat. Du kannst einige gute Vorbilder finden, die dir eine bessere Vorstellung davon verschaffen, was dies bedeutet. Es sind jedenfalls nicht die Planeten, sondern es ist dein Herz, das die Konsequenzen für dich bestimmt. Gute Vorbilder in dieser Hinsicht sind nicht die sogenannten Heiligen, sondern „gewöhnliche Sterbliche” mit „gewöhnlichen” Charaktereigenschaften, die Buße getan haben; d.h., sie haben sich von ihrem falschen Weg (des Todes) abgekehrt und gehen nun auf dem neuen Weg (des Lebens). „Buße tun” kann man tagtäglich; und um es zur Gewohnheit werden zu lassen, sollte man es auch täglich tun.

Die Geschichte des Konflikts zwischen den beiden großen Kontrahenten ist noch nicht beendet (obschon besiegelt mit dem Sieg Jesu über Satan). Sie findet ihre Fortsetzung mit dem Schütze-Sternbild (Sagittarius; und nimmt, zum besseren Verständnis, ihren Anfang mit dem Jungfrau-Sternbild (Virgo).

Zur Vertiefung in die biblisch aufgezeichnete Geschichte des Skorpion-Sternbilds (Scorpius) siehe:

Der endgültige Countdown läuft– eingebettet in den Anfang