Das uralte Versprechen, das noch immer einen Widerhall in der Welt verursacht.

Diese Woche ist etwas geschehen, das nicht gerade zu den wichtigsten Schlagzeilen in der internationalen Presse zählen würde. Nur ein paar Schlagzeilen von oben hat der Nachrichtendienst berichtet, daß der Israelische Premier eine Holocaust-Ausstellung in Auschwitz eröffnet hat. Nationale Wahlen, riesige Funde von Naturgas, bevorstehender Krieg mit Iran, Raketenangriffe auf Syrien, ein heiß/kalter Friedensprozess mit Palestina und nun die Holocaustausstellung – diese sind nur einige der Schlagzeilen dieses Jahres, in denen Israel eine Rolle spielt. Es scheint, daß dauernd etwas passiert, wobei Israel in den Nachrichten erwähnt wird.

Die Tatsache, daß Ereignisse in dem modernen Israel einen Widerhall in der ganzen Welt verursachen, sollte eine Frage bei interessierten Menschen aufkommen lassen, nämlich: wie ist es zu diesem eigenartigen Zustand gekommen? Um das zu verstehen, müssen wir die ersten Seiten des 1. Buches Mose in der Bibel aufschlagen. Dort wird berichtet, daß vor etwa 4000 Jahren ein einsamer und unwichtiger Mensch eine nie-endende Zeltreise antrat; heute ist sein Name weltbekannt. Das allein ist bemerkenswert und im Zusammenhang mit dieser Geschiche mehr als nur als den historischen Wert zu erkennen. In diesem Buch wird erwähnt, daß der Ablauf dieser Geschiche unser ewiges Schicksal beeinflussen wird. Selbst wenn das nur eine geringe Möglichkeit von Wahrheit hat, dann sollten wir das sorgfältig untersuchen.

Dieser uralte Mann ist Abraham (auch Abram genannt). Der Bericht ist so alt, daß es kaum ein Zeugnis gibt, das das Geschehen bestätigt oder abweist. Aber einiges ist vorhanden. Die 17000 Ebla Tafeln, die 1975/6 in Nord Syrien gefunden wurden, sind etwa 4200 Jahre alt. Auf diesen Tafeln wird Sodom, Gomorrah, Admah, Zeboim und Zoar als die Städte auf einer Ebene genannt. Das sind dieselben Namen und Beschreibungen, die im 1. Buch Mose 13,2 und 1. Buch Mose 14,2 genannt wurden, Stellen, an denen Abraham gezeltet hat. So haben wir nun einigen Hinweis, daß der Bericht ernst genommen werden muß.

Die Versprechen an Abraham

Der biblische Bericht über Abraham fängt damit an, daß Gott Abraham folgende Versprechen macht.

„Ich will dich zum großen Volk machen, ich will dich segnen Ich will dir einen großen Namen machen. Du sollst ein Segen sein! Ich will segnen, die dich segnen; und will verfluchen, die dich verfluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“ 1. Mose 12, 2-3

….erfüllte, daß Abrahams Name groß wurde

Viele von uns fragen sich heute ob es einen Gott gibt und zweifeln daran, daß er sich wirklich geoffenbart hat wie es in der Bibel berichtet wird. Hier haben wir vor uns das Versprechen, von dem Teile davon bestätigt sind. Dieser Bericht zeichnet genau Gottes Versprechen an Abraham auf: Ich will dir einen großen Namen machen. Wir leben im 21 Jahrhundert, und der Name Abraham/Abram ist einer der meist erkannten Namen in der Geschichte. Dieses Versprechen hat sich buchstäblich und historisch bestätigt. Die früheste Kopie von dem Buch Mose ist von den Schriftrollen vom Toten Meer, die 200 – 100 v.Chr. datiert sind. Das heißt, daß dieses Versprechen seit dem in der Schrift festgehalten worden ist. Damals war weder die Person noch der Name Abraham bekannt, nur wenige Juden, die der Torah folgten, kannten ihn. Nun sehen wir, daß die Erfüllung dieses Versprechens erst nach der Schrift erfolgte, nicht vorher. Das ist nicht ein Fall der Erfüllung nach dem Geschehen.

