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Beweise für Gott: 2. Naturwissenschaft – Der Urknall und die Entstehung des Weltalls

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Beweise für Gott: 3. Naturwissenschaft – das Fine-Tuning des Universums Teil 1

Sokrates

Der griechische Philosoph Sokrates schrieb folgendes im 5. Jahrhundert vor Christus: „Das unerforschte Leben ist nicht lebenswert.“ Er lehrt Athens Jugend, dass jeder Mensch selbst über den Sinn des Lebens nachdenken muss, und nicht einfach die volkstümlichen Sitten und Meinungen, ohne sie zu hinterfragen, anzunehmen. So eine Lehre hört sich selbstverständlich an für uns die in Deutschland oder anderen westlichen Ländern aufgewachsen sind. Doch zu Sokrates seine Zeit war dies nicht so. Er wurde von den Behörden verfolgt und später angeklagt. Die Anklage war, dass er versuchte die Jugend Athens zu verderben. Der Rest ist Geschichte…
In Sinne des Sokrates habe ich im ersten Video dargelegt, dass es der Zweck dieser Videoreihe ist, herauszufinden, welche Weltanschauung am besten die Belege berücksichtigt und erklärt, die wir in verschiedenen Disziplinen, wie den Naturwissenschaften und der Geschichte finden. Hierbei benutzen wir die historische Methode welche man „Inferenz zur besten Erklärung“ nennt.  Einfach gesagt: welche Ursachen, die heute in Betrieb sind, erklären die Indizien am besten.

Diese Methode habe ich mir nicht selbst ausgedacht, sondern Charles Darwin und auch dessen Mentor Charles Lyell haben diese Methode vor ein paar hundert Jahren vorgeschlagen und angewandt. Sie dient dazu Ereignisse in der fernen Vergangenheit zu erklären. Für diesen Zweck stellt sie die beste Methode dar.

Zum Beispiel könnten wir nicht in das Labor gehen und uns die Erstehung des Weltalles noch einmal anschauen. Nein, da es in der Vergangenheit passiert ist, können wir uns bestenfalls nur umschauen ob wir Hinweise für dieses Ereignis finden. Und dann können wir versuchen diese in eine einheitliche und angemessene Theory zu formulieren. Hier ist ein einfaches Beispiel, dass diese Methode veranschaulicht:

Die Methode veranschaulicht

Nehmen wir an, dass ich in einem Büro arbeite, und da wo ich mich befinde gibt es keine Fenster. Ich kann nicht heraus gehen und ich kann mit keinem sprechen. Nun kommt ein Kollege gerade auf Arbeit an und ich sehe, dass er pitsch nass ist. Ich denke mir, dass es draußen wie aus Eimern regnet, und er deswegen so nass ist. Natürlich gibt es auch andere Erklärungen, die seine nassen Sachen genauso gut erklären können. Vielleich ist nebenan eine Poolparty, und der Kollege entschied sich samt seinen Klamotten hinein zu springen. Oder vielleicht stand am Eingang jemand, der Leuten 50 Euro anbietet, wenn sie sich einen Eimer mit Wasser über den Kopf gießen.

Jede dieser Aussagen würde erklären, warum mein Kollege nass ist aber nur eine der drei ist wahrscheinlich. Wenn noch ein weiterer Kollege ins Büro kommt, und einen nassen Regenschirm mit sich bringt, dann wird die Antwortwahrscheinlicher. Nie kann ich mir 100% sicher sein, denn ich kann ja nicht hinaus gehen. Aber wenn immer mehr Kollegen mit Regenschirmen ins Büro kommen, dann kann ich mir schon sehr sicher sein, dass es wirklich regnet.

Die vier Theorien die wir prüfen werden, sind der Theismus, der Deismus, der Pantheismus und der Atheismus. Zunächst einmal werden wir sehen, was der Theismus, Deismus, Pantheismus und Atheismus sind. Wir werden sehen, ob man doch, ohne viele Details zu wissen entscheiden kann, welche dieser vier Weltanschauungen mehr und welche weniger Sinn machen.
Lasst uns mit dem Pantheismus anfangen: Die grundlegende Aussage des Pantheismus ist, dass Gott in allem ist, und alles ist Gott. Dies bedeutet, wenn wir das Universum als Kreis betrachten, dann ist Gott Teil des Kreises und Gott ist der Kreis. Es ist nichts außerhalb des Kreises. Der Atheismus ist in dem Punkt ähnlich, dass es nichts außerhalb des Kreises gibt. Außerdem gibt es in ihm auch keinen Gott. Im Theismus ist das Universum der Kreis, aber Gott ist außerhalb des Kreises und kann potenziell etwas in den Kreis hineintun oder herausnehmen. Im Deismus hat Gott das Universum erschaffen, hält sich aber von ihr fern.

