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Löwe (Leo) im Zodiak der Antike

Nach dem heutigen Horoskop gilt als Löwe (Leo), wer zwischen dem 24. Juli und dem 23. August geboren wurde. In der modernen astrologischen Horoskoplesung des Zodiaks der Antike folgen viele deren Rat, um Liebe, Glück und Gesundheit sowie Einblick in die eigene Persönlichkeit zu gewinnen.

Aber war das die Art und Weise, wie man ursprünglich das Sternbild Löwe (Leo) interpretierte? Was bedeutete das Sternzeichen für die Sternkundigen des Altertums?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Astrologie der Löwe-/Leo-Konstellation

Hier ein Bild der Sternenkonstellation Löwe (Leo). Kann man so etwas wie einen Löwen in diesen Sternen entdecken?

Ein Foto der Sternenkonstellation Löwe (Leo). Kannst du einen Löwen sehen?

Selbst wenn man Verbindungslinien zwischen den Sternen zieht, ist es schier unmöglich, einen Löwen zu „sehen”.

Die Sternenkonstellation Löwe (Leo) mit Verbindungslinien und englischen Namen

Das nachstehende Zodiakplakat aus dem Magazin „National Geographic” zeigt das  Löwesternbild (Leo) aus der Sicht der nördlichen Erdhalbkugel.

Zodiak-Sternatlas im „National Geographic”; Löwe (Leo) rot umrandet

Wie kamen die Menschen des Altertums darauf, in diesen Sternen einen Löwen zu sehen? Dies ist jedoch das Löwesternzeichen seit Menschengedenken.

Wie bei den anderen Konstellationen ist das Bild eines Löwen auch in dieser Konstellation nicht immanent enthalten. Der Gedanke eines Löwen existierte vielmehr zuerst in anderen Quellen als den Sternen selbst und wurde dann in der Astrologie auf die Konstellation übertragen.

Warum? Was bedeutete dies für die Sternkundigen des Altertums?

Löwe (Leo) im Zodiak

Hier einige allgemeine astrologische Darstellungen des Löwesternzeichens (Leo)

Löwe (Leo) in den Sternen

Löwe (Leo) zum Sprung bereit

Das nachstende, über 2000 Jahre alte Bild zeigt den Löwen (Leo) rot umrandet im Zodiak aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris).

Altägyptischer Dendera-Zodiak – Löwe (Leo) rot umrandet

Löwe(Leo) in der Geschichte von alters her

Wie wir inJungfrau (Virgo) sahen, erklärt die Bibel, dass die Konstellationen von Gott geschaffen wurden. Sie waren als Wegweiser gegeben worden, bis Gottes Offenbarungen niedergeschrieben wurden. So unterrichteten Adam und seine Nachkommen ihre Kinder, um sie mit Gottes Vorhaben bekannt zu machen.

Löwe (Leo) bildet das Ende dieser Geschichte. Selbst wenn du im Sinne des modernen Horoskops kein Löwe bist, lohnt es sich, die astrologische Geschichte des Löwen kennen zu lernen.

Die ursprüngliche Bedeutung des Löwen (Leo)

Im Alten Testament gab Jakob folgende prophetische Schau des Stammes Juda:

 9 Juda ist ein junger Löwe; mit Beute beladen steigst du, mein Sohn, empor! Er hat sich gekauert und gelagert wie ein Löwe, wie eine Löwin; wer darf ihn   aufwecken? 10 Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Schilo kommt [bis der, dem es gehört,   kommt], und ihm werden die Völker gehorsam sein.

1. Mose 49,9-10 (Schlachter 2000

Jakob erklärt, dass ein Herrscher kommen wird – ein „er”, bildlich dargestellt als ein Löwe. Seine Herrschaft erdehnt sich auch auf „die Völker” (die nichtjüdischen Nationen oder Heidenvölker); und zudem werde er aus dem israelischen Stamm Juda kommen.  Jesus kam aus dem Stamm Juda und war der Gesalbte – (hebr.) der Messias oder (griech.) der Christus. Bei seinem ersten Kommen ergriff er jedoch noch nicht das Herrscherzepter. Das geschieht erst bei seinem zweiten Kommen – wie ein Löwe und als Herrscher. So wurde das Sternzeichen Löwe (Leo) von alters her verstanden.

Mit Blick auf seine Wiederkunft beschreibt die Heilige Schrift ihn, den Löwen, als den einzigen, der würdig war, die heilige Buchrolle zu öffnen:

   1 Jetzt sah ich, dass der, der auf dem Thron saß, in seiner rechten Hand eine Buchrolle hielt. Sie war innen und außen beschrieben und war mit sieben Siegeln versiegelt. 2 Und ich sah einen mächtigen Engel, der mit lauter Stimme rief: »Wer   ist würdig, das Buch zu öffnen? ´Wer hat das Recht,` seine Siegel  aufzubrechen?« 3 Aber da war niemand, weder im Himmel noch auf der Erde,     noch unter der Erde, der das Buch öffnen konnte, um zu sehen, was darin stand;   4 keiner war zu finden, der würdig gewesen wäre, die Buchrolle aufzumachen und etwas von ihrem Inhalt zu erfahren. Darüber weinte ich sehr. 5 Doch einer der Ältesten sagte zu mir: »Weine nicht! Einer hat den Sieg errungen – der Löwe    aus dem Stamm Juda, der Spross, der aus dem Wurzelstock Davids    hervorwuchs. ´Er ist würdig,` das Buch mit den sieben Siegeln zu öffnen.«

Offenbarung 5,1-5 (Neue Genfer)

Der Löwe triumphierte über seinen Feind bereits bei seinem ersten Kommen; und daher ist er jetzt in der Lage, die Siegel (und damit die Buch- oder Schriftrolle) zu öffnen, die das Ende herbeiführen. Wir sehen dies im Zodiak des Altertums, wie der Löwe über seinem Feind, der (Wasser-)Schlange Hydra, steht und sie zertritt.

Der Löwe (Leo) zertritt die Schlange – dargestellt im altägyptischen Dendera-Zodiak.
Der Löwe (Leo) greift in diesem mittelalterlichen Gemälde die Hydra-Schlange an.
Eine Skizze der Konstellationen: der Löwe (Leo) im Begriff, den Kopf der Schlange zu ergreifen

Der Schluss der Zodiakgeschichte

Die Absicht des Löwen in seinem Ringen mit der Schlange war nicht nur ihre Überwältigung, sondern die Herrschaft zu erlangen. Die heilige Schrift stellt die Herrschaft des Löwen mit folgenden Worten dar:

 1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der erste Himmel und   die erste Erde waren verschwunden und das Meer war nicht mehr da. 2 Ich sah,  wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam.  Sie war festlich geschmückt wie eine Braut für ihren Bräutigam. 3 Und vom   Thron her hörte ich eine starke Stimme rufen: »Dies ist die Wohnstätte Gottes   bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein.    Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. 4 Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine   Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.« 5 Dann sagte der, der auf   dem Thron saß: »Gebt Acht, jetzt mache ich alles neu!« Zu mir sagte er: »Schreib dieses Wort auf, denn es ist wahr und zuverlässig.« 6 Und er fuhr fort: »Es ist bereits in Erfüllung gegangen! Ich bin das A und das O (wörtlich: das  Alpha und das Omega), der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, dem gebe ich   umsonst zu trinken. Ich gebe ihm Wasser aus der Quelle des Lebens. 7 Alle, die   durchhalten und den Sieg erringen, werden dies als Anteil von mir erhalten: Ich werde ihr Gott sein und sie werden meine Söhne und Töchter sein (wörtlich im      Griechischen in der Einzahl formuliert: mein Sohn)

Offenbarung 21,1-7 (Gute Nachricht)

    22 Und ich sah keinen Tempel darin [in der Stadt]; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. 23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit  Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. 24 Und die Völker werden   wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie   bringen. 25 Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird   keine Nacht sein. 26 Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie bringen. 27 Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Gräuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes.

      Offenbarung 21,22-27 (Luther 2017

      

In dieser Vision sehen wir die Erfüllung und Vervollständigung des Zodiaks. Wir sehen die Braut und ihren Bräutigam; Gott und seine Söhne und Töchter – die doppelseitige Darstellung im Sternbild Zwillinge (Gemini). Wir sehen den Wasserstrom – wie im Sternzeichen Wassermann (Aquarius) verheißen. Die vorherige Weltordnung des Todes – dargestellt in den Banden der Fische (Pisces) – ist nicht mehr. Das Lamm ist da – dargestellt im Widder (Aries), und die auferstandenen Menschen – dargestellt im Krebs (Cancer) – leben mit ihm. Die Schalen der Waage (Libra) sind jetzt im Gleichgewicht; denn „nichts Unreines wird jemals hineinkommen” (Offenbarung 21,27).  Zudem sehen wir dort die Könige aller Völker; sie herrschen unter dem König aller Könige und Herrn aller Herren, dem “Masih” (das Wort für „Messias” im Koran) – am Anfang als Same der Jungfrau (Virgo), und am Ende als Löwe (Leo) geoffenbart.