 …..zum großen Volk

Nicht weniger erstaunlich ist, daß Abraham wirklich nichts besonderes in seinem Leben vollbrachte, um seinem Namen groß zu machen. Er hat nichts besonderes geschrieben (wie Homers ‚Iliad/Odyssee“ oder Hammurabis Gesetz), er hat kein Königreich regiert (wie die Pharaohs von Ägypten), er hat keine großen Feldzüge gemacht (wie Hannibal oder Alexander, der Große), noch hat er irgendetwas erfunden. Er hat wirklich nichts gemacht, außer in Zelten zu wohnen und neue Stämme zu zeugen. Wenn Sie Spaß am Wetten hätten, dann würden Sie Ihr Geld auf die Namen von vielen Königen, Generälen, Krieger oder auch Hofdichter setzen, die damals schon ihre großen Namen hatten. Aber ihre Namen sind längst vergessen, während der Name eines Mannes, der es gerade geschafft hat, in der Wildnis einige Söhne zu haben, in aller Welt bekannt ist. Sein Name ist nur deshalb groß, weil die Stämme, die er gezeugt hat, von ihm berichtet haben; und so wurden Einige und Nationen groß, die von ihm abstammten. Genau so wurde das Versprechen gemacht in Mose 12 (ich will dich zum großen Volk machen… ich will dir einen großen Namen machen). Mir fällt kein anderer Name in der Geschichte ein, der so berühmt für seine Nachkommen ist, statt durch irgendwelche Errungenschaft.

 Der Wille Eines, der Versprechen macht

Die Volksgruppe, die von Abraham stammt – die Juden-, war eigentlich nie eine Nation, die man meistens mit Größe bezeichnet. Juden haben keine großen Gebäude gebaut wie die Pyramiden der Ägypter, sie schrieben kaum über Philosophie wie die Griechen, noch haben sie regiert wie die Römer. Das waren alles Weltmächte, die durch militärische Feldzüge ihre Grenzen erweiterten. Die Größe der Juden besteht hauptsächlich darin, daß einige bemerkenswerte Menschen aus ihrer Nation das Gesetz und das Buch geschrieben haben, Über Tausende von Jahren sind sie eine besondere Volksgruppe geblieben. Ihre Größe hat nichts mit besonderen Errungenschaften zu tun, sondern mit dem, was an ihnen und durch sie geschah. Nun wollen wir den Grund untersuchen, auf dem das Versprechen steht.  Da steht – schwarz auf weiß – wiederholt: „ich will..“ Die einmalige Größe dieses Volkes wird wieder durch das Versprechen Gottes bestätigt. Sie ist nicht durch irgendein angeborenes Talent, einen Sieg oder eine besondere Macht dieser Nation geschehen. Das allgemeine Interesse an dem täglichen Geschehen in Israel beweist auch die Wichtigkeit dieses Volkes. Wir hören kaum regelmäßige Nachrichten aus Ungarn, Norwegen, Papua Neuguinea, Bolivien oder die Mittelafrikanische Republik, – alles Länder, die ziemlich die gleiche geographische Landfläche wie Israel haben.

Es ist nichts in der Geschichte, das dieser Proklamation gleichkommt. Das alte Versprechen, genau so wie es diesem alten Mann verkündet wurde, hat sich buchstäblich erfüllt. Er traute diesem Versprechen. Wie leicht könnte dieses Versprechen fehlschlagen? Statt dessen hat es sich entwickelt und entsickelt sich noch immer so wie es vor Tausendeen von Jahren prophezeit wurde. Tatsächlich läßt sich nichts dagegen einwenden, daß dieses nur durch die Kraft und Authorität des Einen ist, der das Versprechen gemacht hat.

 Der Trek, mit dem die Welt noch immer zu tun hat.

map-of-abrahams-trek-Diese Karte zeigt den Weg an, den Abraham gereist ist. Die Bibel berichtet, „da brach Abraham auf, wie der Herr ihm geboten hatte“ (1. Mose 12, 4). Er fing seine Reise an wie sie auf der Karte angezeichnet ist. Noch heute ist dieses Land im Vordergrund des täglichen Geschehens.

Der Segen für uns

Das ist aber nicht das Ende. Es liegt noch mehr in dem Versprechen. Der Segen war nicht nur für Abraham, denn es heißt “ in dir sollen gesegnet werdenalle Geschlechter auf Erden“ (1. Mose 12, 3), das heißt: durch Abraham. Hier sollten wir aufmerken! Sie und ich sind ein Teil der „alle Geschlechter auf Erden“, ganz gleich welcher Religion, Herkunft, Wohnort, Stellung in der Gesellschaft haben oder welche Sprache wir sprechen. Der Bereich des Versprechens von einem Segen schließt alle ein, die heute leben. Wie? Wann? Welche Art von Sgen? Das ist nicht ganz klar, aber das ist der Anfang von etwas, das uns alle angeht. Da wir nun wissen, daß die ersten Teile der Verheißung sich erfüllt haben, können wir mit Gewißheit annehmen, daß auch der letzte Teil in Erfüllung gehen wird. Wir brauchen nur den Schlüssel, um diese Verheißung zu erschließen. Wir werden den Schlüssel finden, wenn wir der Reise Abrahms weiter folgen werden. Den Schlüssel zur „Gerechtigkeit“, den so viele in der Welt suchen, finden wir in dem nächsten Artikel, der den weiteren Weg dieses bemerkenswerten Mannes beschreibt.

* Alle genannten Bibelstellen sind nach der Übersetzung von Martin Luther zitiert.

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