Edwin Hubble und der Blick in das Weltall

Mitte des 20. Jahrhunderts haben Wissenschaftler eine der wichtigsten Entdeckungen gemacht – das Weltall hatte einen Anfang. Das scheint uns heute selbstverständlich. Dennoch vor weniger als 100 Jahren war der Großteil der Menschen überzeugt, dass das Weltall schon immer existiert hat. Edwin Hubble hatte das berühmte Teleskop gebaut, mit dem er die Sterne so nah betrachten konnte wie nie zuvor.

Und dabei merkte er etwas, das Anfangs nur wenige wahr haben wollten. Er entdeckte Anhand des Lichtes, welches von den Galaxien ausstrahlte, dass diese sich von uns fortbewegen. Durch den Doppler Effekt war bekannt, dass verschiedene Farben des Lichtes bestimmten Bewegungen zugeordnet werden konnte. Auch wenn nicht jedem die Theorie des Doppler Effektes bekannt ist, wir kennen ihn alle in der Praxis. Wenn ein Krankenwagen mit Sirene mir entgegenkommt, dann hat die Sirene einen bestimmten Klang. Und wenn der Krankenwagen bei mir vorbeifährt, verändert sich der Klang der Sirene.  

Das gleiche gilt auch fürs Licht, nur das sich beim Licht anstatt dem Klang, die Farbe verändert, von blau (entgegenkommend) nach rot (entfernend). Die Teilung des Lichtes ist einfach nachzuvollziehen, indem man mit einer Taschenlampe in ein Prisma hineinleuchtet. Das Licht teilt sich dann in verschiedene Farben.
Daher ist klar, wenn sich alle anderen Galaxien von uns wegbewegen, müssen sie in der Vergangenheit näher an uns dran gewesen sein. Und wenn man den ganzen Film zurückspult, dann stellt man fest, dass alle Galaxien von einem Punkt ausgegangen sein müssen. Dies kann man anhand eines aufgepusteten Ballons ganz einfach sehen. Nehmen wir an, dass er aufgepustet ist, und dass ich Kreise draufgemalt habe, welche die Galaxien repräsentieren. Wenn ich die Luft hinauslasse, sehe ich, dass die Kreise (die Galaxien) immer weiter zusammenkommen, bis sie irgendwann alle an einem Punkt angelangen. Und somit war die Theorie, dass das Weltall einen Anfang hatte, geboren.

Albert Einstein, Arno Penzias, Robert Wilson and Stephen Hawking

Albert Einstein an der
Mount Wilson Sernwarte


Albert Einstein arbeitete zur gleichen Zeit and seiner Relativitätstheorie. Er machte aber, wie er später bestätigte, einen gravierenden Fehler. Er nahm an, dass das Weltall schon immer existiert hatte. Diese Annahme war natürlich vertretbar, denn Einstein war ein Atheist. Wenn man aber behauptet, dass das Weltall einen Anfang habe, dann kommt sehr schnell eine Frage auf: „Wie kam es denn zum Anfang?“. Während seiner Amerikareise besuchte Einstein Edwin Hubble, um selbst einen Blick ins Weltall zuwerfen. Der Rest ist Geschichte. Einstein sah ein, dass das Weltall einen Anfang gehabt haben musste.



Nur wenige Jahre später entdeckten die Astronomen Arno Penzias und Robert Wilson die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlungen. Sie stellten fest, dass diese Strahlungen nicht von Sternen ausgingen, sondern im ganzen Weltall gleichmäßig zu finden sind. Daher deutete auch diese Entdeckung darauf hin, dass es einen Anfang gegeben haben muss. Man kann sich das so vorstellen: Wenn man einen Stein ins Wasser wirft bilden sich Wellenringe um den Punkt wo der Stein einschlug. Diese Ringe breiten sich dann gleichmäßig über die ganze Wasserfläche aus. Wenn man dann ein Bild von diesem Teich macht, ist es ganz leicht zu sehen, dass diese Ringe durch einen Einschlag im Zentrum der Kreise verursacht worden.
Und schlussendlich löste der Physiker Stephen Hawking, die Gleichungen von Einsteins spezieller Relativitätstheorie. Dies deutete darauf hin, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit, die ganze Masse im Weltall sich an einem Punkt befunden hatte. Sie war so nahe zusammen, dass das Volumen null betrug. Wie viel Masse können wir in null Kubikmeter hineintun? Die Antwort ist natürlich null. Daher erkannte Hawking, da keine Masse in null Volumen hineinpasst, dass zu jenem Zeitpunkt Masse und Zeit entstanden war.