Der Preis der Erlösung in der Zodiakgeschichte

Es bleibt die Frage: Warum hat der Löwe nicht gleich von Anfang an Satan, die Schlange, vernichtet? Warum erst alle Zodiakkapitel durchlaufen? – Als Jesus seinem Widersacher, dem Skorpion (Scorpius), entgegentrat, kennzeichnete er die „Stunde” wie folgt:

 23 Jesus aber antwortete ihnen [den Jüngern] und sprach: Die Stunde ist    gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. … 31 Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgestoßen werden.

Johannes 12,23 und 31 (Luther 2017)

 Der Fürst dieser Welt”, Satan, missbrauchte uns als menschliche Schilde. Konfrontiert mit militärischer Übermacht, verstecken Terroristen sich oft hinter der Zivilbevölkerung. Für die Polizei bedeutet das ein Dilemma, weil sie bei der Überwältigung der Terroristen leicht Zivilisten töten könnten. Als es Satan gelang, Adam und Eva in Versuchung zu bringen, schuf er sich ein menschliches Schutzschild. Er wusste ja, dass der Schöpfer absolut gerecht ist; und um Sünde zu richten und in seinem Gericht gerecht zu bleiben, muss er alle Sünde richten. Hätte Gott also Satan vernichten wollen, so hätte Satan (dessen Name ja u.a. „Ankläger” bedeutet) uns der eigenen Vergehen angeklagt und uns demnach mit in seine Verurteilung hineingezogen. Aus anderer Sichte betrachtet, stellte unser Ungehorsam uns unter die legale Kontrolle Satans. Wollte Gott ihn vernichten, hätte er auch uns vernichten müssen, denn wir waren ja Mitgefangene in Satans Ungehorsam gegen Gottes Herrschaft.

Wir mussten also aus Satans Forderung der gleichen Strafbehandlung wie der seinigen errettet (losgekauft, erlöst) werden. Wir mussten von unserer Sünde errettet werden. Das Evangelium erklärt es folgendermaßen:

   1 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr früher     gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des   Ungehorsams. 3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in   den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.

Epheser 2,1-3 (Luther 2017)

           In seinem Opfer, dargestellt im Steinbock (Capricornus) nahm Jesus den Zorn Gottes auf sich. Der Preis der Erlösung war beglichen und so dürfen wir frei ausgehen:

  4 Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er  uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus   lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet –; 6 und er hat uns mit   auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, 7 damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade  durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. 8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus   Werken, damit sich nicht jemand rühme.

  Ephesian 2: 4-9 (Luther 2017

  Das Gericht mit der Verurteilung zur Hölle war niemals für die Menschen gedacht. Es wurde vielmehr für Satan bereit gehalten. Wenn Gott aber den Teufel wegen dessen Rebellion vernichtet, muss er dasselbe auch für Menschen tun, die nicht erlöst sind.

Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr   Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!

  Matthäus 25,41 (Luther 2017

  Deshalb hat Jesus am Kreuz einen so großen Sieg errungen. Er befreite uns von dem legalen Recht Satans über uns. Somit kann er nun Satan vernichtend strafen, ohne uns mit Satan zu verdammen. Wir müssen uns jedoch entscheiden, diesen Ausweg aus der Herrschaft Satans zu akzeptieren. Noch hält der Löwe (Leo) sich davon zurück, die Schlange endgültig zu zerstören, damit die Menschen dem Gericht entfliehen können.

  Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße [Umkehr zu Gott] finde.

  2 Petrus 3,9 (Luther 2017)

  Daher warten wir heute noch immer auf den endgültigen Schlag gegen Satan, dargestellt im Sternbild Schütze (Sagittarius) und warten auch immer noch auf das Endgericht, dargestellt im Stier (Taurus). Doch die Schrift warnt uns:

Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr [im Gericht] erfunden werden.

    2 Petrus 3,10 (Elberfelder)

  Deine Löwe-/Leo-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

 „Horoskop” ist vom griechischen „hora” (Stunde) abgeleitet, und kennzeichnet (skopus) viele dieser sakralen „Stunden” und „Zeiten”.  Die Löwe-/Leo-Stunde (hora) wurde in der Heiligen Schrift folgenderweise gekennzeichnet:

Und das tut, weil ihr die Zeit erkannt habt, dass die Stunde (hora) da ist,    aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.

Römer 13,11

  Dieser Vers besagt, dass wir wie Leute sind, die in einem brennenden Gebäude schlafen. Wir müssen aufwachen! Jetzt ist die Stunde (hora) gekommen, wach zu sein; denn der Löwe (Leo) kommt, und Satan samt allen, die noch unter seiner legalen Herrschaft stehen, werden durch den brüllenden Löwen geschlagen und vernichtet werden.

Du darfst das Löwe-/Leo-Horoskop von heute in folgender Weise auf dich anwenden:

Das Sternbild Löwe (Leo) sagt dir (vgl. 2. Petrus 3): 

Du sollst vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt doch alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist. Aber sie vergessen dabei mutwillig, dass Gott Gericht geübt hat und es auch weiterhin tun wird; und alles in dieser Welt wird zerstört werdeWenn du bedenkst, dass alles auf diese Weise vergehen wird, was bedeutet das für dich als Person? Es sollte dir ein Ansporn sein, ein heiliges Leben zu führen, das Gott gefällt, indem du den kommenden Tag Gottes erwartest und dich sehnlichst darauf vorbereitest. An dem Tag werden die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen. Nach seiner Verheißung darfst du dich aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde freuen, in denen Gerechtigkeit wohnt.Während du darauf wartest, setze alles daran, rein und fehlerlos vor ihm zu stehen, wenn er kommt, um ihm im Frieden gegenüberzutreten. Denke daran, dass die Geduld unseres Herrn für dich und deine Mitmenschen die Errettung bedeutet. Weil du das nun im Voraus weißt, so hüte dich, dass du nicht durch den Irrtum dieser Verächter der Ordnungen Gottes mitgerissen wirst und deinen festen Glaubensstand verlierst.

Der Zodiakzyklus des Altertums fing mit dem Sternbild Jungfrau (Virgo) an. Zur Vertiefung in das Sternzeichen Löwe (Leo) siehe:

Krebs (Cancer) im Zodiak der Antike

Das Sternzeichen Krebs heißt auf Lateinisch Cancer. Nach dem heutigen Horoskop gilt als Krebs (Cancer), wer zwischen dem 22. Juni und dem 23. Juli geboren wurde. In der modernen astrologischen Horoskoplesung des Zodiaks der Antike folgen viele deren Rat, um Liebe, Glück und Gesundheit sowie Einblick in die eigene Persönlichkeit zu gewinnen.

Aber war das die Art und Weise, wie man ursprünglich das Sternbild Krebs (Cancer) interpretierte? Was bedeutete das Sternzeichen für die Sternkundigen des Altertums?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Astrologie der Krebs-/Cancer-Konstellation

Hier ein Bild der Sternenkonstellation Krebs (Cancer). Kann man so etwas wie einen Krebs in diesen Sternen entdecken?

Ein Foto der Sternenkonstellation Krebs (Cancer). Kannst du einen Krebs sehen?

Selbst wenn man Verbindungslinien zwischen den Sternen zieht, ist es schier unmöglich, einen Krebs zu „sehen”. Es sieht mehr wie ein umgekehrtes „Y” aus.

Die Sternenkonstellation Krebs (Cancer) mit Verbindungslinien

Das nachstehende Zodiakplakat aus dem Magazin „National Geographic” zeigt das  Krebs-Sternbild (Cancer) aus der Sicht der nördlichen Erdhalbkugel.

Zodiak-Sternatlas im „National Geographic”; Krebs (Cancer) rot umrandet

Wie kamen die Menschen des Altertums darauf, in diesen Sternen einen Krebs zu sehen? Dies ist jedoch das Krebssternzeichen seit Menschengedenken.

Wie bei den anderen Konstellationen ist das Bild eines Krebses auch in dieser Konstellation nicht immanent enthalten. Der Gedanke eines Krebses existierte vielmehr zuerst in anderen Quellen als den Sternen selbst und wurde dann in der Astrologie auf die Konstellation übertragen.