Eine weitere Entdeckung war Newtons 2. Gesetz der Thermodynamik, welches im Wesentlichen besagt, dass der Zustand eines Objektes oder Körpers über eine gewisse Zeit von Ordnung zum Chaos fortschreitet. Um dieses Gesetz zu verstehen stellen wir uns einmal ein Schlafzimmer vor. Wenn sich keine Person darum kümmert wird dieses mit der Zeit immer dreckiger. Dasselbe passiert im Universum, sodass es irgendwann in der Zukunft unbewohnbar sein wird. Und so kann man auch hier sehr einfach schlussfolgern, dass wenn man den Film zurückspult, man an einem Punkt ankommt, an dem alles in perfekter Ordnung war – der Anfang.

Die Unmut einiger Wissenschaftler

Sir Fred Hoyle


Viele Wissenschaftler wehrten sich immense gegen diese Entdeckungen. Der britische Astronom Sir Fred Hoyle verspottete diese Idee indem er zynisch fragte ob es denn einen großen Knall gegeben hätte.  Deswegen wird es bis heute im englischen als „Big Bang“ bezeichnet.

Richard Lewontin

Andere, wie zum Beispiel Richard Lewontin, ein Genetiker der amerikanischen Universität Harvard, behauptete, dass es nicht so sei, dass die Naturwissenschaft ihm zum Materialismus zwingt. Sondern dass er (und viele andere Wissenschaftler) sich den Materialismus als Anfangspunkt bestimmen und ihre Wissenschaft mit diesem Hintergedanken betreiben. Daher ist es auch keine Überraschung, dass er sagte „Wir können nicht den göttlichen Fuß über die Türschwelle hineinkommen lassen.“ Denn da war ja einmal ein bestimmtes Buch, welches so los ging:

Am Anfang schuf Gott…

„Am Anfang schuf Gott…“ Abgesehen von diesem Buch hatte nie jemand behauptet, dass es einen Anfang des Weltalles gab. Weder die Babylonier, noch die Roemer, und auch nicht die Griechen. Es ist ironisch, dass sich im 16. Jahrhundert bestimmte Personen den Erkenntnissen der Naturwissenschaft wiedersetzten (in jenem Fall war es die Kirche in Rom, die an das Weltbild der Aristoteles festhielt, anstatt den Entdeckungen des Galileos zu glauben), da sie dachten, dass diese Entdeckungen den Glauben an Gott gefährden würden.  Nun im 20. Jahrhundert wiedersetzten sich andere den Erkenntnissen der Naturwissenschaft, da die Entdeckungen scheinbar den Glauben an Gott befürworteten.

Arno Penzias


Aber natürlich waren nicht nur Atheisten in der Astronomie tätig. Arno Penzias, welcher Nobelpreisträger in der Physik ist war der Meinung: „Die besten Daten die wir haben (in Sachen Urknall) sind genau die, die ich erwartet hätte, hätte ich nichts anderes als nur die ersten fünf Bücher Moses, die Psalmen, und den Rest der Bibel zur Verfügung.“ Hier haben wir nun unsere erste Erkenntnis, und die Frage ist, zu welcher Weltanschauung passt diese am besten?

Welche Weltanschauung erklärt dies am besten?

Der Pantheismus behauptet, dass alles was existiert Gott ist und Gott ist alles. Wenn man dies also als Kreis betrachtet dann heißt das: Alles was in dem Kreis ist, ist Teil Gottes. Wenn aber das Zeug in dem Kreis nicht immer existiert hat, sondern zu einem bestimmten Zeitpunkt erschaffen wurde, dann heißt das auch, dass Gott erschaffen wurde. Das macht natürlich keinen Sinn, denn ein erschaffener Gott ist kein Gott, und daher kann der Pantheismus diese Erkenntnis nicht erklären.
Der Atheismus hingegen behauptet, dass es keinen Gott gibt, und daher gibt es nichts außerhalb des Kreises. Er ist also aus dem Nichts entstanden. Als Kind, wurde mir gelehrt: „von Nichts kommt Nichts“, und daher fällt es mir auch schwer dies zu akzeptieren, dass das Weltall aus dem Nichts entstanden ist.

Es bleibt uns also nur noch der Theismus und der Deismus, der Glaube an ein intelligentes Wesen, entweder persönlich oder unpersönlich. Beide können diese Erkenntnis sehr gut erklären. Meines Erachtens nach halten wir also fest, dass die Naturwissenschaft ziemlich eindeutig darauf hinweist, dass das Universum einen Anfang gehabt hatte. Der Pantheismus kann diese Entdeckung überhaupt nicht vertragen, denn er braucht ein Universum ohne Anfang. Der Atheismus versucht den Anfang zu erklären, indem er das Nichts dafür verantwortlich macht. The Theismus (und auch Deismus) besagt, dass ein intelligentes Wesen das Universum und alles was sich darin befindet erschaffen hat. Ich schlage vor, dass der Theismus eins zu null vorn liegt.

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Beweise für Gott: 3. Naturwissenschaft – das Fine-Tuning des Universums Teil 1