Warum? Was bedeutete dies für die Sternkundigen des Altertums?

Krebs (Cancer) im Zodiak

Hier einige allgemeine astrologische Darstellungen des Krebssternzeichens (Cancer)

Eine astrologische Darstellung des Krebssternzeichens (Cancer)
Eine astrologische Darstellung des Krebssternzeichens
odiakbild des Krebses (Cancer) in Gestalt eines Fluss- oder Edelkrebses oder einer Languste mit dem Krebssymbol a.

Das nachstende, über 2000 Jahre alte Bild zeigt den Krebs (Cancer) rot umrandet im Zodiak aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris).

Altägyptischer Dendera-Zodiak – Krebs (Cancer) rot umrandet

Obwohl die Skizze den Krebs als solchen bezeichnet, sieht er mehr wie ein Käfer aus. In ungefähr 4000 Jahre alten ägyptischen Dokumenten wird der Krebs als Skarabäus (scarabaeus sacer; zu deutsch: [heiliger] Pillendreher oder Mistkäfer), dem heiligen Symbol der Unsterblichkeit  bezeichnet.

Im Ägypten des Altertums symbolisierte der Pillendreher (Skarabäus) die Wiedergeburt.  Re (auch Ra) ist der altägyptische Sonnengott, der als Morgensonne Chepre (auch CheperKheperâChepriKhepri) genannt wurde. Diese Gottheit wurde meist als Skarabäus (Mistkäfer) dargestellt, seltener auch als Mensch mit einem Skarabäus als Kopf.

Chepre, ein altägyptischer Gott (der Morgensonne) in Gestalt eines Menschen mit dem Kopf eines Skarabäus (Mistkäfers); oft auf Abbildungen in Gräbern aus der Zeit des Neuen Reiches zu finden

.Krebs (Cancer) in der Geschichte von alters her

Wie wir in Jungfrau (Virgo) sahen, erklärt die Bibel, dass die Konstellationen von Gott geschaffen wurden. Sie waren als Wegweiser gegeben worden, bis Gottes Offenbarungen niedergeschrieben wurden. So unterrichteten Adam und seine Nachkommen ihre Kinder, um sie mit Gottes Vorhaben bekannt zu machen. Mit dem Sternbild Jungfrau (Virgo) begann die Geschichte und sagte das Kommen des Samens der Jungfrau voraus.

Das Sternbild Krebs (Cancer) ist eine Fortsetzung dieser Geschichte. Selbst wenn du im Sinne des modernen Horoskops kein Krebs bist, lohnt es sich, die astrologische Geschichte des Krebses kennen zu lernen.

Die ursprüngliche Bedeutung des Krebses (Cancer)

Die alten Ägypter lebten nahe der Zeit, als der Zodiak entworfen wurde. Somit ist der Skarabäus (Mistkäfer oder Pillendreher) der Schlüssel zum Verständnis der ursprünglichen Bedeutung des Krebssternzeichens (Cancer) im Zodiak, anstatt des Krebses im heutigen astrologischen Horoskop. Der Ägyptologe Sir Wallace Budge sagt Folgendes über Khepera (Chepre) und den Skarabäus-Käfers der alten Ägypter:

    KHEPERA [Chepre] war ein alter urzeitlicher Gott sowie eine Art Materie, die in    sich selbst den Lebenskeim trägt, der im Begriff ist, in einem neuen Dasein zu entstehen. Somit stellte er den toten Körper dar, aus dem das geistliche Wesen   hervorgeht. Er wird in der Gestalt eines Mannes dargestellt, der einen Käfer als Kopf hat; und dieses Insekt wurde zu seinem Emblem, denn es hieß, es sei aus     sich selbst geboren und selbsterschaffen.

   Sir W. A. Budge, Egyptian Religion, S. 99 (deutsche Übersetzung)

Der Skarabäus-Käfer: Uraltes Symbol der Auferstehung

Der Skarabäus-Käfer (Mistkäfer oder Pillendreher) durchläuft mehere Lebensphasen, bis er schließlich das Adultstadium erreicht. Nachdem sie aus dem Ei schlüpfen, sind die Skarabäen zuerst madenähnliche Larven, auch Engerlinge genannt. Als solche existieren sie im Boden und ernähren sich von verrottendem Kompost, Mist, Pilzorganismen, Wurzeln und verfaultem Fleisch.

Nach dem Umherkriechen als Engerlinge spinnen sie sich in einen Kokon als Puppe ein. In diesem Stadium hört jedliche Aktivität auf. Es wird keine Nahrung mehr aufgenommen. Alle Sinne sind geschlossen. Sämtliche Lebensfunktionen sind ausgesetzt. Der Skarabäus „überwintert” sozusagen im Kokon. Die Puppe macht eine Metamorphose durch, wobei der Körper aufgelöst und dann neu zusammengesetzt wird. Zu festgesetzter Zeit schlüpft schlussendlich der erwachsene Skarabäus-Käfer  aus dem Kokon hervor. In diesem Adultstadium sieht der Käfer der einstmaligen Madengestalt, die nur im Erdboden umherkriechen konnte, überhaupt nicht ähnlich. Nun kann der Käfer sich von der Erde losreißen, sich in die Luft schwingen und im Sonnenschein fliegen, wie es ihm gefällt!

Die alten Ägypter verehrten den Skarabäus, weil er für sie das Symbol der Auferstehung war, die den Menschen des Altertums verheißen wurde.

Das Sternbild Krebs (Cancer) erklärte ihnen, dass unser Leben nach einem ähnlichen Muster verläuft. Jetzt leben wir zwar auf der Erde als Sklaven mühseliger Arbeit und des Leidens, voller Finsternis und Zweifel – nichts als elende Häufchen von Unfähigkeiten wie die erdgeborenen und mistfressenden Engerlinge, obwohl wir in uns den Samen und das Potenzial letztendlicher Herrlichkeit tragen.

Dann endet unser irdisches Leben im Tod und unser innerer Mensch geht in einen mumien- und schlafähnlichen Zustand über, während wir auf den erweckenden Ruf zur Auferstehung warten, um in einem neuen Leib aus dem Grab hervorzubrechen. So sahen die Menschen des Altertums die Bedeutung und das Symbol des Krebses – die Auferstehung des Leibes, eingeleitet durch den Weckruf des Erlösers.

Wie der Skarabäus aus seinem „Winterschlaf” hervorbricht, so werden die Toten auferweckt.

   2 Und viele, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen, die einen zum   ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande. 3 Und die  Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur  Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.

Daniel 12,2-3 (Luther 2017)

Dies wird geschehen, sobald der Christus uns ruft, ihm auf dem Weg seiner Auferstehung zu folgen.

   20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling[sfrucht] unter   denen, die entschlafen sind. 21 Denn da durch einen Menschen der Tod    gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung derToten. 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als   Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird; 24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird,   nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt. 25 Denn er  muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« (Psalm     110,1). 26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. 27  Denn »alles hat er   unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alle   unterworfen hat. 28 Wenn aber alles ihm   untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei            alles in allem.

    1 Korinther 15,20-28 (Luther 2017)

 o wie der Skarabäus im Adultstadium ein anderes Lebewesen ist – mit Eigenschaften und Fähigkeiten, die beim madenähnlichen Engerling, aus dem er hervorging, unvorstellbar wären – wird sich auch unser Auferstehungsleib seinem Wesen nach völlig von unserem jetzigen Leib unterscheiden.

     20 Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, de  Herrn Jesus Christus, 21 der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle   Dinge untertan machen kann.

   Philipper 3,20-21 (Luther 2027)

   35 Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? 36 Du Narr: Was du säst, wird nicht    lebendig, wenn es nicht stirbt. 37 Und was du säst, ist ja nicht der Leib, de  werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. 38  Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigene  Leib. 39 Nicht alles Fleisch ist das gleiche Fleisch, sondern ein anderes Fleisch  haben die Menschen, ein anderes das Vieh, ein anderes die Vögel, ein anderes   die Fische. 40 Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber eine    andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. 41 Einen andern Glanz hat die Sonne, einen andern Glanz hat der Mond, einen andern Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern durch seinen Glanz. 42 So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 43 Es wird gesät in Niedrigkeit und  wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. 44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen  ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen  geistlichen Leib. 45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu     einem lebendigen Wesen« (1. Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. 46 Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der       natürliche; danach der geistliche. 47 Der erste Mensch ist von der Erde und    irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. 48 Wie der irdische ist, so sind auch    die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen. 49 Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das    Bild des himmlischen.

  1 Korinther 15,35-49 (Luther 2017)

         Bei seiner Wiederkunft wird dieses alles eintreten.

    13 Wir wollen euch aber, Brüder und Schwestern, nicht im Ungewissen lasse über die, die da schlafen, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine    Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die da entschlafen sind, durch Jesus mit ihm führen. 15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zum Kommen des Herrn, denen nicht        zuvorkommen werden, die entschlafen sind. 16 Denn er selbst, der Herr, wird,  wenn der Ruf ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes    erschallen, herabkommen vom Himmel, und die Toten werden in Christus   auferstehen zuerst. 17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken, dem Herrn entgegen in die    Luft. Und so werden wir beim Herrn sein allezeit. 18 So tröstet euch mit diesen   Worten untereinander.

1 Thessalonicher 4,13-18 (Luther 2017)

   Deine Krebs-/Cancer-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

 „Horoskop” ist vom griechischen „hora” (Stunde) abgeleitet, und kennzeichnet (skopus) viele dieser sakralen „Stunden” und „Zeiten”. Die Krebs-/Cancer-Stunde (hora) wurde von Jesus folgenderweise gekennzeichnet:

  24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht  sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. 25 Wahrlich, wahrlich,  ich sage euch: Es kommt die Stunde (hora) und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören, die werden   leben. 26 Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber;

      Johannes 5:,24-26 (Luther 2017)

  So kommt also die bestimmte „Stunde”, wenn er, der die Welt durch sein Wort ins Dasein gesprochen hat, wieder sprechen wird. Alle, die ihn hören, werden aus den Toten auferstehen. Das Krebssternzeichen (Cancer) war das Symbol dieser kommenden Stunde der Auferstehung, wie die Sternkundigen des Altertums es gedeutet haben.

Du und ich dürfen das Krebs-/Cancer-Horoskop von heute in folgender Weise auf uns anwenden:

Das Sternbild Krebs (Cancer) sagt uns, dass wir beständig auf die „hora” unserer Auferstehung vorbereitet sein sollen. Manche Leute sagen, dass es eine solche kommende Auferstehung nicht gibt; aber lass dich dadurch nicht beirren. Wer im Hier und Heute nur fürs Essen und Trinken lebt, um das Leben zu genießen, hält sich selbst zum Narren. Und würdest du die ganze Welt gewinnen, sie mit Liebhabern, Vergnügungen und Abenteuern vollpacken, nur um dann deine Seele zu verlieren – was hättest du davon? Bleibe fest! Lass dich durch nichts vom rechten Weg abbringen. Richte deinen Blick nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist nur zeitlich, das Unsichtbare aber ist ewig. Im Unsichtbaren wartet bereits eine Menge Entschlafener mit dir auf den Weckruf zur Auferstehung. Wirf alles ab, was dich hindern könnte, das Unsichtbare zu „sehen”, auch die Sünde, die uns so leicht umstrickt! Dann halte durch mit Ausdauer in dem Wettkampf, zu dem du angetreten bist; und halte den Blick fest auf das lebendige Lamm gerichtet – auf Jesus, den Urheber und Vollender des Glaubens. Angesichts der vor ihm liegenden Freude hat er das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt..Achte auf ihn, der doch solchen Widerspruch von Sündern erduldet hat, damit du nicht ermüdest und den Mut sinken lässt (s).

. Hebräer 12,1-3

Zur Vertiefung ins Sternbild Krebs (Cancer) und zur Fortsetzung in der Zodiakgeschichte

Das Zeichen des Krebses (Cancer) war ursprünglich nicht dazu gedacht, richtige Entscheidungen bezüglich Gesundheit, Liebe und Wohlstand zu treffen. Vielmehr setzte Gott das Sternbild an den Himmel, um darauf hinzuweisen, dass der Erlöser sein Werk der Erlösung durch die Auferstehung vollenden wird – so wie das Sternbild Krebs (Cancer) es darstellt.

Für den Anfang der Zodiakgeschichte siehe das Sternbild Jungfrau (Virgo). Der Zodiakzyklus wird mit dem Sternbild Löwe (Leo) fortgesetzt. Zur Vertiefung in das Sternzeichen Krebs (Cancer) siehe:

Zwillinge (Gemini) im Zodiak der Antike

Gemini ist die lateinische Bezeichnung für Zwillinge. Nach dem heutigen Horoskop gilt als Zwilling (Geminae; Mz. Gemini), wer zwischen dem 22. Mai und dem 21. Juni geboren wurde. Im Zodiak stellt das Sternzeichen Zwillinge (Gemini) zwei Personen dar, für gewöhnlich (obschon nicht immer) männlichen Geschlechts. In der modernen astrologischen Auslegung des Zodiaks der Antike folgen viele deren Rat, um Liebe, Glück, Wohlstand und Gesundheit sowie Einblick in die eigene Persönlichkeit zu gewinnen.

Die Sternenkonstellation der Zwillinge (Gemini)

Aber war das die Art und Weise, wie man ursprünglich Zwillinge (Gemini) interpretierte? Was bedeutete das Sternzeichen für die Sternkundigen des Altertums?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Hier ein Bild der Sternenkonstellation Zwillinge (Gemini). Kann man so etwas wie Zwillinge in diesen Sternen entdecken?

Ein Foto der Sternenkonstellation Zwillinge (Gemini). Kannst du Zwillinge sehen?

Selbst wenn man Verbindungslinien zwischen den Sternen zieht, ist es schier unmöglich, Zwillinge zu „sehen”. Man sieht vielleicht zwei Personen, wie aber kam man auf „Zwillinge”?

Das Sternbild Zwillinge (Gemini) mit Verbindungslinien

Das nachstehende Zodiakplakat aus dem Magazin „National Geographic” zeigt das  Zwillingssternbild (Gemini) aus der Sicht der nörtdlichen Erdhalbkugel.

Zodiaksternatlas im „National Geographic”; Zwillinge (Gemini) rot umrandet

Selbst wenn die Sterne des Zwillingszeichens (Gemini) durch Linien verbunden werden, lassen sich Zwillinge nur schwer erkennen. Dennoch ist dies das Zwillingssternzeichen seit Menschengedenken.

Kastor und Pollux vor langer Zeit

Das Zwillingspaar wird im Evangelium erwähnt, als Paulus und seine Begleiter per Schiff nach Rom reisten. Sie bemerkten:

Nach drei Monaten aber fuhren wir ab mit einem Schiff aus Alexandria, das bei    der Insel überwintert hatte und das Zeichen der Zwillinge führte.         

Apostelgeschichte 28,11; Luther 2017

Hier begegnen uns die Zwillinge (Gemini) – im Urtext „Dioskuren“ (Διόσκουροι) genannt. Es sind Kastor und Pollux, damals bekannt als die Zwillingssöhne von Zeus und Leda; sie galten als Schutzgötter der Seefahrt und waren als Gallionsfiguren beliebt. Es sind die traditionellen Namen der Zwillinge, die demnach bereits vor rund 2000 Jahren bekannt waren.

Wie bei den anderen Konstellationen ist das Bild von Zwillingen auch in dieser Konstellation nicht immanent enthalten. Der Gedanke des Zwillingspaares existierte vielmehr zuerst in anderen Quellen als den Sternen selbst und wurde dann in der Astrologie auf die Konstellation übertragen. Was aber bedeutete dies für die Sternkundigen des Altertums?

Zwillinge (Gemini) im Zodiak

Das nachstende, über 2000 Jahre alte Bild zeigt die Zwillinge (Gemini) rot umrandet im Zodiak aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris). Die beiden Personen sieht man auch in der nebenstehenden Skizze.

Der altägyptische Dendera-Zodiak – Zwillinge (Gemini) rot umrandet

In diesem alten Dendera-Zodiak ist eine der Figuren weiblich. Statt der sonst üblichen männlichen Zwillinge werden sie in diesem Zodiak als Mann und Frau dargestellt.

Nachfolgend einige weit verbreitete astrologische Darstellungen der Zwillinge (Gemini):

Astrologische Abbildungen der Zwillinge (Gemini) – stets als Paar, aber manchmal, auch heiute noch, männlich-weiblich

Warum hat man von alters her die Zwillinge zwar als Paar, jedoch nicht immer als männliche Zwillinge betrachtet?

Zwillinge (Gemini) in der Geschichte des Altertums

Wir sahen beim Sternbild Jungfrau (Virgo), dass die Bibel Gott als den Schöpfer der Konstellationen be zeichnet. Sie wurden der Menschheit in Form einer Erzählung als Zeichen gegeben, bis die Offenbarungen Gottes niedergeschrieben wurden. In dieser Weise belehrten Adam und seine Nachkommen ihre Kinder über den Erlösungsplan Gottes. Das Sternbild Jungfrau (Virgo) sagte das Kommen Jesu Christi als Samen der Jungfrau voraus.

Zwillinge (Gemini) führt diese Geschichte weiter aus. Auch wenn du im Sinne des modernen Horoskops kein Zwilling bist, lohnt es sich für uns alle, die astrologische Geschichtserzählung im Sternbild Zwilling (Gemini) kennen zu lernen.

Die ursprüngliche Bedeutung der Zwillinge (Gemini)

Wir können die ursprüngliche Bedeutung des Sternbilds Zwillinge (Gemini) von den Namen her verstehen. Später wurde dies durch die heidnischen griechischen und römischen Mythen, wie sie von der modernen Astrologie verstanden werden, entstellt.

Arabische Astrologen des Mittelalters gaben den althergebrachten Sternkonstellationen ihre Namen. Der Stern Kastor (lat, Castor; zu deutsch Biber)) heißt auf Arabisch Al-Ras al-Taum al-Muqadim, zu deutsch „der Kopf des vordersten Zwillings”. Prominentester Stern im (sechssternigen System) Kastor ist Tejat Posterior, zu deutsch „der Hinterfuß”, nämlich Kastors. Manchmal findet man auch die Bezeichnung Calx, zu deutsch „Ferse”.  Ein weiterer prominenter Stern erhielt den überlieferten Namen Mebsuta, aus dem Altarabischen Mabsūṭah, zu deutsch „die ausgestreckte Tatze”; denn in der arabischen Kultur stellt Mabsūṭah Löwentatzen dar.

Pollux ist bekannt als „der Kopf des zweiten Zwillings”, arabisch Al-Ras al-Tau’am al-Mu’akhar. Die Bedeutung liegt nicht so sehr auf zwei gleichzeitig Geborenen, als vielmehr auf zwei sich Ergänzenden oder miteinander Verbundenen. Dasselbe Wort finden wir in der Torah, wo es in Bezug auf zwei Bretter in der Bundeslade heißt:

… dass beide (Ecken) mit ihren Eckbrettern unten und oben verbunden sind und so die Ecken bilden.

     2. Mose 26,24 (Luther 2017)

 So wie die Ecken der Bundeslade aus jeweils zwei Brettern zusammengefügt sein sollten, wurden auch die Zwillinge (Gemini) zusammengefügt – nicht durch ihre gleichzeitige Geburt, sondern durch ihr Verbundensein miteinander. Da Kastor mit der “Ferse” (s. Scorpius) und der „Löwentatze” (s. Leo) identifiziert wird, handelt es sich um Prophezeiungen, die Jesus Christus betreffen. Somit ist Kastor ein astrologisches Bild von Jesus Christus bei seiner Wiederkehr.

Wer aber ist der mit ihm verbundene „Zwilling”?

Die schriftlichen Überlieferungen geben uns zwei Darstellungen als Erklärung für die zwei Bilder der Zwillinge (Gemini): 1. als vereinte Brüder, und 2. als ein Paar bestehend aus Mann und Frau.

Zwillinge (Gemini) – der Erstgeborene und adoptierte Brüder

Das Evangelium erklärt, Jesus Christus, als Sohn Gottes, ist:

   … das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.            

Kolosser 1,15

Der „Erstgebirne” besagt, dass später noch andere hinzukommen. Paulus bestätigt dies:

    Denn die er [Gott] ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie   gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei   unter vielen Brüdern.

    Römer 8,29 (Luther 2017)

        Dieses Bild greift zurück auf die Schöpfung. Als Gott Adam und Eva erschuf, heißt es:

   Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn;     und schuf sie als Mann und Frau.

     1. Mose 1,27 (Luther 2017)

       Adam und Eva wurden in ihrem Wesen im geistlichen Ebenbild Gottes erschaffen. Daher heißt es in Bezug auf Adam::

            … Adam – der war Sohn Gottes (Urtext: Ἀδὰμ τοῦ Θεοῦ – Adam, des Gottes)

   Lukas 3,38 (Zürcher)

Als Adam und Eva Gott ungehorsam waren, wurde dieses Ebendbild entstellt und unsere Sohnschaft zerstört. Aber durch das Kommen Jesu Christi als „erstgeborener Sohn” (s. hier die Bedeutung von „Sohn”), wurde das Ebenbild Gottes wieder hergestellt und uns in ihm ermöglicht:

   12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu      werden, denen, die an seinen Namen glauben; 13 die nicht aus dem Blut, noch        aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus    Gott geboren sind.

Johannes 1,12-13 (Schlachter 2000)

  Das uns angebotene Geschenk lautet: „… Kinder Gottes zu werden.” Niemand wird als Kind Gottes geboren; allein durch den Glauben an Jesus Christus adoptiert Gott uns als seine Kinder

s. Galater 3,26

    4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau    und unter das Gesetz getan, 5 damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen.

Galatians 4:4-5 (Schlachter 2000)

  Das war die Horoskoplesung der Waage (Libra). Durch Jess Christus werden wir als Kinder Gottes adoptiert. Dies geschieht durch das Geschenk Jesu Christi, des Erstgeborenen.

Nach seiner Wiederkunft wird Jesus Christus als König herrschen. Die Bibel schließt mit der Vision des Johannes, in der er die Rolle des adoptierten jüngeren „Zwillingsbruders” beschreibt:

  Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichts einer Lampe und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird über ihnen leuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Offenbarung 22,5 (Luther 2017)

   Das ist fast der letzte Satz der Bibel, wie sie die Erfüllung aller Dinge sieht. Sie beschreibt hier, wie die adoptierten Brüder zusammen mit dem Erstgeborenen regieren werden. Den Sternkundigen des Altertums wurde dies vor langer Zeit bereits im Sternbild Zwillinge (Gemini) vor Augen gehalten: Der vorderste und der zweite Bruder regieren gemeinsam im Himmel.

Zwillinge (Gemini) – Mann und Frau vereint

Die Bibel spricht auch von der Hochzeit des Bräutigams und der Braut als ein Bild der Beziehung zwischen Christus und denen, die ihm angehören. Die Details der Schöpfung Evas und ihrer Vermählung mit Adam am Freitag der Schöpfungswoche waren absichtlich geplant als Vorausschatten dieser Vereinigung mit dem Messias. Dasselbe Bild finden wir in der Liebesgeschichte von Ruth und Boas. Das Evangelium schließt mit dem Bild des Hochzeitsmahls des Lammes (Aries) und seiner Braut.

    Lasst uns fröhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben! Denn gekommen   ist die Hochzeit des Lammes, und seine Braut [γυνὴ – Frau] hat sich schön    gemacht.

Offenbarung 19,7Zürcher

 Diese Einladung ergeht im Schlusskapitel im Hinblick auf die kosmische Vereinigung des Lammes und seiner Braut.

 Und der Geist und die Braut [νύμφη] sprechen: Komm! Und wer es hört, der        spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; wer da will, der nehme das     Wasser des Lebens umsonst.

Offenbarung 22,17Luther 2017

   Der Wassermann (Aquarius) wird heiraten und lädt uns ein, zu seiner Braut zu gehören. Das war schon vor langer Zeit im Sternzeichen Zwillinge (Gemini) verbildlicht worden – die kosmische Vereinigung des Lammes und seiner Braut.

Deine Zwillings-/Gemini-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

 „Horoskop” ist vom griechischen „hora” (Stunde) abgeleitet, und die Bibel  kennzeichnet (skopus) viele dieser sakralen „Stunden”. Jesus markierte die „Stunde” (hora) der Zwillinge (Gemini) in seinem Gleichnis vom Hochzeitsmahl (und den klugen und törichten Jungfrauen):

 1 Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. 2 Aber fünf von ihnen   waren töricht und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie      nahmen kein Öl mit. 4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt    ihren Lampen. 5 Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig  und schliefen ein. 6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der      Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. 8 Die törichten aber sprachen zu den    klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. 9  Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch  nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst. 10 Und als   sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit   ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. 11 Später kamen auch   die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! 12 Er antwortete    aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Darum    wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde (hora).

         Matthäus 25,1-13 (Luther 2017)

      Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist schon bereit!

     Lukas 14,17 (Luther 2017)

  Das Zwillings-/Gemini-Horoskop hat zwei „Stunden”. Jesus lehrte, dass es eine bestimmte, aber unbekannte „Stunde” gibt, in der die Hochzeit stattfindet, und viele werden sie verpassen. Das ist der Sinn des Gleichnisses von den zehn Jungfrauen. Einige von ihnen waren auf die bestimmte „Stunde” nicht vorbereitet und verpassten sie. Doch diese „Stunde” ist noch nicht gekommen, und die Einladungen zum Hochzeitsmahl ergehen immer noch an alle Menschen. Es ist die „Stunde”, in der wir jetzt leben. Wir brauchen einfach nur zu kommen, denn alle Vorbereitungen zum Hochzeitsmahl hat Jesus bereits getroffen.

Du und ich dürfen die Horoskoplesung der Zwillinge (Gemini) wie folgt auf uns anwenden:

Zwillinge (Gemini) erklärt, dass die Einladung zu deiner wichtigsten Beziehung noch immer offen ist. Du bist zur einzigen persönlichen Beziehung eingeladen, die – gemäß den Sternen – sämtliche anderen Bestrebungen in den Schatten stellen wird – nämlich die Sohnschaft durch Adoption in die kosmische königliche Familie. Diese Beziehung wird nie vergehen, verderben oder verblassen. Der Bräutigam wird jedoch nicht immer auf dich warten! Darum sei stets darauf bedacht, mit wachsamem und nüchternem Sinn deine Hoffnung auf die Gnade zu setzen, die dir bei der Offenbarung des Bräutigams bei seinem Kommen zuteil werden soll. Als gehorsames Kind deines himmlischen Vaters gib dich deshalb nicht den sündigen Begierden hin, für die du in Unwissenheit über diese deine Bestimmung bisher gelebt hast. Da du ja nun den Vater anrufst, der das Werk eines jeden Menschen unparteiisch richtet, führe dein Leben in Gottesfurcht, solange du hier in der Fremde weilst. Lege nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede. Dein Schmuck sollte nicht der äußerliche sein, mit Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder feiner Kleidung; sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der von dem kommenden Bräutigam sehr geschätzt wird. Und im Übrigen sei mitfühlend, liebevoll, barmherzig und demütig mit allen um dich her. Das sind die Wesensmerkmale, die den Mitmenschen deinen Einklang mit deiner ewigen Bestimmung beweisen – sie sind ja ebenfalls zu demselben königlichen Geburtsrecht und Hochzeitsmahl eingeladen!.(vgl. 1. Petrus 1)

Zur Weiterführung in die Zodiakgeschichte und Vertiefung ins Sternbild der Zwillinge (Gemini)

Das Sternzeichen der Zwillinge (Gemini) war ursprünglich nicht dazu gedacht, richtige Entscheidungen bezüglich Gesundheit, Liebe und Wohlstand zu treffen. Vielmehr setzte Gott das Sternbild an den Himmel, um darauf hinzuweisen, dass der Erlöser sein Werk der Erlösung vollenden wird. Das Sternbild Zwillinge (Gemini) führt zu der Erkenntnis, dass wir in die Familie des erstgeborenen Bruders aufgenommen und zum himmlischen Hochzeitsmahl eingeladen sind.

Für den Anfang der Zodiakgeschichte siehe das Sternbild Jungfrau (Virgo). Der Zodiakzyklus wird mit dem Sternbild Krebs (Cancer) fortgesetzt. Zur Vertiefung im Sternzeichen Zwillinge siehe:

Stier (Taurus) im Zodiak der Antike

Der Stier (Taurus) ist das Sternbild eines wütend angreifenden Bullen mit mächtigen Hörnern. Nach dem heutigen Horoskop gilt als Stier, wer zwischen dem 21. April und 21. Mai geboren wurde. In der modernen astrologischen Auslegung des Zodiaks der Antike folgen viele deren Rat, um Liebe, Glück, Wohlstand und Gesundheit sowie Einblick in die eigene Persönlichkeit zu gewinnen.

Woher aber kam der Bulle? Was bedeutet er?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Im Zodiak des Altertums war das Sternbild Stier (Taurus) die neunte von zwölf astrologischen Konstellationen, die insgesamt einen großen Geschichtszyklus bildeten. Die Sternzeichen Jungfrau (Virgo) bis Schütze (Sagittarius) ergeben eine astrologische Einheit in Bezug auf den Erlöser und dessen Kampf auf Leben und Tod mit seinem Feind. Steinbock (Capricornus) bis Widder (Aries) bilden eine weitere Einheit im Hinblick auf das Werk des Erlösers für uns. Der Stier (Taurus) eröffnet die dritte und abschließende astrologische Einheit in Bezug auf die Wiederkunft des Erlösers und die endgültige Sichtbarwerdung seines Sieges. Diese Einheit beginnt mit einem Bullen und endet mit einem Löwen (Leo); betrifft demnach Macht und Autorität.

Im Zodiak der Antike galt das Sternzeichen Stier (Taurus) für alle Menschen, da es Geschehnisse voraussagte, die jeden betrafen. Also selbst wenn du im Sinne des modernen Horoskops kein Stier bist, lohnt sich dennoch das Wissen um diese uralte Astrologiegeschichte, eingebettet in den Sternen des Stieres (Taurus).

Die Stierkonstellation (Taurus) in der Astrologie

Der Stier (Taurus) ist eine Sternenkonstellation von einem Bullen mit markanten Hörnern. Nachstehend die Sterne des Sternbilds Stier (Taurus). Kann man wirklich so etwas wie einen Stier mit Hörnern in diesem Foto erkennen?

Die Sterne des Stieres (Taurus)

Das nachstehende Zodiakplakat aus dem Magazin „National Geographic” zeigt das  Stier-Sternbild (Taurus) nebst anderen astrologischen Bildern des Zodiaks. Ist der Bulle etwa deutlicher zu sehen?

Stier (Taurus) im „National Geographic”-Magazin

Hier nun das Sterne des Stierzeichens (Taurus) mit Verbindungslinien. Kann man den Bullen mit Hörnern besser ausfindig machen? Es sieht mehr wie ein kosmisches K aus.

Die Stierkonstellation (Taurus) mit Verbindungslinien

Dennoch ist dies das Stier-Sternzeichen seit Menschengedenken. Nachstehend ein über 2000 Jahre altes Bild des Zodiaks aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris). Das Zodiakbild des Stieres (Taurus) ist rot umrandet.

Stier (Taurus) im Dendera-Zodiak

Wie bei den anderen Konstellationen ist das Bild eines gehörnten Bullen auch in dieser Konstellation nicht immanent enthalten. Der Gedanke des Bullen (bzw. Stieres) existierte vielmehr zuerst in anderen Quellen als den Sternen selbst und wurde dann in der Astrologie auf die Konstellation übertragen. Aber warum? Was bedeutete dies für die Sternkundigen des Altertums?

Taurus, der Bulle (oder Stier)

Das astrologische Bild des Stieres (Taurus) zeigt den Bullen mit markanten Hörnern, den Kopf gesenkt zum Angriff. Der Bulle scheint demnach äußerst wütend zu sein – bereit, jeden, der ihm in den Weg kommt, in ungestümer und unbändiger Energie aufzuspießen.

Der Stier (Taurus) als astrologisches Bild – mit den Plejaden rot umrandet

Die Plejaden (auch Atlantiden, Atlantiaden, Siebengestirn, Taube, Sieben Schwestern, Gluckhenne – rot umrandet) sind ein Sternhaufen mitten im Nacken des Stieres (Taurus). Die früheste Erwähnung der Plejaden erscheint im biblischen Buch Hiob. Dieser lebte um die Zeit Abrahams, vor ca. 4000 Jahren. Dort lesen wir:

Er hat die Sterne geschaffen – den Bären, den Orion, die Plejaden und das Kreuz (oder die Sternbilder) des Südens. 

   Hiob 9,9 (HFA; vgl. Luther 1912

 Die Konstellationen, einschließlich der Plejaden (und somit das Sternbild des Stieres/Taurus) wurden demnach vom Schöpfer selbst geschaffen. Urspünglich war der Zodiakzyklus seine Geschichte, die er den Sternkundigen des Altertums gegeben hatte, ehe seine Offenbarungen niedergeschrieben wurden. Das Hauptthema dieser Geschichte war das Kommen Jesu (s. das Sternbild Jungfrau [Virgo] – geboren von einer Jungfrau). Der Stier (Taurus) führt die Geschichte in größerem Rahmen fort. Die Hörner des Stieres (Taurus) und die Psalmen sind der Schlüssel zu dieser Erkenntnis.  Der Messias (Christus) musste dem Geschlecht Davids entstammen (der Titel Messias = der Gesalbte = Christus). Unter den bildlichen Ausdrücken, die den kommenden Christus beschreiben, finden wir „das Horn”:

Daselbst lasse ich aufgehen das Horn Davids, ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zugerichtet.

  Psalm 132,17 Luther 2017

            … du erhöhst mein Horn wie bei einem Wildstier und salbst mich mit frischem Öl.

            Psalm 92,11 Luther 2017

Das „Horn” stellt Macht und Autorität dar. Der „Gesalbte” (Christus) war das Horn Davids. Bei seinem ersten Kommen übte er noch nicht die Gewalt seines Horns aus, da er als dienender Knecht kam. Bedenken wir jedoch, wie es bei seinem zweiten Kommen sein wird:

     1 Kommt herzu, ihr Völker, und höret; ihr Nationen, merkt auf! Die Erde höre zu    und was sie füllt, der Erdkreis und was darauf lebt! 2 Denn der HERR ist zornig  über alle Völker und ergrimmt über all ihre Heere. Er hat sie mit dem Bann belegt   und zur Schlachtung dahingegeben. 3 Und ihre Erschlagenen werden    hingeworfen werden, dass der Gestank von ihren Leichnamen aufsteigen wird     und die Berge von ihrem Blut fließen. 4 Und alles Heer des Himmels wird     dahinschwinden, und der Himmel wird zusammengerollt werden wie eine    Buchrolle, und all sein Heer wird hinwelken, wie ein Blatt verwelkt am Weinstock und wie ein dürres Blatt am Feigenbaum. 5 Denn mein Schwert ist trunken im  Himmel, und siehe, es wird herniederfahren auf Edom und auf das Volk, das ich   mit dem Bann belegt habe zum Gericht. 6 Des HERRN Schwert ist voll Blut und   trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder.   Denn der HERR hält ein Schlachten in Bozra und ein großes Opfer im Lande   Edom. 7 Da werden Wildstiere mit ihnen niedersinken und junge Stiere samt den   Büffeln. Und ihr Land wird trunken werden von Blut, und die Erde wird triefen von f ett. 8 Denn es kommt der Tag der Rache des HERRN und das Jahr der Vergeltung, um Zion zu rächen.

Jesaja 34,1-8 (Luther 2017)

  Die Auflösung der Sterne ist genau das, was Jesus als Zeichen seiner Wiederkunft genannt hat. Der Prophet Jesaja (700 v.Chr.) sagt hier dasselbe Ereignis voraus. Es beschreibt die Stunde der Wiederkunft Christi, um die Welt in Gerechtigkeit zu richten, Diese Stunde des kommenden Gerichts wird am Himmel bildlich durch das Sternzeichen des Stieres (Taurus) dargestellt, aufgezeichnet in der Bibel. Christus kommt wieder – als Richter.

Deine Stier-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

Die prophetischen Schriften beschreiben die „hora” des Stieres (Taurus) wie folgt:

   6 Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. 7 Und er sprach mit großer Stimme:   Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist  gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und   die Wasserquellen!

Offenbarung 14,6-7Luther 2017

  Das griechische Wort für „Stunde” ist ώρα (hora) und ist im Wort „Horoskop” enthalten. Die prophetische Lesung besagt, dass diese „Stunde” kommen wird; es ist die „Stunde”, die durch das Sternbild Stier (Taurus) im astologischen Horoskop des Altertums gekennzeichnet wird.

Du und ich dürfen die Horoskoplesung des Stieres (Taurus) wie folgt auf uns anwenden:

Das Sternzeichen des Stieres (Taurus) sagt uns, dass das Ende mit einem riesigen Knall kommen wird, der alle Lichter des Himmel auslöscht. Es wird nicht einmal mehr Planeten geben, die Konstellationen bilden könnten. Es wäre daher ratsam, deine Zeit gut auszunutzen, solange die Sterne noch leuchten. Ein guter Anfang wäre die Charaktereigenschaft der Demut; denn Gott widersteht den Stolzen, aber den Demütigen gibt er Gnade (s. Jakobus 4,6). Mit anderen Worten, es gibt keinen Einklang zwischen Gott und Hochmut in dir. Und es sieht ganz danach aus, dass du und jeder andere Mensch in jener „Stunde” sehnlichst nach Gottes großer Barmherzigkeit verlangen wirst. Ein Wesensmerkmal, nach welchem er in jener Stunde Ausschau hält, ist, ob du ihn liebst oder nicht. Woher weißt du, ob du ihn liebst? Wie er gesagt hat, du liebst ihn, wenn du dich an seine Gebote hältst (s. Johannes 14,15). Das bedeutet zumindest, dass du seine Gebote kennst und sie einhältst. Ein besonderes Wesensmerkmal, worauf er hohen Wert legt, ist deine Liebe zum Nächsten. Natürlich kann Gottes Vorstellung von der Liebe anders sein als deine; daher wirst du wissen wollen, was er über die wahre Liebe sagt. Sein Liebesbegriff wird dich in jeder Beziehung weit bringen, sei es bei der Arbeit, zu Hause oder in der romantischen Liebe. Jesus sprach weniger darüber, was du bei der Liebe empfindest, und mehr darüber, wie die Liebe dein Tun und Lassen beeinflusst. So sagt er z.B., dass die Liebe geduldig und gütig ist; sie kennt keinen Neid, sie ist nicht überheblich und nicht eingebildet (s. 1 Korinther 13,4). Wenn du diese Eigenschaften in deinem Leben praktizierst, ist das eine gute Vorbereitung für die „Stunde” des Stieres (Taurus). Ein letzter Gedanke: Vielleicht führt es dich zur Erkenntnis, was es mit dem „ewigen Evangelium” auf sich hat, das der Engel allen Erdbewohnern zu verkünden hatte.

Zur Weiterführung im Zodiak und Vertiefung ins Sternbild des Stieres (Taurus)

Im Sternzeichen Stier (Taurus) ist die Rede vom Gericht. Im Sternbild Zwillinge (Gemini) wird deutlich, was mit denen geschieht, die dieses Gericht bestehen, d.h., nicht verurteilt werden. Für den Anfang der Zodiakgeschichte siehe das Sternbild Jungfrau (Virgo).

Zur Vertiefung in die schriftlich aufgezeichnete Geschichte des Stieres (Taurus) siehe: ??

Widder (Aries) im Zodiak der Antike

Widder (Aries) ist die achte Zodiakkonstellation und beschließt die Zodiakeinheit, die die uns entstehenden Segnungen aus dem Sieg des kommenden Erlösers offenbart. Das Sternbild des Widders (Aries) stellt einen lebendigen, kraftvollen Schafsbock dar, der seinen Kopf hochhält. Nach dem heutigen Horoskop gilt als Widder, wer zwischen dem 21. März und 20. April geboren wurde. In der modernen astrologischen Horoskoplesung des Zodiaks der Antike folgen viele deren Rat, um Liebe, Glück, Wohlstand und Gesundheit sowie um Einblick in die eigene Persönlichkeit zu gewinnen.

Was aber bedeutete das Widder-Sternbild (Aries) ursprünglich?

Zur Warnung: Die Antwort auf diese Frage zeigt dein Horoskop vielleicht aus einer unerwarteten Sicht. Das könnte dich, anstatt einfach dein Horoskop unter deinem Sternzeichen nachzulesen, auf einen völlig anderen Weg führen…

Beim Sternbild Jungfrau (Virgo) sahen wir, dass die Bibel Gott seit Beginn der Menschheitsgeschichte als den Schöpfer der Zodiakkonstellationen nennt. In dieser ursprünglichen Geschichte der Sterne war jedes Kapitel für jeden Menschen gedacht. Also selbst wenn du im Sinne des modernen Horoskops kein Widder bist, lohnt sich dennoch das Wissen um diese uralte Astrologiegeschichte.

Die Sternenkonstellation des Widders (Aries)

Hier ein Bild der Sterne, die den Widder (Aries) darstellen sollen. Kann man wirklich so etwas wie einen Schafsbock mit erhobenem Haupt in diesem Foto erkennen?

Die Sternenkonstellation des Widders (Aries) am Nachthimmel

Selbst wenn man Verbindungslinien zwischen den Sternen zieht, ist es immer noch schier unmöglich, einen Widder zu entdecken. Wie kamen die Sternkundigen der Antike darauf, in diesen Sternen einen lebendigen Schafsbock zu sehen?

Die Widderkonstellation (Aries) mit Verbindungslinien

Dennoch ist dies das Widder-Sternzeichen seit Menschengedenken. Nachstehend ein über 2000 Jahre altes Bild des Zodiaks aus dem ägyptischen Tempel von Dendera (heute im Louvre, Paris). Widder (Aries) ist rot umrandet.

Widder (Aries) im altägyptischen Zodiak des Dendera-Tempels

Untenstehend einige Bilder des Widder-Sternzeichens, gebräuchlich in der Astrologie seit Menschengedenken

Was ist die Bedeutung des Schafsbocks?

Was ist daran so wichtig für dich und mich?

Ein Bild der astrologischen Konstellation des Widders (Aries)
Ein klassisches Zodiakbild des Widders (Aries)

Die ursprüngliche Bedeutung des Widders (Aries)

Beim Steinbock (Capricornus) starb das Vorderteil des Ziegenbocks, damit die Fische leben konnten. Doch das Band der Fische (Pisces) hielt die Fische noch gebunden. Sie stehen noch unter der Knechtschaft der Vergänglichkeit und des Todes. Wir machen viele Nöte durch, werden alt und sterben! Dennoch leben wir in der großen Erwartung einer leiblichen Auferstehung. Es ist der Widder (Aries), dessen Vorderbein sich gegen das Band der Fische (Pisces) ausstreckt und uns so offenbart, wie das geschehen wird.  Mit dem verstorbenen Ziegenbock (Capricornus) geschah etwas Erstaunliches. Die Bibel beschreibt es folgendermaßen:

   6 Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen   Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte     sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde. 7 Und es kam und nahm das Buch aus der  Rechten dessen, der auf dem Thron saß.8 Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene   Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. 9 Und sie sangen ein  neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft     mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen, 10   und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden. 11 Und ich sah, und ich hörte eine Stimme von     vielen Engeln rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten; und ihre Zahl war zehntausendmal zehntausend und tausendmal    tausend; 12 die sprachen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und  Stärke und Ehre und Ruhm und Lob! 13 Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist, und was auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebührt    das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! 14      Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die 24 Ältesten fielen    nieder und beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

  Offenbarung 5,6-14 (Schlachter 2000)

          Widder (Aries) – das lebendige Lamm!

Die wunderbare Botschaft, geplant von Anbeginn der Menschheitsgeschichte, lautet, dass das Lamm, obschon es geschlachtet war, wieder lebendig wurde! Wer war dieses geschlachtete Lamm? Johannes der Täufer bezieht das von Ibrahim (Abraham) dargebrachte Opfer auf Jesus:

Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe,   das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

Johannes 1,29; Luther 2017

Jesus war drei Tage nach seiner Kreuzigung aus den Toten auferstanden. Vierzig Tage später, die er noch mit seinen Jüngern verbracht hatte, fand seine Himmelfahrt statt, wie die Bibel berichtet. Das Lamm lebt und ist im Himmel – genau wie es das Sternbild des Widders (Aries) es offenbart.

Johannes beschreibt, was er später in derselben Vision sah:

   9 Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem   Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in  ihren Händen, 10 und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei unserm Gott, derauf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!

Offenbarung 7,9-10 (Luther 2017)

 Das sind die Menschenmengen, die im Sternbild Fische (Pisces), bildlich dargestellt und zum Lamm gekommen sind. Hier aber sind die Bande der Vergänglichkeit und des Todes zerrissen. Der Widder (Aries) hat die Fische (Pisces) von den Banden befreit.  Sie haben jetzt die endgültige Fülle der Erlösung und des ewigen Lebens empfangen.

Deine tägliche Widder-Horoskoplesung anhand des antiken Zodiaks

„Horoskop” ist vom griechischen „hora” (Stunde) abgeleitet, und die Bibel  kennzeichnet viele wichtige „Stunden”; Wir haben die entscheidenden „Stunden” vom Sternbild Jungfrau (Virgo) bis zu den Fischen (Pisces) in den propetischen Schrift untersucht. Aber es ist der andere griechische Begriff im Wort “Hosroskop”, nämlich skopus (σκοπός), der die Lesung im Sternzeichen des Widders (Aries) hervorhebt. Skopus bezeichnet das „Ziel oder Kennzeichen, das man anschaut, überdenkt, auf das man sich konzentriert”.Widder (Aries) ist das Sternzeichen des ewigen Lammes Gottes im Zodiak. Daher gibt es keine definitive Zeitspanne, auf die wir uns zu konzentrieren hätten; sondern es ist der Widder selbst, den wir zu betrachten haben:

    3 Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte      einer den andern höher als sich selbst, 4 und ein jeder sehe (σκοπός) nicht auf   das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. 5 Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: 6 Er, der in   göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, 7 sondern   entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. 8 Er erniedrigte sich selbst und     ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. 9 Darum hat ihn auch Gott   erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 dass in dem   Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden   und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Philipper 2,3-11

Es gibt keine „Stunde”, die den Widder (Aries) begrenzt. Doch der Schafsbock hat bestimmte Stufen der Herrlichkeit durchgemacht. Als Erstes sehen wir ihn von Natur aus Gott gleich (oder in der Gestalt Gottes). Von Ewigkeit her plante er, Knechtsgestalt anzunehmen, Mensch zu werden und zu sterben. Diese Erniedrigung der Menschwerdung wurde durch das Sternbild Jungfrau (Virgo) angekündigt, und das Sternbild Steinbock (Capricornus) weist auf seinen Gehorsam bis zum Tod hin. Aber der Tod war nicht das Ende – der Tod konnte ihn nicht halten, und der Widder ist nun im Himmel erhöht, er lebt und hat alle Autorität, Gewalt und Macht. Von dieser erhabenen Position der Vollmacht aus vollzieht der Widder die Schlusseinheit des Zodiaks, angefangen mit dem Sternzeichen Stier (Taurus). Er ist nicht länger der dienende Knecht, sondern bereitet sich vor, seinen Feind zu richten, wie es das Sternbild des Schützen (Sagittarius) in der Zodiakerzählung des Altertums voraussagt.

Du und ich dürfen die Horoskoplesung des Widders (Aries) wie folgt auf uns anwenden:

Widder (Aries) macht deutlich, dass die Helligkeit des Morgens nach der finsteren Nacht erscheint. Das Leben versteht es, uns immer wieder eine finstere Nacht zu verschaffen. Vielleicht bist du versucht aufzugeben, zu kündigen oder dich mit einer minderwertigen Lage zufrieden zu geben. Wenn du dagegen angehen willst, musst du über deine Umstände und gegenwärtige Siuation hinausblicken können. Du musst dein Endziel vor Augen haben. Das kannst du tun, wenn du das Widdersternbild (Aries) eingehend betrachtest. Wer sich zu dem Widder (Aries) hält, schwimmt sozusagen auf dessen Erfolgswelle mit; denn er ist immer obenauf und nimmt dich mit auf die höchste Ebene. Wenn du, der du doch einst Gottes Feind warst, durch das Opfer des Steinbocks (Capricornus) wieder in die rechte Beziehung zu Gott gebracht wurdest, um wieviel mehr wirst du nun im Einklang mit ihm die Errettung durch das Leben des Widders (Aries) erfahren? Du brauchst nur seinem Weg zu folgen; und dieser Weg führte zuerst abwärts, ehe er aufwärts führte – das wirst auch du so erfahren müssen. Wie weitermachen? Habe deine stete Freude am Leben des Widders (Aries). Abermals sage ich: Freue dich! Deine Sanftmut (Gutherzigkeit) lasse alle Menschen erfahren! Der Herr (Widder/Aries) ist nahe! Sorge dich um nichts; sondern in allem lasse durch Gebet und Flehen mit Danksagung deine Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird dein Herz und deine Gedanken bewahren in Christus Jesus (im Steinbock/Capricorn)! Im Übrigen, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf sei bedacht! Was du auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen hast, das tue; und der Gott des Friedens wird mit dir sein ().

s. Philipper 4,4-9

Die Wiederkunft des Lammes

Dies beschließt die zweite Einheit der Zodiakerzählung des Altertums, im Hinblick auf die Segnungen, die alle diejenigen empfangen, die sich der Früchte des Sieges Jesu (des Lammes) erfreuen dürfen. Solltest du nicht auch sein Geschenk des Lebens annehmen?

Die letzte Einheit (Kapitel 9-12) der Zodiakerzählung betrifft die Geschehnisse bei der Wiederkunft des Widders (Aries) – wie er verheißen hat. Johannes erklärt dies in seiner Vision des Lammes:

   … und [sie] sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns   vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!

 Offenbarung 6,16 (Luther 2017

Im Zodiak der Antike wird dies im Sternbild Stier (Taurus) verdeutlicht. Siehe das Sternzeichen Jungfrau (Virgo) zu Beginn der Zodiakgeschichte. In Bezug auf die biblischen Schriften zum Sternbild Widder (Aries) siehe:

  • Das 3. Zeichen Ibrahims (Abrahams) – Opfer
  • Erstlingsfrüchte der Auferstehung
  • Das Geschenk des neuen Lebens verstehen und empfangen